A - F

A

Alice
Alice wird am 28.09.1954 als Carla Bissi in Forli (Rimini) geboren. Die ein wenig introvertierte Künstlerin sagt über sich selbst: "Ich habe immer gemacht was ich für richtig hielt. Ich erforsche mich, versuche mich zu entdecken, zu entwickeln. Eine Zeitlang sah jeder in mir nur eine attraktive Frau, die am besten mit seichten Songs zu vermarkten ist. Niemand betrachtete mich als ernstzunehmende Sängerin und Komponistin". Ende der 60er tritt Alice - gerade mal 15 Jahre alt - beim Festival in San Remo auf. Bei uns in Deutschland beginnt ihre Karriere 1981 mit dem Titel Per Elisa. Dieser Titel wird ein Jahr später noch getoppt. Una Notte Speciale steht im März 1982 auf Platz 7 in den deutschen Charts. 1992 veröffentlicht sie in ihrer bis dato über 20jährigen Karriere das zwölfte Soloalbum. Die alten Hits will sie inzwischen nicht mehr singen.
 
Lynn Anderson

Lynn Anderson, die ehemalige "California Horse Show Queen" und Tochter der Sängerin Liz Anderson startet ihre Karriere als 17-jährige nach einem Auftritt bei einer Show ihrer Mutter. Ein zufällig anwesender Musikmanager ist vom Aussehen und der Stimme des Teenagers so begeistert, dass er ihr einen Plattenvertrag anbietet - eine weise Entscheidung. Schon 1966 hat Lynn ihren ihren ersten Chart-Erfolg und landet 1971 mit Rose Garden einen Superhit. Insgesamt gelingen ihr 18 Top-10-Hits und acht Mal ist sie höchst platzierte Künstlerin der Country-Charts. Von der amerikanischen Rosenzüchtervereinigung wurde ihr einen neue Teehybride gewidmet und auf den Namen "Lynn Anderson" getauft. Sie stirbt am 30. Juli 2015.


Aneka

Aneka - diesen Namen findet eine gewisse Mary Sandman im Telefonbuch von Edinburgh. Die schottische Sängerin die normalerweise Lieder in gällisch singt, wagt den Ausflug ins Pop-Geschäft und gewinnt. Mit Perücke und Kimono singt Aneka vom Japanese Boy und schafft mit diesem Song den Sprung an die Spitze der UK-Charts. In Deutschland kommt dieser Titel auf Platz drei. Mit Ooh Shooby Doo Doo Lang und Little Lady gelingen der Künstlerin zwei weitere Hits. Es folgen weitere Singles und ein Album mit denen Aneka aber nicht mehr an die ersten drei Erfolge anknüpfen kann. Sie kehrt zu ihren musikalischen Wurzeln zurück und nennt sich wieder Mary Sandman.


Joan Armatrading

Joan Armatrading wird am 09.12.1950 in St. Kitts geboren, zieht aber 1958 mit ihren Eltern von den Westindischen Inseln ins englische Birmingham. Im Alter von 14 Jahren schreibt Joan ihren ersten Song und trifft 1969 auf Pam Nestor, mit der sie eine Songschreiber- und Bühnenkarriere eingeht. 1974 veröffentlichen die beiden ein von Gus Dudgeon produziertes Album mit dem Titel Whatever´s For Us. Pam ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden und beendet die Zusammenarbeit. Joan unterschreibt wenig später einen Solovetrag bei A&M-Records. Love And Affection wird 1976 der erste Top-10-Hit für die Künstlerin. In der Folgezeit veröffentlicht sie mit Me Myself I (1980) oder Drop The Pilot (1983) mit Erfolg weitere Singles. In der Hauptsache sind es aber ihre Langspielplatten die zu Erfolgen werden.


