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The  Casuals
In der zweiten Hälfte 60er Jahre gewinnen die Casuals dreimal in der britischen Talentshow Opportunity Knocks. Dann verlassen Johnny Tebb, Alan Taylor, Howard Newcomb und Robert O´Brien England und gehen nach Italien, wo sie in Mailand zur Attraktion werden. 1968 kehrt die Band nach GB zurück und hat mit Jasemine im August des gleichen Jahres einen Top-10-Hit in GB und im November stehen sie auch in Deutschland unter den ersten Zehn. Danach gelingt der Formation mit dem Titel Toy noch ein Top-30-Erfolg. Ende der 60er sind The Casuals wieder in der Versenkung verschwunden.

Chic

Die Produzenten Neil Rodgers (Gitarre) und Bernard Edwards (Bass) gründen in New York die Discogruppe Chic. Zur Besetzung gehören außerdem Tony Thompson (Drums) und die Sängerinnen Norma Jean Wright, Luci Martin und Alfa Anderson. Zwischen 1977 und 1979 ist diese Formation überaus erfolgreich. Mit dem abebben der Disco-Welle lässt auch der Erfolg der Gruppe Chic nach.

Chicago

Die US-amerikanische Rockband Chicago wird 1967 gegründet.
Chicago ist eine der ersten Bands, die eine Bläsergruppe integriert und damit dem rockigen Basisklang eine jazzige Klangfarbe hinzufügt. Eine weitere Besonderheit der Band liegt in dem Umstand begründet, dass alle Bandmitglieder komponieren und somit individuelle musikalische Vorlieben in den Gesamtklang einfließen können. In den 70ern und 80ern hat Chicago etliche Hits, darunter I’m A Man (1969), 25 Or 6 To 4 (1970), Saturday In The Park (1972), Feelin’ Stronger Every Day (1973), If You Leave Me Now (1976), Hard To Say I’m Sorry (1982), oder You’re The Inspiration (1984).
Nach anfänglichen Erfolgen in Chicago unter dem Namen The Big Thing geht die Gruppe 1968 nach Los Angeles und bringt dort 1969 ihr erstes Album (eine Doppel-LP) unter dem Namen Chicago Transit Authority (kurz CTA) heraus. Die Band tauft sich jedoch bald auf Druck der Verkehrsbetriebe gleichen Namens in Chicago um. Im Lied Someday vom gleichen Album verarbeiten sie die Ereignisse, die zur Anklage der Chicago Seven geführt hatten.
Das zweite Album (ebenfalls eine Doppel-LP) bringt Chicago den Durchbruch. Aus Chicago II werden zwei Top-Ten-Hits ausgekoppelt: „Make Me Smile“ und „Colour My World“. Danach erscheinen im Schnitt zwei Alben pro Jahr, jeweils mit dem Bandnamen und einer römischen Ziffer als Titel: Chicago III, Chicago IV, usw.
In der zweiten Hälfte der 70er bewegt sich die Band weg vom Jazzrock hin zu Balladen. Chicago X (1976) enthält mit If You Leave Me Now den kommerziell erfolgreichsten Hit der Gruppe. Als Single ausgekoppelt ist If You Leave Me Now 1976/77 sechzehn Wochen in der britischen Single-Hitparade. Als 1978 Gitarrist Terry Kath stirbt, bricht die Band fast auseinander. Die römischen Ziffern in den Titeln der Alben werden durch arabische Ziffern ersetzt. Chicago 16 (1982) wird das meistverkaufte Album der Band in Deutschland. Es erhält 1987 Gold. 1985 verlässt Sänger Peter Cetera die Band und ist später als Solokünstler erfolgreich.
In den 90ern geht der Erfolg zurück, jedoch erhält die Band 1992 einen Stern auf dem Walk of Fame.

Chicory Tip

Der britische Sänger Peter Hewson (*1950) in Gillingham, Kent gründet 1968 die Gruppe Chicory Tip. Seine Mitstreiter sind: Barry Mayger (Bass), Brian Sherer (Drums), Dick Foster (Gitarre) und Roy Cloutt (Gitarre/Orgel/Keyboards). Mit der von Georgio Moroder geschriebenen Nummer Son Of My Father sind sie im Januar 1972 Nr. 1 in GB. In Deutschland hat Michael Holm mit der deutschen Version Nachts scheint die Sonne einen Hit. Chicory Tip schaffen noch zwei Top-20-Erfolge, danach hört man nichts mehr von der Gruppe.

