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03.05.2017 - Daliah Lavi
Die Schauspielerin und Sängerin Daliah Lavi ist tot. Die 74-Jährige starb am 03.05.2017in ihrer Wahlheimat Asheville im US-Bundesstaat North Carolina.
Wolfgang Kaminski, der Manager der israelischen Musikerin, bestätigte die traurige Meldung. "Ich bekam die Nachricht von Daliahs Tod von ihrem Ehemann Chuck Gans. Er sagte zu mir am Telefon: 'Daliah is gone' - Daliah ist gegangen."
Die letzten Jahre in Asheville hat Lavi "rein privat" verbracht. Nach ihrer Abschiedstournee durch Deutschland 2009 habe sie so gut wie alle Anfragen abgelehnt. "Da war sie konsequent." Seit 1992 lebte sie zusammen mit ihrem Ehemann in Asheville.
Daliah Lavi feierte vor allem in den 70er und 80er Jahren große Erfolge als Sängerin und Schauspielerin. Zwischen 1960 und 1971 war sie in rund 40 Filmen zu sehen. Vielen Zuschauern dürfte sie noch als Indianerin Paloma neben Lex Barker in "Old Shatterhand" in Erinnerung sein. Sie arbeitete aber auch mit anderen internationalen Stars wie Yul Brynner, Dean Martin oder Curd Jürgens zusammen.
1963 war Daliah Lavi als Paloma in "Old Shatterhand" zu sehen.
1969 begann ihr steiler Aufstieg als Sängerin. Sie sang zunächst israelische Lieder in einer britischen Fernsehsendung, kurz darauf hatte sie ihren ersten Plattenvertrag in der Tasche. Im Jahr 1970/71 schaffte sie es mit dem Song "Oh, wann kommst du", ihrem erfolgreichsten musikalischen Werk, auf den vierten Platz der deutschen Single-Charts. Später sang sie auch auf Italienisch, Französisch und Spanisch, aber vor allem in Deutschland feierte sie große Erfolge.
Geboren wurde Daliah Lavi am 12. Oktober 1942 in Haifa in Israel. Sie wuchs dort in einer deutschen Gemeinde auf. Eigentlich wollte sie Ballerina werden, doch als dieser Traum platzte, modelte sie und wurde dabei von einem Filmproduzenten entdeckt.

19.04.2017 - Frank Dostal (The Rattles / Wonderland)
Die Hamburger Musikszene ist um einen prominenten Vertreter ärmer: In der Nacht zu Mittwoch, den 19.04.2017 starb Frank Dostal im Alter von 71 Jahren. Ganz eng verbunden ist er mit dem Namen der bekanntesten Hamburger Beat-Band, den Rattles, zu denen er in den 60er-Jahren gehörte.
Eigentlich hat die Künstlerkarriere des Frank Dostal im Star-Club angefangen. Noch keine 20 Jahre alt war er da, Anfang der 60er-Jahre. Für den gebürtigen Flensburger, der als Hamburger Jung aufgewachsen ist, gab es nur eins: "Meine Zuneigung zum Star-Club führte dazu, dass ich über Jahre fast jeden möglichen Tag dort war und dann selber anfing, Musik zu machen."
Und zwar mit der Band Faces, die 1966 einen Hamburger Nachwuchswettbewerb gewann. Dostals nächste Station: die Rattles. Doch zusammen mit dem Rattles-Gründer Achim Reichel ging Dostal musikalisch einen Schritt weiter. Die Gruppe Wonderland entstand, mit dabei auch Les Humphries. Der Titel "Moscow" fand international Beachtung.
Noch erfolgreicher wurde Dostal aber mit Musik, über die die Rockfans der 70er eher die Nase rümpften: "Das Lied der Schlümpfe". 1978 steuerte Dostal den Text bei. Er dachte dabei an seine zweijährige Tochter, wie er später einmal erzählte. Und auch ein Text für Helga Feddersen und Diddi Hallervorden wurde zum Hit: "Die Wanne ist voll".
Zu Frank Dostals größten internationalen Erfolgen zählt aber das Frauenduo Baccara. Rolf Soja schrieb die Musik, Dostal die Texte - zu Welthits wie "Yes Sir, I Can Boogie" oder "Sorry, I'm A Lady". Frank Dostal beschrieb es so: "Die musikalische Richtung muss mich interessieren, und am schönsten ist es, wenn ich den Interpreten mag - zumindest mag, wofür er steht."
Quelle: NDR
11.04.2017 - John Warren Geils (J. Geils Band)
John Warren Geils Gründer der J. Geils Band ist tot
Der Gründer der J. Geils Band ist am 11. April im Alter von 71 Jahren gestorben. Ihre größten Erfolge hatte die Gruppe Anfang der Achtzigerjahre.
Der US-amerikanische Gitarrist John Warren Geils, Gründer der J. Geils Band, ist tot. Nach Angaben der Polizei in Groton im US-Bundesstaat Massachusetts wurde der Musiker leblos in seinem Haus aufgefunden.  Es gebe aber keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Geils wurde 71 Jahre alt.
In den frühen Achtzigerjahren feierte die Band mit den Hit-Alben "Love Stinks" und "Freeze Frame" ihre größten Erfolge. Die Single "Centerfold" stand 1982 wochenlang an der Spitze der Charts.
Die 1967 gegründete Band war anfangs für Blues, später für Rockmusik bekannt. Sänger Peter Wolf verließ die Gruppe 1983. Die Band löste sich zwei Jahre später auf, kam aber für gemeinsame Touren und Konzerte immer wieder zusammen. Die J. Geils Band war bislang viermal für die Rock and Roll Hall of Fame nominiert worden, jedoch jedes Mal nicht in die Ruhmeshalle gewählt worden.
Laut des Magazins "Rolling Stone" trennte sich Geils 2012 endgültig von der Band und verklagte die verbliebenen Bandmitglieder. Er warf ihnen vor, absichtlich ohne ihn auf Tour gegangen zu sein und verbotenerweise den geschützten Bandnamen genutzt zu haben.


