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2022

Verstorben
30.11.2022 - Christine McVie (Fleetwood Mac)

Christine McVie, Mitglied der Kultband Fleetwood Mac, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Das teilte ihre Familie mit.
 
Christine McVie ist tot. Die Sängerin der Rockband Fleetwood Mac starb am Mittwochmorgen im Alter von 79 Jahren "nach kurzer Krankheit" friedlich in einem Krankenhaus im Kreise ihrer Liebsten. Das gab die Familie laut BBC in einem Statement bekannt. "Wir möchten, dass jeder Christine in seinem Herzen behält und sich an das Leben eines unglaublichen Menschen und einer verehrten Musikerin erinnert, die von allen geliebt wurde", heißt es darin.
 
Christine McVie war maßgeblich am Erfolg von Fleetwood Mac beteiligt. Als Singer-Songwriterin lieh sie der Gruppe nicht nur ihre einzigartige Stimme, sondern spielte auch Keyboard und war für Hits wie "Little Lies", "Everywhere", "Don't Stop", "Say You Love Me" und "Songbird" verantwortlich.
 
Die Britin stieß Anfang der Siebzigerjahre zu der Band, nachdem sie deren Bassisten John McVie geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1978 geschieden, beide blieben jedoch Mitglieder. Christine McVie verließ Fleetwood Mac schließlich 1998 nach 28 Jahren, um sich Soloprojekten zu widmen. Nach einigen Gastauftritten kehrte sie 2014 als festes Mitglied zurück.
 
"Es gibt keine Worte, um unsere Trauer über das Ableben von Christine McVie zu beschreiben. Sie war wirklich einmalig, besonders und über alle Maßen talentiert. Sie war die beste Musikerin, die man in seiner Band haben konnte, und die beste Freundin, die man in seinem Leben haben konnte. Wir hatten das Glück, ein Leben mit ihr zu teilen. Einzeln und gemeinsam haben wir Christine sehr geschätzt und sind dankbar für die wunderbaren Erinnerungen, die wir haben. Wir werden sie so sehr vermissen", nimmt die Band bei Twitter Abschied.
 
Quellen: T-online / BBC englisch

25.11.2022 - Irene Cara

Mit ihren Titelsongs für "Fame" oder "Flashdance" wurde sie weltberühmt. Jetzt ist Irene Cara im Alter von 63 Jahren gestorben.
Sie war ein Star der Achtziger, gewann mit ihrem Lied "What A Feeling" 1984 einen Grammy. Einen Oscar für den besten Filmsong hatte sie da bereits in der Tasche. Jetzt ist Irene Cara tot. Das hat ihre Sprecherin Judith Moose am Samstag über Twitter bekannt gegeben. Zur Todesursache machte die Managerin keine Angaben.
"Mit tiefer Traurigkeit gebe ich im Namen ihrer Familie das Ableben von Irene Cara bekannt. Die oscarprämierte Schauspielerin, Sängerin, Songwriterin und Produzentin ist in ihrem Haus in Florida verstorben. Sie war eine wunderbar begabte Seele, deren Vermächtnis durch ihre Musik und ihre Filme für immer weiterleben wird."
Erstmals machte Cara 1975 als Schauspielerin auf sich aufmerksam. In dem Thriller "Aaron Loves Angela" ergatterte sie eine Rolle, ein Jahr später spielte sie die Titelfigur in dem Musicaldrama "Sparkle
Bis zum endgültigen Durchbruch sollte es noch etwa vier Jahre dauern. Bei der Mitwirkung in "Fame – Der Weg zum Ruhm" wurde für Cara der Filmtitel zum Programm. Sie spielte die Rolle der Coco Hernandez und sang das Titellied. Letzteres brachte ihr eine Trophäe der Academy ein: Sie gewann 1981 den Oscar für den Besten Song. Ein Goldjunge in ihrem Schrank, der sich später als Goldgrube für die Sängerin herausstellen sollte. Denn die Single wurde im Fahrwasser der gleichnamigen TV-Serie 1982 neu veröffentlicht und erreichte Platz 1 der britischen Singlecharts und Platz 4 der US-amerikanischen Billboard Hot 100.
Ähnlich erfolgreich war Cara 1983 mit "What a Feeling", dem Titelsong des Spielfilms "Flashdance". Auch dafür sahnte sie einen Oscar ab, wurde außerdem 1984 mit einem Grammy für die beste weibliche Pop-Gesangsdarbietung ausgezeichnet.