P.P. Arnold
P.P. Arnold wird 1946 als Patrica Ann Cole in Los Angeles, USA geboren. Schon im Alter von vier Jahren beginnt sie zu singen und ist mit dem Trio The Ikettes u.a. die Backing-Group von Ike & Tina Turner. Die drei Sängerinnen touren zunächst durch die USA und kommen 1966 nach GB, wo sie einen Auftritt mit den Rolling Stones absolvieren. Mick Jagger ist so begeistert von P.P. Arnold, dass er ihr einen Plattenvetrag beschafft und sie zusammen mit Rolling-Stones-Manager Andrew Oldham und Mike Hurst produziert. Die erste Single ist die Cat-Stevens-Nummer The First Cut Is The Deepest. Steve Marriott und Ronnie Lane von den Small Faces schreiben für P.P. Arnold - sie ist im Gegenzug im Backingground von Tin Soldier zu hören. Sie tourt mit Größen wie: Jimi Hendrix, The Who, The Kinks, David Bowie und Blind Face. Ihr größter Hit wird 1968 Angel Of The Morning, ein Song der später oft gecovert wird. In den 70ern kehrt die Sängerin in die USA zurück, arbeitet mit Barry Gibb von den Bee Gees zusammen und ist in verschiedenen Musicals zu sehen.

 B

Joan Baez
Geboren am 9. Januar 1941 in Staten Island, New York/USA als Joan Chandos Báez, ist eine US-amerikanische Folk-Sängerin mit mexikanischen Wurzeln, die besonders für ihre starke, klare Sopran-Stimme und ihr politisches Engagement bekannt ist. Sie wird auch als „das Gewissen und die Stimme der 60er“ bezeichnet.
Joan schreibt sich zwar an der Boston University ein, konzentriert sich aber bald nur noch auf ihre Gesangskarriere. Diese beginnt 1959 mit einigen Auftritten im Club 47, einem Folk-Club in Cambridge, der Hochburg des US-amerikanischen Folk-Revivals. Ebenfalls 1959 erreicht sie auf dem renommierten Newport Folk Festival zum ersten Mal ein größeres Publikum.
Ihre erste Solo-LP erscheint 1960 unter dem Titel Joan Baez bei Vanguard Records. Das Nachfolgealbum Joan Baez Vol. 2 (1961) erhält in den USA Goldstatus, genauso wie beide Teile von Joan Baez In Concert von 1962. 1961 geht sie außerdem auf eine USA-Tournee und lernt dabei Bob Dylan kennen, der im Vorprogramm von John Lee Hooker auftritt. Sie beginnt, seine Songs zu interpretieren und stellt ihn ihrem Publikum vor. Auch eine Liebesbeziehung der beiden lässt nicht lange auf sich warten.
In der ersten Hälfte der 60er steht sie mit an der Spitze der Folkbewegung. Bereits zu dieser Zeit beeinflusst ihr Stil Künstlerinnen wie Joni Mitchell, Bonnie Raitt und Judy Collins.
1969 tritt sie auf dem Woodstock-Festival auf. Die zu diesem Zeitpunkt schwangere Sängerin nutzt dieses große Forum, um die Missstände in der Welt anzuprangern.
1971 covert sie The Night They Drove Old Dixie Down von The Band, die damit einen Top-10-Hit in den USA gehabt hatten.
1975/76 folgt mit der Rolling Thunder Revue ihre zweite Tournee mit Bob Dylan. Außerdem spielt sie 1978 in seinem Film Renaldo and Clara mit.
2003 erscheint ihr bisher letztes Album Dark Chords on a Big Guitar, gefolgt von einer US-Tournee 2004 und einer weiteren 2005. Im März und April 2006 tourt sie durch mehrere Städte Deutschlands.

Claudja Barry
Claudja Barry (* 1952) verlässt ihre Heimat Jamaica bereits als kleines Kind und zieht mit ihren Eltern nach Toronto, Kanada und wächst auch dort auf. In den frühen 70ern Jahren zieht die Künstlerin nach Berlin, um in den Musical Hair mitzuspielen. Kurzzeitig gehört sie zur frühen Besetzung von Boney M., um deren Debütsingle Baby Do You Wanna Bump auf der Bühne zu präsentieren. Barry darf nur tanzen und die Lippen zum Playback bewegen. Sie sieht deshalb bei Boney M. keine Zukunft und verlässt die Gruppe bereits nach sechs Monaten. Der Produzent Jürgen S. Korduletsch nimmt Claudja Barry daraufhin als Solistin unter seine Fittiche, auch privat werden die Beiden ein Paar. Ihr größter Erfolg gelingt ihr mit (Boogie Woogie) Dancin' Shoes (1979). Trotz dieses Erfolges gelingt ihr nicht der Durchbruch im Mainstream, ihre Erfolge beschränken sich hauptsächlich auf Disco- und Dance-Hitlisten.
Es folgen kleinere Hits wie Down by the Water (1979), You Make Me Feel the Fire (1980) und Radio Action (1981).
Darüber hinaus lässt sich die Sängerin 1983 erotisch im deutschen Playboy ablichten.