Christie

Jeff Christie (*12.07.1946) spielt und singt in diversen britischen Bands, bevor er 1968 den Titel Yellow River schreibt. Als Interpreten hat er an die Tremeloes gedacht, die ebenso ablehnen wie andere bekannte Bands. Im Nachhinein werden sich diese Bands geärgert haben. Wohl um zu beweisen, dass die Nummer ein potentieller Hit ist, gründet er mit Vic Elmes und Michael Blakely die Gruppe Christie und bringt die Nummer selbst heraus, was sich bekanntlich als Volltreffer erweist. Die Aufnahme wird im Mai 1970 nicht nur Nr.1 in GB sondern auch ein weltweiter Hit. Fünf Monate später bringt Christie mit dem neuen Schlagzeuger Paul Fenton (später T. Rex) die Single San Bernadino heraus. Diese Aufnahme ist der zweite und letzte Top-10-Hit der Gruppe. 1972 ist die Zeit dieser Formation vorüber.

City

Die Musikgruppe City wird 1972 von Fritz Puppel (Gitarre), Klaus Selmke (Schlagzeug), Ingo Doering (Bass), Klaus Witte (Keyboards), Frank Pfeiffer (Gesang) und Andreas Pieper (Flöte) in Ost-Berlin (DDR) als City Band Berlin gegründet. Später benennt man sich zunächst in City Rock Band und schließlich kurz in City um.
Der größte Erfolg der Formation ist das Stück Am Fenster, das bis heute weltweit mehr als 10 Millionen mal verkauft wird. Es handelt sich damit um den größten Erfolg eines DDR-Songs im Westen Deutschlands. Noch heute taucht er dort in den meisten Klassiker-Playlisten auf und gilt als Tanzflächenfüller. Nach großem Streit verlässt Georgi Gogow Ende der 70er die Band und gründet NO55 (eine alte Postleitzahl in Berlin) die in etwas anderer Besetzung dann ENNO heißt. Zur Wende gibt es das Reunion mit Gogow.
Heute gehören City neben den Gründungsmitgliedern Puppel und Selmke folgende Musiker an: Georgi Gogow (seit 1974, Geige und Bass), Toni Krahl (seit 1975, Gesang) und Manfred Hennig (seit 1982, Keyboards).

Clout

1977 wird die südafrikanische Popgruppe Clout gegründet. Die Formation besteht am Anfang ausschließlich aus weiblichen Mitgliedern. Die Besetzung: Cindy Alter, Jenni Garson, Ingrid Herbst, Glenda Millar (damals noch Hyam) und Lee Tomlinson. Mit dem Titel „Substitute“ haben sie 1978 ihren ersten Riesenerfolg. Der Titel ist in den meisten europäischen Ländern ein Top-10-Erfolg und landet in Deutschland sogar auf Platz eins. Auch in Neuseeland, Australien, Frankreich, Belgien, Niederlande und in Südafrika ist die Aufnahme an der Spitze der Charts. 1979 hat die Band noch einen Nachfolge-Hit mit Save Me. Auf dieser Aufnahme ist Glenda Hyam nicht mehr dabei, dafür sind mit Bones Bretell und Sandy Robbie zwei männliche Mitglieder zu hören und zu sehen. 1981 löst die Band sich auf.

Congegration

Congegration ist ein einmaliges Studioprojekt der Komponisten Roger Cook und Peter Greenway sowie des Produzenten John Burgess. Von einem gemischten neunzigköpfigen Chor begleitet, singt der erfahrene Sänger Brian Keith die eingängige Melodie Softly Whispering I Love You. Die Greenway-Cook-Nummer ist 1971 in GB und Deutschland in den Top-10. Da die Formation für Live-Auftritte oder Tourneen viel zu groß ist, gibt es keine weiteren Hits von Congegration. Der Song ist heute noch aktuell.

Cream

Das britische Rocktrio Cream wird 1966 von dem Musikproduzenten und RSO-Labelbesitzer Robert Stingwood, bei dem später auch die Bee Gees unter Vertrag sind, zusammengestellt. Die Band besteht aus den Ausnahmemusikern Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker. Sie spielen vorwiegend auf Blues basierende Stücke, die vor allem von Jack Bruce und Pete Brown geschrieben werden. Stingwood vermarktet das Trio als Supergruppe. Damit ist Cream der Vorläufer für andere Projekte die darauf basieren, dass man aus bestehenden Gruppen die Protagonisten herausnimmt und zu einer neuen Band zusammenstellt. Bei Cream klappt die Sache, in anderen Fällen geht es meist schief. Die Band bringt in schneller Folge drei Alben und etliche Singles auf den Markt, die in GB nicht erfolgreich sind, dafür aber in den USA. Dort stehen die Titel Sunshine Of Your Love im Januar 1968 auf Platz fünf und White Room im Oktober des gleichen Jahres auf Platz sechs. 1969 erscheint die LP Goodbye und damit ist das Kapitel abgeschlossen. 1993 wird Cream in die Rock´n Roll Hall Of Fame aufgenommen.