Quelle: twitter.com: Profil von @Irene_Cara / Foto: WordPress

28.10.2022 - Jerry Lee Lewis

Jerry Lee Lewis im  Alter von 87 Jahren verstorben
Er galt neben Elvis Presley, Chuck Berry und Little Richard als einer der Könige des Rock 'n' Roll und hat sie alle überlebt. Bis ins hohe Alter stand er auf der Bühne. Nun ist im Alter von 87 Jahren gestorben.
Mit Jerry Lee Lewis starb an diesem Freitag einer der letzten großen Pioniere des Rock 'n' Roll. Seine siebte Ehefrau Judith Coghlan Lewis sei an seiner Seite gewesen, teilte Lewis' Agent der Deutschen Presse-Agentur mit. Der US-Musiker starb demnach in seinem Haus im Bundesstaat Mississippi eines natürlichen Todes.
"The Killer", wie er auch genannt wurde, war berühmt für seinen Song "Great Balls of Fire", seine starke Bühnenpräsenz und seinen dynamischen Stil am Klavier. Er beeinflusste eine ganze Generation von Musikerinnen und Musikern. Bruce Springsteen sagte einst über ihn: "Er spielt keinen Rock 'n' Roll, er ist Rock 'n' Roll."
Geboren wurde Jerry Lee Lewis am 29. September 1935 in einer armen Familie in Ferriday, Louisiana. Schon als Kind entdeckte er das Klavierspiel für sich. Seine Eltern nahmen eine Hypothek auf ihr Haus auf, um dem 10-jährigen Jerry ein eigenes Instrument zu kaufen.
1956 zog Lewis nach Memphis (Tennessee), dem Mekka neuer amerikanischer Musik, und war einer der ersten, die bei dem berühmten Plattenlabel "Sun Records" unter Vertrag genommen wurden. Noch im selben Jahr kam es zu der legendären Jam-Session und Aufnahme mit Elvis Presley, Johnny Cash und Carl Perkins, die unter dem Namen "Million Dollar Quartet" in die Geschichte eingehen sollte.
In seiner mehr als fünfzigjährigen Karriere schuf er nicht nur zahlreiche Hits, sondern sorgte mit seinem wilden Lebensstil mit vielen Frauen, übermäßigem Alkoholkonsum und Steuerstreitigkeiten auch regelmäßig für Schlagzeilen. Der Musiker war siebenmal verheiratet und hatte sechs Kinder, von denen zwei schon vor ihm gestorben waren. Für den größten Skandal sorgte er 1957, als er seine erst 13-jährige Cousine zweiten Grades - Myra Gale Brown – heirtete, obwohl er von seiner zweiten Gattin noch nicht geschieden war.
Quelle: DPA/T-Online

18.10.2022 - Franco Gatti (Ricchi e Poveri)

Der italienische Sänger und Komponist Franco Gatti ist im Alter von 80 Jahren gestorben. In den 1980er-Jahren feierte er gemeinsam mit der Popgruppe "Ricchi e Poveri" Erfolge.
 
1978 trat die Gruppe beim Eurovision Song Contest für Italien an. International gelang ihr der Durchbruch 1981 mit "Sarà perché ti amo". Vier Jahre später firmierte das Lied als Filmmusik für die Komödie "Das freche Mädchen" von Claude Miller mit Charlotte Gainsbourg. Gatti hatte nach Berichten von italienischen Medien schon seit Jahren mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Quelle: WDR

08.08.2022 - Olivia Newton-John

Gemeinsam mit John Travolta wurde sie in der Hauptrolle von Grease weltberühmt. Nun ist die Sängerin und Schauspielerin verstorben.
 