Pat Benatar
Als Pat Benatar 1979 ihre erste Platte veröffentlicht, wird sie von ihrer Plattenfirma als "die neue Rocksängerin" bezeichnet. Die am 10.01.1953 als Patricia Andrzejewski geborene Sängerin gibt als ihre Idole Robert Plant (Led Zeppelin), Roger Daltry (Who) und Paul Rogers (Free) an. Zu ihren Rockrequisiten gehören Lederjacke und Stilettos. Der Grundsatz von Pat: "Jeder Song muss meiner Philosophie entsprechen, sonst kann ich damit nichts anfangen". Für ihr Debütalbum schreiben Chinn/Chapman die Songs. Crimes Of Passion bringt der Sängerin 1980 einen Grammy für das beste Album des Jahres ein. Mit Hit Me With Your Best Shot (1980), Love Is A Batterfield (1983), We Belong (1984) und Invisible (1985) ist Pat Benatar viermal in der Top-10 vertreten. Im dem Film Union City sieht man sie auch als Schauspielerin und 1989 spielt Pat in der ABC-TV-Serie Torn Between Two Fathers eine Hauptrolle. 1990 zieht die Künstlerin Bilanz. Mehr als 30Millionen verkaufte Platten, alle neun LP´s vergoldet und sieben davon mit Platin ausgezeichnet.


Cilla Black
Am Anfang von Cilla Black steht die Geschichte vom Garderobenmädchen zum Star. Sie ist Garderobenmädchen im berühmten Cavern Club in Liverpool, der Stadt aus der die Beatles kommen, dort wird Cilla am 27.05.1943 Pricilla White geboren. Im Juli 1961 soll sie mit dem Jazzer Kenny Ball zusammen auftreten, bekommt jedoch kalte Füße und sagt den Auftritt ab. Brian Epstein der Manager der Beatles erkennt ihr Talent und managt Cilla Black. Ihre erste Aufnahme 1963 mit dem Titel Love On The Loved eine Lennon/McCartney Komposition wird noch nicht der große Hit. Ein Jahr später ist Cilla zum ersten Mal in den Top-10. Im Februar 1964 steht sie mit dem Dione-Wawrick-Titel Anyone Who Had A Heart an der Spitze der UK-Charts, drei Monate später gelingt Cilla Black mit You´re My World das Gleiche ein zweites mal. Bis 1971 ist die Sängerin noch weitere zehn Mal in der Top-10, was zu der Zeit nur wenigen Interpretinnen gelingt.
Cilla Black stirbt am 01. August 2015 in ihrem Ferienhaus in Spanien

C
C.C. Catch
Mit bürgerlichem Namen heisst die Sängerin Caroline Catherine Müller, kommt am 31. Juli 1964 in Oss, Niederlande, zur Welt. 1979 zieht sie mit ihrer Familie nach Bünde in Westfalen, besucht dort die Hauptschule und beginnt eine Lehre als Schneiderin.
Ihr Vater erkennt früh ihr Potenzial als Sängerin. Caroline nimmt an mehreren Talent-Wettbewerben teil und wird kurze Zeit später Mitglied der deutschen Girl Group Optimal. 1985 wird sie bei einem Talentwettbewerb in der Nähe von Hamburg, an dem sie mit ihrer Band teilnimmt, vom deutschen Komponisten und Musikproduzenten Dieter Bohlen entdeckt. Er gibt ihr den Künstlernamen C.C. Catch .
1985 erscheint die Debüt-Single I can lose my heart tonight und die wird zum Erfolg. Beide arbeiten bis 1989 erfolgreich zusammen und trennen sich dann im Streit. So entbrennt anschließend unter anderem ein langer Namensrechtsstreit um den Künstlernamen C. C. Catch, den Dieter Bohlen für sich beansprucht. Letztendlich wird dieser jedoch per Gerichtsbeschluss der Künstlerin und nicht dem Produzenten Dieter Bohlen zugesprochen. Sie zieht vorerst nach England und arbeitet mit verschiedenen Produzenten zusammen. 1998 kommt sie nach Deutschland zurück, bringt die Single Megamix’98 heraus und tritt in der TV-Sendung Top of the Pops auf. 2003 nimmt sie an der ProSieben-Show Comeback teil.