27.03.2017 - Clem Curtis (The Foundations)
Der ehemalige Lead-Sänger der britischen Soulband The Foundations, Clem Curtis, ist gestorben.
Er war die Stimme des ersten Hits „Baby Now That I Found You“. Der Song erreichte Platz eins.
Anfang des Jahres wurde bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert, und verstarb daran am 27.03.2017 im Alter von 76 Jahren.
Curtis wurde in Trinidad geboren und kam im Alter von 15 Jahren nach Großbritannien. Bevor er mit den Foundations erfolgreich war, arbeitete er als Innenarchitekt und war Profi-Boxer.
18.03.2017 - Chuck Berry  
Der Rock-'n'-Roll-Pionier Chuck Berry ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 90 Jahren, wie die Polizei des US-Bundesstaats Missouri mitteilte. Bekannt wurde der US-Musiker in den 50er Jahren mit Stücken wie "Johnny B. Goode", "Sweet Little Sixteen" und "Roll Over Beethoven".
Der Sänger und Gitarrist gilt als einer der Gründungsväter des Rock 'n' Roll und beeinflusste einige der wichtigsten Bands der 60er Jahren wie die Beatles und die Rolling Stones. Berry gehörte zu den ersten Musikern, die 1986 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurden. Die Nachricht vom Tod der Rock-'n'-Roll-Ikone löste große Bestürzung in der Musikwelt aus.
Berry wurde 1926 in St. Louis geboren und lernte bereits als Kind Gitarre spielen. Als junger Mann schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch und geriet mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt. Später arbeitete Berry als Friseur und trat nebenbei in Musikclubs auf, wo der Bluesmusiker Muddy Waters auf ihn aufmerksam wurde.
1955 nahm er seine erste Single auf und landete mit "Maybellene" gleich einen Erfolg. Es folgten zahlreiche Hits wie "School Days", "Rock and Roll Music", "Sweet Little Sixteen", "Carol" und "Johnny B. Goode". Berry wurde zu einem der ersten großen schwarzen Musikstars in den USA, der auch beim weißen Publik Erfolg hatte.
Seine Karriere geriet ins Stocken, als er 1959 verhaftet wurde, weil er "zu unmoralischen Zwecken" mit einer 14-Jährigen in einen anderen Bundesstaat gereist war. Berry, der die Vorwürfe bestritt, wurde zu anderthalb Jahren Haft verurteilt.
Erst in den 70er Jahren konnte er wieder an alte Erfolge anknüpfen. In den folgenden Jahren zog er sich nach und nach aus dem Rampenlicht zurück. In einem Club in seiner Heimatstadt St. Louis trat er aber noch regelmäßig mit seinem Sohn Charles Berry junior auf.
An seinem 90. Geburtstag im vergangenen Oktober hatte Berry die Veröffentlichung seines ersten Albums seit fast vier Jahrzehnten angekündigt. Die Platte mit dem schlichten Titel "Chuck" soll im Laufe des Jahres erscheinen.
Berry widmete das Album seiner Frau Themetta Berry, mit der er fast 69 Jahren verheiratet war. "Mein Schatz, ich werde alt! Ich habe an dieser Platte lange Zeit gearbeitet. Jetzt kann ich meine Schuhe an den Nagel hängen", erklärte der Musiker.
Quelle: T-Online