Die mit der Musicalverfilmung „Grease“ in den 70ern weltberühmt gewordene Sängerin und Schauspielerin Olivia Newton-John ist im Alter von 73 Jahren am Montag gestorben. Das berichteten zahlreiche US-Medien unter Berufung auf den Ehemann und dessen Post auf den Social-Media-Kanälen der britisch-australischen Songwriterin und Brustkrebs-Aktivistin. Die Sängerin und Schauspielerin sei „friedlich“ auf ihrer Ranch in Südkalifornien gestorben, gab ihr Ehemann John Easterling bekannt. Dabei war sie von Freunden und Familie umgeben.
 
Newton-John kämpfte seit Jahrzehnten gegen Krebs an. „Olivia war ein Symbol für Sieg und Hoffnung, mehr als 30 Jahre lang, in denen sie ihren Weg mit Brustkrebs teilte“, hieß es auf Instagram. Über 40 Jahre ist es her, dass sie mit ihrem kessen Auftritt in dem Hit-Filmmusical „Grease“ Furore machte. Als blond gelockte Sandy verdrehte sie 1978 John Travolta in der Rolle des rebellischen Danny - mit Schmalzlocke und Koteletten - den Kopf.
 
Schon Jahre, bevor sie in „Grease“ mit Pferdeschwanz, Pettycoat und Travolta im Duett Songs wie „You're The One That I Want“ trällerte, war Newton-John ein Star.
 
Die im englischen Cambridge geborene Enkelin des deutschen Physik-Nobelpreisträgers Max Born und Tochter eines nach Australien ausgewanderten College-Präsidenten gründete als Schülerin eine Mädchenband. Ein Talentwettbewerb brachte die 15-Jährige nach Großbritannien zurück. 1966 nahm sie dort ihre erste Platte auf.
 
Mit Schmusesongs machte sich die Folk-Blondine vor allem in den USA einen Namen. „Let Me Be There“ von 1974 war ihr erster US-Hit. Songs wie „On The Banks Of Ohio“, „If You Love Me Let Me Know“, „I Honestly Love You“ und „Have You Never Been Mellow“ machten sie dort zur Schlagerqueen.
 
Nach „Grease“ stand sie 1980 gleich wieder vor der Kamera, für das Fantasy-Musical „Xanadu“ auf Rollschuhen zu Disco-Klägen mit den Hitsongs „Xanadu“, „Magic“ und „Suddenly“. Ein Jahr später brachte Newton-John ihr erfolgreichstes Album „Physical“ heraus.
 
Ihre Tochter aus der Ehe mit dem Tänzer Matt Lattanzi war gerade sechs Jahre alt, als Newton-John 1992 an Brustkrebs erkrankte. Sie sagte Tourneen ab und zog von ihrer Wahlheimat Kalifornien zeitweise nach Australien um. Die Ehe ging 1995 in die Brüche. 2008 heiratete sie Easterling. Auf ihrer Ranch in Santa Barbara setzte sich Newton-John für die medizinische Verwendung von Cannabis ein.
Quelle: dpa

05.08.2022 - Judith Durham (The Seekers)

Die australische Folk-Sängerin und Komponistin Judith Durham ist im Alter von 79 Jahren in Melborne gestorben. Das meldete die BBC. Ihre größten Erfolge feierte Durham mit der 1963 gegründeten Gruppe „The Seekers“. Besonders in Großbritannien war die Band Mitte der 60er Jahre populär. Die Lieder „I’ll Never Find Another You“ und „The Carnival Is Over“ standen jeweils mehrere Wochen an der Spitze der britischen Charts. 1968 löste sich die Band zunächst auf und Durham verfolgte Soloprojekte. 1993 fand die Gruppe wieder zusammen. Zuletzt waren „The Seekers“ eine der wenigen Bands der 60er Jahre, die noch in Orginalbesetzung auftraten.
Australiens Premierminister Anthony Albanese würdigte Durham als nationalen Schatz und Ikone. Sie habe einem neuen Konzept der australischen Identität ihre Stimme gegeben und geholfen, dass sich eine neue Generation von ‚Aussie‘-Künstlern ihren Weg bahnen könne, erklärte Albanese auf Twitter. „Die Hymnen, die sie unserer Nation gegeben hat, werden niemals vergessen werden.“