Carola
Carola Maria Häggkwist (*08.09.19966 in Hägersten bei Stockholm), bekannt unter dem Künstlernamen Carola, erlangt in Europa erste Bekanntheit mit dem Popsong Främling (Fremder), mit dem sie 1983 Platz drei beim Eurovision Song Contest belegt. Das Album Främling ist bis heute das bestverkaufte Album aller Zeiten in Schweden.
Carola fängt schon als Kind mit dem Singen an. Sie hat Gesangunterricht genommen und bei vielen Wettbewerben mitgemacht. Im Alter von 11 Jahren gewinnt sie einen Wettbewerb für Kinder, ein Erfolg den Carola mehrere Jahre hintereinander wiederholen kann. Im Anschluss daran werden ihr viele Fernsehauftritte ermöglicht. Zur Zeit des großen Durchbruchs 1983 besucht sie das Musikgymnasium Adlof Fredrik in Stockholm. 1986 veröffentlicht die Sängerin das englischsprachige Album Runaway, das von den Bee Gees produziert wird.
Einen großen Erfolg beschert ihr 1995 eine Rolle im Musical Sound Of Music in dem sie gemeinsam mit Tommy Köberg auftritt. 1999 veröffentlicht die Künstlerin das Weihnachtsalbum Jul i Betlehem, das zum bestverkauften Album des Jahres in Schweden wird und jedes Jahr zu Weihnachten erneut in die Charts einsteigt. Im Jahr 2003 erscheint, zu ihrem zwanzigjährigen Bühnenjubiläum, das Album Guld, platina och passion, das Platz eins der schwedischen Albumcharts erreicht.
2006 vertritt Carola Schweden nochmals beim Eurovision Song Contest mit ihrem Song Invinsible. In der schwedischen Vorausscheidung gewinnt sie mit 437.000 Telefonstimmen, das sind rund 70.000 mehr als der Zweitplatzierte und vertritt ihr Land im Finale in Athen. Sie belegt dort einen hervorragenden fünften Platz.

Tina Charles
Das Markenzeichen von Tina Charles (* 10. März 1954 in London, als Tina Hoskins) ist ihre kraftvolle, hohe Soulstimme.
Tina Charles beginnt ihre Karriere als Teenager Ende der 60er gemeinsam mit Martin Jay. Sie gründen ihre erste Band Northern Lights ohne jedoch größeren Erfolg zu haben. Anfang der 70er versucht sie sich als Solosängerin und erhält einen Plattenvertrag bei CBS. Der Erfolg lässt jedoch weiterhin auf sich warten. 1975 gründet Tina wiederum mit Martin die Band 5000 Volts. Mit I´m On Fire hat die Formation ihren ersten großen Hit. Der temperamentvolle Song erreicht unter anderem Platz 4 in England, Platz 26 in USA und wird Nummer 1 in Deutschland. Kurz vor Antritt einer geplanten Deutschlandtour überwirft sich Tina mit der Plattenfirma und verlässt die Band. Sie wird durch die Sängerin Linda Kelly ersetzt, kehrt aber, nachdem die Rechte mit den Plattenfirmen geklärt sind zur Band zurück (Tina als Solistin und die Gruppe 5000 Volts waren bei zwei verschiedenen Plattenfirmen unter Vertrag, deshalb kam die Single I´m On Fire in Deutschland auch unter Airbus mit dem Zusatz 5000 Volts heraus).
Kurz danach beginnt Tina Charles ihre erfolgreiche Solokarriere. Der aus Bangalore stammende und in England arbeitende Produzent Biddu nimmt sich künstlerisch ihrer an. Biddu, bekannt für seinen melodiösen, weichen und philly-inspirierten Discosound, hat unter anderem Kung Fu Fighting mit Carl Douglas zum Welterfolg gemacht. Zwar erreicht Tinas erste Solosingle You Set My Heart on Fire nur bescheidene Aufmerksamkeit, doch schon mit dem zweiten Titel landet sie einen Millionenseller: 1976 wird I Love To Love zu einer der großen Disco-Hymnen der 70er Jahre. In Deutschland erhält sie 1976 den Goldenen Bravo Otto der Jugendzeitschrift BRAVO. Von den nachfolgenden Singles waren besonders Dance Little Lady Dance und I'll Go Where The Music Takes Me erfolgreich.
Die weiteren Aufnahmen können jedoch nicht mehr an diese Anfangserfolge anknüpfen. Obwohl Tina als eine der besten Stimmen der Disco-Ära bezeichnet wird, ist ihr Ruhm nur von kurzer Dauer.
Im August 2006 taucht sie plötzlich in den US Billboard Dance Charts auf Platz # 5, mit Sanny X featuring Tina Charles und dem Titel Higher auf.
Im Juli 2007 ist sie der Gast bei The Producers im Jazz Cafe Camden, als Zugabe singt sie mit Trevor Horn, Chris Braide, Lol Créme und Ash Loan das Stück Slave To The Rhythm.
Im März 2008 erschien eine neue CD von Tina Charles unter dem eigenem Label ZakAlex Records. Listen 2 The Music ist mit weltbekannten Titeln eingespielt.