10.03.2017 - Joni Sledge (Sister Sledge)
Joni Sledge von der Geschwister-Gruppe "Sister Sledge" ist nach Angaben ihrer Familie im Alter von 60 Jahren in Phoenix (Arizona) gestorben. "Gestern ist unsere Familie von Benommenheit erfasst worden", lautete die Mitteilung auf Facebook.
Joni war die zweitälteste der vier Sledge Schwestern, die als Soul- und Funkgruppe in den 1970er-Jahren erstmals die Charts in den USA und Europa erobert hatten. Kim, Debbi, Joni und Kathy hatten am Anfang ihrer gemeinsamen Karriere unter dem Bandnamen "Mrs. Williams Grandchildren" Gospel gesungen. Mit der Umbenennung in "Sister Sledge" änderte sich auch der Gesangsstil der Schwestern. Erste Erfolge gab es ab 1975 mit "Mama Never Told Me".
Der große Durchbruch gelang den Schwestern ab 1979. Sie verbanden nun in ihren Songs Disco-, Funk- und Soul-Elemente und kamen mit ihrer Single "He's the Greatest Dancer" erstmals in die Top-Ten Englands und in die Charts der USA. Nur zwei Monate später folgte "We Are Family", ein Hit, der zur echten Disco-Hymne wurde. Die Schwestern feierten damit ihre familiäre Verbundenheit.
Mit ihren weiteren Veröffentlichungen konnten die Schwestern nie mehr an diesen Welterfolg anknüpfen. Kathy verließ 1989 das schwesterliche Quartett, um eine Solokarriere zu starten. Als Trio sangen die Schwestern weiter und waren zuletzt auf einem Konzert im Oktober 2016 zu sehen.
Joni wurde von einem Freund der Familie leblos in ihrem Haus in Phoenix, Arizona, entdeckt.  An einer Krankheit soll sie laut "Daily Mail" nicht gelitten haben. Sie hinterlässt einen erwachsenen Sohn.
Quelle: n-tv.de

12.02.2017 - Al Jarreau
Der Jazz-Sänger Al Jarreau ist tot. Der Stimm-Akrobat starb am Sonntag im Alter von 76 Jahren, wie sein Agent Bob Zievers der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.
"Al ist gegen 5.30 Uhr friedlich in einem Krankenhaus in Los Angeles entschlafen. Familienmitglieder und einige enge Freunde waren dabei." Zuvor hatten mehrere US-Medien über den Tod des siebenfachen Grammy-Gewinners berichtet.
Der Sänger war vor kurzem aufgrund von Erschöpfung in das Krankenhaus eingeliefert worden und hatte seine Karriere daraufhin als beendet erklärt. Auf ärztlichen Rat hin habe er geplante Auftritte abgesagt und trete in "vollständiger Trauer" vom Tour-Leben ab, hieß es.
"Er ist dankbar für seine 50 Jahre, in denen er die Welt im Priestertum durch Musik bereist hat und für alle, die dies mit ihm teilten - sein treues Publikum, die engagierten Musiker und so viele andere, die seine Bemühungen unterstützten." Auftritte waren auch in Oldenburg, Karlsruhe und Düsseldorf geplant.
Im Alter von 35 Jahren hatte Jarreau sein erstes Album herausgebracht, zahlreiche weitere sollten folgen. Songs wie "We're in This Love Together", "Mornin'" oder "Moonlighting Theme" wurden zu Klassikern. Jarreau stand mit Musik-Größen wie Randy Crawford und Bobby McFerrin auf der Bühne. Außerdem hatte er Gastauftritte im Fernsehen und am Broadway.


31.01.2017 - John Wetton (Asia)
Asia-Sänger John Wetton mit 67 Jahren an Krebs gestorben
Mit Songs wie „Heat Of The Moment“ oder „Only Time Will Tell“ feierte der Band Asia um Sänger John Wetton weltweite Erfolge. Im Alter von nur 67 Jahren erlag der Frontman nun seinem schweren Krebsleiden. Diese traurige Nachricht hat die Band laut der US-amerikanischen Seite „TMZ“ nun bestätigt.
Demnach sei Wetton am Dienstagmorgen nach jahrelangem Kampf gegen die Krankheit im Schlaf verstorben. Der am 12. Juni 1949 in Derby, England, geborene Rockmusiker prägte vor allem die 1970er und 1980er Jahre. So war er in dieser Periode Mitglied der Bands Family, King Crimson, Roxy Music, Uriah Heep, UK und Asia. Letztere, die als sogenannte Superband zum Teil aus Musikern der vorangegangenen Bands bestand, war mit Abstand Wettons erfolgreichste Station.