Quelle: Deutschlandfunk Kultur

06.06.2022 - Alec John Such (Bon Jovi)

Bon Jovi-Bassist Alec John Such ist tot
 
Trauer um einen großen Musiker: Alec John Such war ein Bassist und Gründungsmitglied der US-Rockband Bon Jovi. Zu seinem Tod haben seine Bandkollegen ihm rührende Worte gewidmet.
 
Die Rocker der US-Band Bon Jovi trauern um ihren früheren Bassisten Alec John Such. Sie seien "untröstlich" über den Tod ihres lieben Freundes, teilte die Band am Sonntag auf ihrer Webseite und über die sozialen Medien mit. Über die Todesursache wurde zunächst nichts bekannt. Der Musiker wurde 70 Jahre alt.
 
Als Gründungsmitglied habe er wesentlich zu der Entstehung der Band beigetragen. "Um ehrlich zu sein, wir haben durch ihn unseren Weg zueinander gefunden". Er sei ein Kindheitsfreund von Tico Torres gewesen und habe Richie Sambora zu einer der früheren Shows mitgebracht. "Alec war immer wild und voller Leben", hieß es weiter.
 
Keyboarder David Bryan, der 1983 mit Sänger Jon Bon Jovi, Schlagzeuger Tico Torres sowie den Gitarristen Dave Sabo, Richie Sambora und Such die Band gegründete hatte, würdigte den Verstorbenen auf Twitter: "Es war eine Ehre und ein Vergnügen, die Bühne und das Leben mit dir zu teilen", schrieb der Musiker.
 
Die Band wurde in den 1980er Jahren durch Hits wie "Runaway", "Livin' on a Prayer", "You Give Love a Bad Name" und "Wanted Dead or Alive" berühmt. Such trennte sich 1994 von der Gruppe, war aber 2018 mit dabei, als die Band Bon Jovi in die US-Ruhmeshalle des Rock & Roll aufgenommen wurde.

Quellen: T-Online / Nachrichtenagentur dpa / Profil von Jon Bon Jovi auf Twitter

26.05.2022 - Alan White (Yes)

Im Alter vom 72 Jahren ist der Schlagzeuger der einstigen Kultband Yes gestorben. Die Familie von Alan White gab den Tod des Musikers in sozialen Medien bekannt.
Der Schlagzeuger der britischen Progressive-Rock-Band Yes, Alan White, ist am Donnerstag im Alter von 72 Jahren gestorben. Das teilten seine Familie und die Band in den sozialen Medien mit. Ihr vielgeliebter Drummer und "Freund seit 50 Jahren" sei nach kurzer Krankheit in seinem Zuhause nahe der US-Stadt Seattle gestorben, schrieb die Band auf Twitter. Die Nachricht habe die gesamte Yes-Familie schockiert und fassungslos gemacht. Die Band will die bevorstehende Tournee in Großbritannien im Juni laut Nachrichtenagentur PA nun White widmen.
White wurde am 14. Juni 1949 in Pelton in England geboren. 1972 stieß er zu Yes und war seit dem Tod des Gründungsmitglieds Chris Squire im Juni 2015 das dienstälteste Mitglied der Band. Er arbeitete auch mit Stars wie John Lennon, George Harrison und Eric Clapton zusammen. Yes, 1968 gegründet, war 2017 in die "Rock & Roll Hall of Fame" aufgenommen worden. Zu ihren Hits gehören "Owner Of A Lonely Heart", "Roundabout" und "Long Distance Runaround".
Whites Tod löste Bestürzung aus. Yoko Ono twitterte, White sei ein wunderbarer Schlagzeuger gewesen, der einen wesentlichen Anteil am Sound von Lennon-Hits wie "Imagine" und "Instant Karma" gehabt habe. "Er war immer sanft, freundlich und gut gelaunt."
 