Petula Clark
Schon mit sieben Jahren singt die am 15.11.1932 in Ewell, Grafschaft Surrey geborene Petula Sally Olwen Clark, wie sie vollständig heißt, im Kinderchor und bald darauf auch im englischen Rundfunk. In dieser Zeit avanciert sie auch zum Kinderstar und hat bis 1950 bereits in 20 Filmen mitgespielt. In England wird sie zum Weltstar und unternimmt Tourneen in alle Erdteile.
1962 wird Petula Clark auch in Deutschland bekannt und beliebt. Mit ihrem Schlagertitel Monsieur erringt sie den ersten Platz in der Hitparade. Von ihrem Welterfolg Downtown (1964), den sie auch in deutscher Sprache singt, werden über drei Millionen Platten verkauft.
1961 heiratet die Sängerin den französischen Journalisten Claude Wolff und bekommt kurz darauf rasch nacheinander zwei Töchter, ein Sohn folgt 1972. Nachdem sie auch nach Frankreich übergesiedelt, erhält sie 1965 dort sogar eine eigene Fernsehsendung und tritt mehrfach im Pariser Olympia auf. Später wohnt sie einige Zeit in den USA und dreht dort mehrere Filme mit namhaften Schauspielern wie z.B. Peter O’Toole. Sie tritt erfolgreich in den Show-Casinos von Las Vegas und am Broadway in New York auf.
Gelegentlich sieht man sie noch in Fernsehshows. 1998 erhält sie die Auszeichnung Commander of the British Empire. Auf der Liste der 100 Greatest Women of Rock ´n Roll hält Petula Clark Platz 85.



D

Taylor Dayne
Die US-amerikanische Pop- und Dancesängerin Taylor Dayne (* 7. März 1962 in Baldwin, New York als Leslie Wunderman) ist ab Ende der 80er sehr erfolgreich.
Sie beginnt nach der Highschool professionell zu singen und absolviert eine klassische Gesangsausbildung an der Manhattan School of Music. Zunächst ist sie Sängerin der Bands Felony und Next. Später leiht sie sich Geld von ihrem Vater, um das Stück Tell It To My Heart zu produzieren. Dieses bringt ihr nicht nur einen Plattenvertrag bei Arista ein, sondern wird auch einer ihrer größten Hits. Tell It To My Heart landet auf Anhieb in den Top 5 vieler Länder und erreicht in Deutschland Platz 1. Auch mit den Singleauskopplungen aus dem Tell It To My Heart-Album - Prove Your Love und I Will Always Love You kann Taylor Dayne sich in den internationalen Charts platzieren.
1989 veröffentlicht sie ihr zweites Album Can't Fight Fate. Obwohl es hinter den Verkaufserwartungen zurückbleibt, kann sich die Sängerin in den USA mit Love Will Lead You Back ihre einzige dortige Nummer 1 Position in den Billboard Hot 100 sichern. Auch mit den Singles With Every Beat Of My Heart und I'll Be Your Shelter erreicht sie Plätze in den Top 5. Danach wird es zunächst ruhig um Taylor Dayne.
1993 veröffentlicht sie das Album Soul Dancing und kann sich mit Can't Get Enough Of Your Love noch auf Platz 20 der US Charts platzieren. In den folgenden Jahren tritt sie auch als Schauspielerin im US-Fernsehen auf und ist unter anderen auch auf den Soundtracks zu den Filmen Shadow und der Fluch des Khan (1994) und The Lizzie McGuire Movie (2003) vertreten.
1998 kommt das Album Naked Without You heraus, mit dem sie sich nicht mehr in den US-Album-Charts platzieren kann.
Nach fast 10 Jahren Pause erscheint im Februar 2008 von Dayne das Album Satisfied. Produzenten sind unter Anderem Rick Nowels und Don Was.
Taylor Dayne ist aber auch als Komponistin tätig. Ihr von Tina Turner gesungenes Stück Whatever You Want ist auch in den deutschen Charts vertreten. Zudem ist sie bis heute im Dancebereich erfolgreich.