28.01.2017 - Geoff Nicholls (Black Sabbath)
Der ehemalige Black Sabbath-Keyboarder Geoff Nicholls ist tot. Der Musiker verstarb nach langem Kampf im Alter von 68 Jahren an Lungenkrebs.
Nicholls trat den Metal-Mitbegründern im Jahr 1979 als zweiter Gitarrist bei, übernahm aber den Bass, als Geezer Butler die Band kurzzeitig verließ. Mit der Rückkehr ihres Bassisten wechselte der Multiinstrumentalist ans Keyboard, wo er bis 2004 verweilte. Sein Einfluss auf die Band kann auf neun Studioalben gehört werden, unter anderem dem Klassiker HEAVEN AND HELL aus dem Jahr 1980, für dessen Titeltrack er die Basslinie beisteuerte.
Sabbath-Gitarrist Tony Iommi schrieb am Samstag, 28.02.2017 zum Tod seines Freundes: „Ich bin sehr traurig, vom Tod eines meines liebsten und engsten Freundes Geoff Nicholls zu hören. Er hat jetzt schon eine ganze Weile unter Lungenkrebs gelitten und den Kampf heute morgen verloren. Geoff und ich standen uns immer sehr nahe, er war mir immer ein echter Freund und hat mich beinahe 40 Jahre lang unterstützt. Ich werde ihn sehr vermissen und er wird in meinem Herzen weiterleben, bis wir uns wiedersehen!”   
Quelle: Metal Hammer

22.01.2017 - Pete Overend Watts (Mott the Hoople)
Mott der Hoople Gründungsmitglied Pete Overend Watts ist im Alter von 69 Jahren gestorben.
Der Bassist war auf den großen Songs der Band zu hören, darunter Roll Away The Stone und dem bekanntesten Hit der Gruppe "All The Young Dudes", geschrieben und produziert von David Bowie.
Pete starb am Sonntag an Kehlkopfkrebs.
Watts starb fast genau ein Jahr nach Schlagzeuger Dale Griffin .
Geboren in Yardley, Birmingham, besuchte Watts die Ross Grammar School, wo er Griffin traf. Sie spielten in lokalen Bands wie The Anchors, Wild Dogs Hellhounds und The Silence. Die beiden Freunde gründeten darauf die Doc Thomas Group mit Mick Ralphs und Stan Tippins von den Buddies.
Das Line-Up änderte sich 1968, als Keyboarder Verden Allen zu der Band stiess Sie ändertendaraufhin ihren Namen in The Shakedown Sound und ab 1969 Mott The Hoople, nach einem Buch von Willard Manus.
Bandmitglied Verden Allen schrieb auf Facebook , dass Watts eine "warmherzige, lustige, intelligente, talentierte und extrem charismatische Person war", die "immer eine unterhaltsame Geschichte zu erzählen hatte".

08.01.2017 - Peter Sarstedt
Er hatte einen Welthit, den aus der Generation der Über-30-Jährigen wohl jeder kennt. "Where Do You Go To (My Lovely)" war 1969 ein Millionenseller für Peter Sarstedt. Am gestrigen Sonntag starb der Songwriter im Alter von 75 Jahren.
Sarstedt, der 1941 in der damaligen britischen Kolonie Indien als Sohn englischer Großgrundbesitzer geboren wurde und im Alter von 13 Jahren mit seiner Familie nach England übersiedelte, schrieb im Lauf seiner Karriere mehr als 100 Songs.
"Where Do You Go To (My Lovely)" ist ein Popsong mit Chanson-Einflüssen. Der Song stieg im Februar 1969 in Großbritannien auf Platz eins der Single-Charts und hielt sich dort sechs Wochen lang. In 14 weiteren Ländern belegte er die Spitzenposition in den Hitparaden, in Deutschland erreichte er Platz neun.
Im Laufe seiner Karriere tourte Sarstedt auch mit seinen Brüdern Rick und Clive, bis er sich Ende 2010 krankheitsbedingt zurückzog. Auf seiner offiziellen Website hieß es seit Langem schon, dass er nicht mehr in der Lage sei, den Computer zu bedienen und deshalb weder in den sozialen Medien vertreten sei, noch die Anfragen seiner Fans beantworten könne.
Nun wurde bekannt, warum sich Sarstedt vor gut sechs Jahren von der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte: Er starb am Sonntag an den Folgen einer Progressiven subpranukleären Blickparese - einer degenerativen Erkrankung des Gehirns. Die Krankheit ähnelt in vielen Symptomen der Parkinsonschen Krankheit, Symptome sind unvorhersehbare Stürze, Sprechprobleme sowie eine Blicklähmung. Die Krankheit gilt als unheilbar.
Quelle: Donaukurier

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