Quelle: t-online, dpa

26.05.2022 - Andrew Fletcher (Depeche Mode)

Er zählt zu den Gründungsmitgliedern der Band. Jetzt ist Andrew "Fletch" Fletcher gestorben. Das haben Depeche Mode mit einem bewegenden Tweet bekannt gegeben.
Anfang der Achtzigerjahre erweckten vier Musiker die Band Depeche Mode zum Leben. Dazu zählte damals auch Andrew "Fletch" Fletcher, der bis heute ein fester Bestandteil der Musikgruppe war. Nun ist der Keyboarder im Alter von 60 Jahren gestorben, wie die Musiker auf Twitter bekannt gaben.
"Wir sind schockiert und erfüllt von überwältigender Trauer über den frühen Tod unseres lieben Freundes, Familienmitglieds und Bandkollegen Andy 'Fletch' Fletcher", heißt es in einem Tweet, den die Band am Samstagabend absetzt.
"Fletch hatte ein wahres Herz aus Gold und war immer da, wenn man Unterstützung, ein lebhaftes Gespräch, ein gutes Lachen oder ein kaltes Bier brauchte", so die Band weiter. "Unsere Herzen sind bei seiner Familie und wir bitten euch, in dieser schwierigen Zeit an sie zu denken und ihre Privatsphäre zu respektieren."
Depeche Mode haben in den vergangen drei Jahrzehnten mehr als 100 Millionen Tonträger weltweit verkauft. Die Deutsche Fangemeinde der drei Briten ist besonders groß. Regelmäßig schießen ihre Alben hierzulande an die Chartspitze.
Die Geschichte der Synthie-Pop-Band beginnt im Jahr 1980 im englischen Basildon. Damals sind die Musiker noch zu viert: Dave Gahan, Martin Gore, Andrew Fletcher und Vince Clarke, der aber schon kurz nach der Gründung aussteigt und durch Alan Wilder ersetzt wird. Seit dessen Ausstieg Mitte Neunzigerjahre sind Depeche Mode zu dritt.
Gleich ihre erste Single "Just Can't Get Enough" wird zu einem Klassiker der Popgeschichte. Mit der Single "People Are People" schafft es die Band einige Jahre später auch in Deutschland an die Spitze der Charts. Trotz einiger Rückschläge, Drogengeschichten und gesundheitlicher Probleme von Sänger Gahan gilt Depeche Mode auch heute noch als eine der erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte.
Doch nun müssen die Musiker einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Andy Fletcher ist tot. Der Musiker, der als berühmtester Ein-Hand-Tastenspieler der Welt galt, hinterlässt seine Frau. Mit Gráinne Mullan war der Keyboarder seit 1991 verheiratet. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder.

Quelle: t-online, rix

17.05.2022 - Vangelis

Als Filmkomponist macht sich Vangelis über Jahre einen Namen, er gewinnt 1982 einen Oscar für "Die Stunde des Siegers". In Deutschland verhilft ihm in den 90er Jahren erst ein Boxer zum großen Chart-Erfolg. Nun ist der Grieche im Alter von 79 Jahren gestorben.
Vangelis, der griechische Komponist, dessen Filmmusik für den Oscar-prämierten "Die Stunde des Siegers" einen der bekanntesten Soundtracks der 1980er Jahre war, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Das teilte die Athener Nachrichtenagentur (ANA) mit. Evangelos Odysseas Papathanassiou sei demnach am späten Dienstag gestorben. Eine Todesursache wurde nicht genannt.
In Deutschland erlangte Vangelis vor allem mit der Hit-Single "Conquest of Paradise" größere Bekanntheit. Der Song wurde bereits 1992 veröffentlicht, in den deutschen Charts stürmte der Song erst 1995 auf Platz eins, nachdem der Boxer Henri Maske ihn im Jahr zuvor als Einlaufmusik genutzt hatte.
Der 1943 geborene junge Vangelis mischte in seiner Musik Töne griechischer Volkslieder und orthodoxer christlicher Chormusik miteinander, hatte aber keine formelle musikalische Ausbildung, was ihm später nach eigenen Aussagen geholfen habe, seinen Sinn für Kreativität zu bewahren.
Seinen größten internationalen Erfolg hatte der Grieche mit dem Soundtrack zu "Die Stunde des Siegers"("Chariots of Fire"), ein Film, der die Geschichte des Triumphs einer Gruppe britischer Läufer bei den Olympischen Spielen 1924. Für sein Werk erhielt Vangelis 1982 den Oscar für die beste Filmmusik.
Neben "Die Stunde des Siegers" zeichnete sich Vangelis für zahlreiche Soundtrack in der Filmbranche verantwortlich. Er komponierte die Musik zu "Missing" (1989) und Ridley Scotts futuristischem Thriller "Blade Runner" (1982). Ebenfalls und Scotts Regie lieferte er den Soundtrack zu "1492 - Die Eroberung des Paradieses" (1992).
Quelle: ntv.de, mba