Desireless
Die Sängerin Claudie Fritsch-Mentrop hat unter dem Künstlernamen Desireless 1987 einen Überraschungserfolg. Ihre Aufnahme "Voyage Voyage" schiesst europaweit an dei Spitzen der Charts und verkauft sich fast drei Millionen mal. Weitere Erfolge gelingen der am 25.12.1952 geborenen Künstlerin jedoch nicht mehr.

Daisy Dor
Die am 30.01.1944 in Duisburg geborene Sängerin Daisy Door wählt ihren Künstlernamen in Anlehnung an den Namen der amerikanischen Schauspielerin Doris Day.
Evelyn van Ophuisen so ihr richtiger Name, singt bereits als Kind beim Kölner Rundfunk.
Erste Single-Aufnahmen erfolgen mit ihrer Schwester Liane als Lil & Ev(e); auch eine Solosingle entsteht. Sie ist später Mitglied im Botho-Lucas-Chor.
Als Solosängerin wird sie 1971 durch den von Peter Thomas komponierten und produzierten Song Du lebst in deiner Welt (Highlight Of My Dreams). Das Stück ist der Titelsong der Folge "Als die Blumen Trauer trugen" aus der TV-Serie "Der Kommissar".
Von dem Titel werden innerhalb von drei Monaten mehr als 500.00 Schallplatten verkauft.

Charlie Dore
Charlie Dore wird 1956 in London geboren und wächst auch dort auf. Sie besucht die Schauspielschule und wirkt dann in ein paar Fernsehserien mit.
1977 gründet sie Charlie Dore's Prairie Oyster Band und tingelt damit durch die Pubs von London. So wird eine Platten-Firma auf die junge Sängerin aufmerksam.
Doch bevor es zu einem Vertrag kommt, bricht die Band auseinander und Charlie Dore steht plötzlich alleine da. Deshalb fliegt sie für die Aufnahmen zu ihrem Debütalbum extra nach Nashville, Tennessee. Als Single koppelt sie "Pilot Of The Airwaves" aus, (die Bitte an alle Radio-Discjockeys, doch ihre Lieblingsmusik zu spielen). Nicht zuletzt deshalb läuft dieser Song rund um die Uhr im Radio, verkauft sich aber nicht ganz so gut.
Also versucht Charlie Dore es noch ein zweites Mal, doch die Nachfolgesingle "Fear Of Flying" landet nur noch unter "ferner liefen". Als auch ein zweites Album zum Flop wird, konzentriert sie sich wieder auf die Schauspielerei und ist in einer britischen TV-Comedy-Serie zu sehen. Bis heute ist sie eine gefragte Songschreiberin. Aus ihrer Feder stammen z.B. Sheena Eastons Top Ten-Hit "Strut" (1984), der Nummer Eins-Hit "Ain’t No Doubt" von Jimmy Nail (1992) und auch Tina Turners 2000er-Hit "Twenty Four Seven".