The Creation

Die Wurzeln der Creation gehen zurück bis in das Jahr 1963. Im Januar 1964 unterschreibt die Band einen Plattenvertrag allerdings noch unter dem Namen Mark Four veröffentlichen vier Singles, allesamt Cover-Versionen amerikanischer Hits. Die ersten Wechsel beginnen bei der Band. John Dalton geht zu den Kinks und Mick Thompson hört ganz auf. Die Gruppe besteht nun aus dem Sänger Kenneth Pickett, Edwin Phillips (Gitarre), Jack Jones (Drums) und Robert Garner (Bass). Die Formation nennt sich nun The Creation und spielt nur noch eigenes Material. Ende 1966 erscheint der Titel Painter Man in GB in der Top-40 und Deutschland Platz 8. Eine ausgefallenen Idee ist, das Edwin Phillips seine Gitarre mit dem Geigenbogen bearbeitet und damit das für die damalige Zeit ungewöhnliche Gitarren-Geräusch sorgt. Die Nachfolgesingle Tom Tom kommt zumindest in Deutschland auf Platz 14. Obwohl die Band hervorragende weitere Titel hat, gelingt ihnen kein weiterer Erfolg. 1968 dann das Aus für The Creation. Die Mitglieder der Band beschäftigen sich mit vielen verschiedenen Projekten.
Sänger Kenny Pickett zieht sich von der Bühne zurück, arbeitet als Tourmanager und Fahrer und schreibt Songs für andere Interpreten. Erst ab 1979 bringt er weitere Singles heraus, allerdings unter dem Namen Kennedy Express. Mit seinen Kompositionen sind zunächst Clive Dunn mit Granded und Blue Mink mit Our World recht erfolgreich. Mit der Disco-Version von Painter Man, gecovert von Boney M., gelingt dem Autorenteam Pickett/Philips ein unerwartet großer Erfolg.
Eddie Phillips arbeitet weiter als Songschreiber Er veröffentlicht mehrere Singles und eine CD.
Bob Garner ist in den 70ern unter dem Namen Bobby Grand als Alleinunterhalter unterwegs.
Jack Jones nimmt einen bürgerlichen Beruf an, Kim Gardner gründet
mit Tony Ashton und Roy Dyke das Trio Ashton, Gardner & Dyke. Nach deren Ende (1973) schließt er sich Bagder an.
Ron Wood geht zunächst zu den Faces und gehört seit 1975 den Rolling Stones an und John Dalton ist von 1969 bis 1976 Mitglied der Kinks.
1997, die Band hat gerade neue Aufnahmen gemacht und will wieder auf Tournee gehen, stirbt Kenneth Pickett im März 1997 an Herzversagen.

Creedence Clearwater Revival

Die Kalifornier John Fogerty (Vocal, Guitar), Tom Fogerty (Vocal, Guitar), Stu Cook (Bass, Keyboards) und Doug Clifford (Drums) treten in San Francisco und Umgebung als Golliwogs auf. Ab Mitte 1967 stellt sich dann auch der Erfolg ein, denn San Francisco war ähnlich wie Liverpool in England, zum Musikmekka in den Staaten geworden. Sie ändern ihren Namen in Creedence (Name eines alten Freundes) Cleerwater Revival (nach einer Bierwerbung) und bringen ihre im Juni 1968 erscheinende LP Creedence Clearwater Revival auf Platz elf in den USA. Im Januar 1969 ist Proud Mary der erste Top-10-Erfolg (Nr. 2 in den USA, Nr. 4 in Deutschland und Nr. 8 in GB). Es folgen bis 1971 neun weitere Top-10-Hits. CCR entwickelt sich in der kurzen Zeit zu der erfolgreichsten Single-Band ihrer Zeit.

Cupids Inspiration

Terry Rice-Milton, Wyndham George, Laughton James, Roger Gray und Garfield Tonkin gründen in der zweiten Hälfte der 60er Cupids Inspiration. Die Gruppe ist mit Yesterday Has Gone, eine Coverversion des Titels von Little Anthony & The Imperials im Juni 1968 auf Platz vier in GB. Trotz aller Bemühungen will kein weiterer Hit mehr gelingen. So löst man sich Ende 1968 auf um sich kurze Zeit später mit neuen Musikern zu reformieren, was aber auch nicht von Erfolg gekrönt ist.