11.03.2022 - Timmy Thomas

Der Sänger Timmy Thomas ist am 11.03.2022 im Alter von 77 Jahren verstorben.
Der R&B-Sänger, Keyboarder, Komponist und Musikproduzent hatte 1973 mit "Why Can´t We Live Together" seinen größten Hit.
die Aufnahme erreichte in Deutschland Platz 28, in England Position zwölf und in den US-Billboard-100 den dritten Platz. In der US-R&B-Charts kam der Titel, der in diesen Tagen einmal mehr das friedliche Zusammenleben in Frage stellt, sogar auf den ersten Platz.

19.02.2022 - Gary Brooker (Procol Harum)
Procol-Harum-Sänger Gary Brooker ist tot
Gary Brooker galt als Ikone der Hippie-Bewegung in den 70er-Jahren. Nun ist der Procol-Harum-Sänger gestorben.
Er hatte zuletzt mit einer Krebserkrankung zu kämpfen.
Wie die Gruppe am Dienstag auf ihrer Webseite mitteilte, starb Brooker bereits am vergangenen Samstag friedlich in seinem Zuhause. Der 76-Jährige habe an Krebs gelitten.
Brookers erste Single als Frontmann der Band, "A Whiter Shade Of Pale" aus dem Jahr 1967, war zugleich auch der größte Erfolg von Procol Harum. Der melancholische Song, dessen Orgeluntermalung von Johann Sebastian Bach inspiriert war, wurde zu einer der Hymnen des "Summer of Love", der den Höhepunkt der Hippie-Bewegung markierte. Die Single wurde weltweit mehr als zehn Millionen Mal verkauft.
Die Band, deren Frontmann Brooker mehr als 50 Jahre lang war, würdigte ihn als einen Menschen mit ansteckender Freundlichkeit. "Er war bekannt für seine Individualität, Integrität und gelegentliche dickköpfige Exzentrik", hieß es weiter.
Gary Brooker war die Konstante in der Band. Die Bandmitglieder wechselten häufig und waren auch irgendwie eretzbar. Aber Procol Harum ohne die grandiose und unverwechselbare Stimme von Gary Brooker? Undenkbar! Wer die Band, wie ich, LIVE gesehen hat wird das verstehen.
- R.I.P. Gary -