E / F

Sheena Easton
Die britische Sängerin Sheena Easton (* 27. April 1959 in Belshill, Schottland als Sheena Shirley Orr) heiratet 1979 Sandi Easton. Die Ehe hält zwar nur acht Monate, doch sie behält den Nachnamen Easton. Seit 1992 besitzt sie außerdem die US-Staatsbürgerschaft. Sie adoptiert 1994 einen Jungen (Jake) und 1996 ein Mädchen (Skylar). Auch ihre drei folgenden Ehen gehen nach nur wenigen Monaten in die Brüche. Sheena Easton ist als Produzentin von Sammlerpuppen und als Geschäftsfrau überaus erfolgreich und gilt als eine der reichsten Frauen, die aus Schottland stammen.
Die Künstlerin schafft mit der BBC produzierten Sendung The Big Time den Durchbruch in England. Zuvor absolviert sie die Royal Scottish Academy of Music and Drama. 1981 singt sie den gleichnamigen Titelsong zu dem James Bond Film In tödlicher Mission (Originaltitel: For Your Eyes Only). Ihr größter Erfolg ist 1980 die Single Morning Train (9 to 5) - er steht u.a. für zwei Wochen auf Platz 1 der US-Charts. Ihre musikalischen Höhepunkte sind die Alben A Private Heaven (1984) und The Lover In Me (1988), für die jeweils Prince einige Songs komponiert. Außerdem singt sie einige Lieder mit ihm im Duett. Beide komponieren für das 89er Album Be Yourself von Patti Labelle den Titel Love '89. 1981 und 1984 kann Sheena Easton eine Grammy Auszeichnung verbuchen und 2004 wird sie in der Las Vegas Casino Legends Hall Of Fame geehrt. Musikalisch wird es ab dem Jahr 2000 stiller um die Sängerin. 2008 tritt sie erstmalig wieder außerhalb der USA auf.
Als Schauspielerin ist Sheena Easton in Deutschland vor allem durch die Gastrolle in Miami Vice an der Seite von Don Johnson bekannt geworden.

Marianne Faithfull
Die musikalische Karriere von Marianne Faithfull beginnt, als sie den Produzenten Andrew Loog Oldham kennenlernt. Er macht die am 29.12.1946 geborene Marianne mit den Rolling Stones bekannt. Sie nimmt die Jagger/Richards-Nummer As Tears Go By auf und erreicht mit diesem Titel im August 1964 Platz neun in den britischen Charts. 1965 hat die Sängerin drei weitere Singles in den UK-Charts. Ab 1966 ist sie fast vier Jahre mit dem Rolling Stones-Boss Mick Jagger liiert und verlegt sich in diesem Zeitraum mehr auf die Schauspielerei. Alkohol- und Drogenprobleme und ein Selbstmordversuch werfen sie in den 70ern immer wieder zurück. 1980 ist Marianne Faithfull musikalisch wieder zurück. Ihr Titel The Ballad Of Lucy Jordan steht in Deutschland im Februar auf Platz 5. Neben der Musik steht aber ihre Theater- und Filmkarriere im Vordergrund, liefert aber parallel hervorragende Alben ab.

Luisa Fernandez
Luisa Fernandez (* 14. August 1961) ist eine spanisch stämmige und in Bramstedt lebende Popsängerin, die 1977 bei einem Talentwettbewerb in einer Diskothek in Alveslohe (Kreis Segeberg) entdeckt wird. Sie bekommt einen Plattenvertrag und das von John David Parker produzierte Debütalbum Discodarling wird gleich ein Riesenerfolg. Die Single Lay Love on You ist im März 1978 Platz 7 in Deutschland, Platz 5 in Österreich und Platz 15 in der Schweiz. In Belgien erreicht sie sogar Goldstatus. Im selben Jahr nimmt sie auch die deutsche Version Ein Mann wie du auf, die aber in der Version von Tina York etwas erfolgreicher wird. Eine zweite erfolgreiche Single ist Give Love A Second Chance, die auf Platz 11 in Deutschland und Platz 15 in Österreich landet. 1979 erscheint das zweite Album Spanish Dancer. Nach der Abebben der Discowelle hört man eine Weile nur wenig von ihr, bis sie den deutschen Sänger und Produzenten Peter Kent kennenlernt. 1987 nehmen sie die gemeinsame Single Solo por ti auf und landen auf Platz 1 der österreichischen Hitparade. Gerade in Österreich kann das auch zu diesem Zeitpunkt auch privat liierte Paar die größten Erfolge verbuchen. Con Esperanza, Dos horas mas, La luna lila (Purple Moon), Quizás, quizás, quizás und Y tu landen alle in den Top- 20. 1997 beendet sie die Zusammenarbeit mit Peter Kent.