Quelle: Nachrichtenagentur DPA / Bild: Wikipedia


20.01.2022 - Meat Loaf
Der als Marvin Lee Aday geborene Grammy-Gewinner Meat Loaf ist tot. Er verstarb am Donnerstagabend mit 74 Jahren. Seine Karriere glich einer wendungsreichen Achterbahnfahrt.
Pomp, Pathos und Bombast, Frack, Seidentuch und Rüschenhemd: Für Meat Loaf war es nie zu viel. Gefeierte Welterfolge und dramatische Abstürze prägten seine Karriere. Jetzt ist er tot. Der US-Sänger verstarb am Donnerstag an der Seite seiner Frau Deborah. Er wurde 74 Jahre alt. Dies bestätigt Meat Loafs langjähriger Agent Michael Greene dem US-Magazin "Deadline".
Wie es in dem Bericht heißt, hatten auch die Töchter des Sängers, Pearl und Amanda, sowie enge Freunde die Gelegenheit, in seinen letzten Stunden bei ihm sein zu können. Die Todesursache sei dem Bericht zufolge nicht bekannt. Auch auf der offiziellen Facebook-Seite des Sängers wurde der Tod inzwischen bestätigt.
Pomp, Pathos und Bombast, Frack, Seidentuch und Rüschenhemd: Für Meat Loaf war es nie zu viel. Gefeierte Welterfolge und dramatische Abstürze prägten seine Karriere. Jetzt ist er tot. Der US-Sänger verstarb am Donnerstag an der Seite seiner Frau Deborah. Er wurde 74 Jahre alt. Dies bestätigt Meat Loafs langjähriger Agent Michael Greene dem US-Magazin "Deadline".
Wie es in dem Bericht heißt, hatten auch die Töchter des Sängers, Pearl und Amanda, sowie enge Freunde die Gelegenheit, in seinen letzten Stunden bei ihm sein zu können. Die Todesursache sei dem Bericht zufolge nicht bekannt. Auch auf der offiziellen Facebook-Seite des Sängers wurde der Tod inzwischen bestätigt.
Auf der folgenden Welttournee ruinierte sich der Rock-Koloss seine vier Oktaven umfassende Stimme. Meat Loaf stürzte ab: Depressionen und eine Alkoholsucht setzten ihm zu. Seine Manager verklagten ihn, er war pleite und auch die Freundschaft zu Steinman ging in die Brüche. Die folgenden Platten waren wenig erfolgreich.
Doch Meat Loaf rappelte sich auf. Anfang der Neunzigerjahre versöhnte er sich mit Steinman und produzierte mit ihm das zweite "Bat Out of Hell"-Album, das heute für eines der größten Comebacks der Musikgeschichte steht. Die erste Auskopplung "I'd Do Anything for Love (But I Won't Do That)" eroberte die Charts – 16 Jahre nach seinem ersten internationalen Erfolg war er wieder ganz oben.

Quelle: T-online / Rolling Stone

12.01.2022 - Ronnie Spector (The Ronettes)

Ronnie Spector, die Leadsängerin der US-Girlband "The Ronettes" ist tot. Sie starb im Alter von 78 Jahren an einer Krebserkrankung. Das teilte die Familie der Musikerin am Mittwoch in einem Statement mit.  
Die Sängerin, die mit bürgerlichem Namen Veronica Yvette Bennett hieß, sei im Kreise ihrer Familie und in den Armen ihres Mannes gestorben.
Spector wurde in den 1960er-Jahren als Frontfrau des Trios bekannt und sang Lieder wie "Be My Baby" oder "Baby, I Love You". Dabei machte sie Schluss mit dem unschuldigen Auftreten vieler ihrer Pop-Kolleginnen und verkörperte ein eher verruchtes Image.
"Sie war erfüllt von Liebe und Dankbarkeit"
"Ronnie lebte ihr Leben mit einem Augenzwinkern, einer spritzigen Einstellung, einem bösen Sinn für Humor und einem Lächeln auf ihrem Gesicht", hieß es weiter. "Sie war erfüllt von Liebe und Dankbarkeit. Ihr fröhlicher Klang, ihre verspielte Art und ihre magische Präsenz werden in allen, die sie kannten, hörten oder sahen, weiterleben."
Anstelle von Blumen habe Ronnie um Spenden an ein örtliches Frauenhaus oder an den American Indian College Fund gebeten, teilte die Familie weiter mit. Sie kündigte auch eine Feier zu Ehren ihres Leben und ihrer Musik in naher Zukunft an, ein Datum dazu gab es aber bislang nicht. Die Familie bat die Öffentlichkeit darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.

Quelle: T-online/BBC/DPA
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