Agnetha Fältskog
Die schwedische Sängerin und Komponistin Agnetha Fältskog (* 5. April 1950 in Jönköping; eigentlich Agneta Åse Fältskog) ist Sängerin und Komponistin. Von 1972 bis 1982 ist sie Mitglied bei einer der erfolgreichsten Popgruppen aller Zeiten: ABBA.
Bereits im Alter von sechs Jahren steht sie das erste Mal, vom Vater organisiert, auf einer Bühne. Sie lernt Klavierspielen und komponiert schon früh eigene Lieder. Im Alter von 15 Jahren verlässt sie die Schule und arbeitet in einem Jonköpinger Autowerk als Telefonistin. Nebenbei tritt sie ab 1966 auch als Sängerin bei einer Band namens „Bernt Enghardt’s Orkestra“ auf, wo sie unter anderem auch ihre eigenen, selbst komponierten Lieder singt.
Der Talentsucher Karl-Gerhard Lundkvist („Little Gerhard“) hört so 1967 ihr Lied Jag var så kär (Ich war so verliebt). Er fördert Agnetha und besorgt ihr den ersten Plattenvertrag. Im Januar 1968 steigt dieser Song in der schwedischen Hitparade zur Nummer 1 auf. Innerhalb Schwedens wird Angnetha Fältskog schnell bekannt und erfolgreich. 1968 nimmt sie mit dem Produzenten Dieter Zimmermann, mit dem sie auch kurzzeitig verlobt ist, in Berlin einige - allerdings weitgehend erfolglose - deutschsprachige Titel auf.
Zurück in Schweden trifft Agnetha 1969 bei der Fernsehaufzeichnung einer schwedischen Musikveranstaltung Björn Ulvaeus, einen in Schweden bereits bekannten Musiker der „Hootenanny Singers“. Ulvaeus und Fältskog heiraten am 6. Juli 1971. Am Ende des selben Jahres steht sie in der schwedischen Fassung von Jesus Christ Superstar als Maria Magdalena auf der Bühne, danach folgt dann die Erfolgsstory und einmalige Karriere von ABBA.

Aretha Franklin
Die amerikanische Soul-Sängerin Aretha Franklin (*25.03.1942 in Memphis, Tennessee, USA) wächst mit ihren vier Geschwistern in der Industriemetropole Detroit, Michigan auf. Schon früh kommt sie durch ihren Vater mit der Musik in Berührung. Sie singt mit ihren beiden Schwestern Carolyn und Erma im Chor der New Bethel Baptist Church ihres Vaters Cecil Franklin, einem bekannten Baptistenprediger in den USA. Im Alter von 18 Jahren entdeckt sie neben dem Gospelgesang auch die Popmusik. Für das Label Columbia-Records spielt Aretha 1960 ihre erste Pop-Single ein. Die Aufnahme bleibt zwar ohne Erfolg, bringt ihr aber eine neue Karriere als Club-Sängerin ein. Mit dem Wechsel zur Plattenfirma Atlantic schafft die Sängerin 1967 mit ihrer ersten Single für das neue Label den Durchbruch. Der Titel I Never Loved A Man (The Way I Love You) verkauft sich über 1 Millonen mal. Mit dem Song Respect wird Aretha Franklin im gleichen Jahr endgültig zu einer der Ikonen der Soul-Music und das Stück wird in ihrer Interpretation zu einer Hymne der afro-amerikanischen Bevölkerung der USA. Bis Ende der 60er entwickelt sie sich zu ungekrönten Königin des Soul.
Wichtige Daten:
- 1956 nimmt sie ihre erste LP auf.
- 1987 wird Aretha Franklin als erste Frau in die Rock and Roll Hall Of Fame aufgenommen.
- 1990 gewinnt die Sängerin den Grammy "Living Legends Award"
- 2005 gründet sie ihr eigenes Plattenlabel "Aretha Records"
Da Aretha Franklin unter extremer Flugangst leidet, tritt sie derzeit ausschließlich in Amerika auf.

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