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The Dave Clark Five
The Dave Clark Five gelten als eine der ersten britischen Bands, die ohne aus Liverpool oder vom Mersey zu stammen, den Weg an die Spitze geschafft haben. Die Band besteht aus Mike Smith, v (*12.12.1943 in London +28.02.2008), Lenny Davidson, g (*30.05.1944 in Enfield, Middleessex), Dennis Payton, sax (*08.08.1943 in London), Rick Huxly, b (*05.08.1942 in Dartfort, Kent) und Dave Clark, d (*15.12.1942 in London). Dave ist zwar der Leader der Band aus Tottenham, einem Stadteil aus dem Norden Londons, Sänger ist jedoch Mike Smith, mit dem Dave Clark die meisten Songs der Band schreibt. Zwischen 1963 und 1970 hat die Dave Clark Five acht Top-10-Hits in GB und den USA. Am 03.09.1970 gibt Dave Clark die Auflösung der Gruppe bekannt. Heute ist er Mentor von Musicals und als Händler von Rock-Videos erfolgreich. Bis heute hält sich das Gerücht, er habe die Dave Clark Five nur gegründet, um für seinen Lieblingsverein Tottenham Hotspors, Geld zu sammeln.

Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich

Die Band kommt 1961 zusammen und spielt 1963 für 2 Monate im Top-Ten in Hamburg auf, wo sie sich wie so viele Gruppen aus England Spielpraxis holen. Sie nennen sich zu jener Zeit noch Dave Dee & The Bostons. Dave Dee, mit bürgerlichem Namen David Harman, ist vorher angehender Polizist. Er gehört zu denjenigen die zu einem Autounfall auf der A 4 gerufen werden, bei dem Eddie Cochran stirbt und Gene Vincent schwer verletzt wird. 1964 ist die Gruppe im Vorprogramm der Honeycombs, beeindrucken die Songschreiber Ken Howard & Alan Blakely und unterschreiben einen Vertrag bei ihnen. Sie benennen sich in Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich um und bringen ihre erste Single No Time heraus, die aber ebenso floppt wie die Nachfolgesingle All I Want. Erst der dritte Tiel You Make It Move kommt in die UK-Charts. Im März 1966 der erste Top-10-Hit für Dave Dee & Co. Hold Tight wird Nr.4 in GB und Deutschland. Bis 1968 hat die Band insgesamt 10 Top-10-Notierungen, von denen Bend It (1966) und The Legend Of Xanadu (1968) zu Nr.1-Hits werden. Mit ihren bunten Klamotten und ihrer tollen Bühnenshow sind die sympathischen Briten immer ein Highlight auf Live-Events, auf denen sie recht rockig sind. 1969 verlässt Dave Dee die Band, aber seit den 80ern treten Dozy, Beaky, Mick & Tich mal mit mal ohne Dave Dee auf. Dave Dee stirbt am 09.01.2009 im Alter von 67 Jahren nach einem langjährigen Krebsleiden.

Dawn

Der amerikanische Sänger Tony Orlando (* 3. April 1944 in New York City), feiert in den 70er Jahren insbesondere in dem Trio Dawn weltweite Erfolge.
1960 studiert Orlando an der Hochschule für Flugwesen in Queens. Dort werden eher zufällig seine gesanglichen Qualitäten entdeckt. Er bekommt einen Plattenvertrag und veröffentlicht 1961 die erste Single „Halfway To Paradise“, die Platz 39 der US-Charts erreicht. Die nächste Single „Bless You“ erreicht Platz 15 und kommt in Großbritannien sogar auf Position fünf.
1970 nimmt er mit den beiden Sängerinnen Thelma Hopkins und Joyce Vincent ein Demoband unter dem Namen Dawn auf. Heraus kommt Candida – die Aufnahme ein Millionenerfolg. Unter wechselnden Bandnamen folgen vier weitere Millionseller, bis sich die Formation Ende der 70er auflöst.

Deep Purple

Die englische Rockband Deep Purple wird im April 1968 gegründet. Der Sound wird vom Klang der Hammond-Orgel, den markanten Gitarrenriffs sowie einer soliden Rhythmusarbeit bestimmt und macht die Band zu den ersten und einflussreichsten Vertretern des Hard-Rock. Zu ihren bekanntesten Songs zählen Smoke on the Water, Black Night, Woman from Tokyo, Child in Time, Highway Star und Hush. Insgesamt verkauft Deep Purple weltweit über 120 Millionen Alben.
Die Bandgeschichte ist von häufigem Personalwechsel geprägt, so dass sie in den aktiven Jahren zumeist nur wenige Jahre aus den selben Mitgliedern besteht.
Deep Purple entsteht, nachdem die Londoner Geschäftsleute Tony Edwards und John Coletta 1967 beschliessen, in eine Rockband zu investieren, und Jon Lord mit der Gründung einer Rock-Gruppe beauftragen. Aus der Band Roundabout, welche sich damals aus Ritchie Blackmore, Jon Lord von den Flowerpot Men, Chris Curtis (Gesang, ex-Searchers-Schlagzeuger), Dave Curtiss (Bass) und Bobby Woodman (Schlagzeug) zusammensetzt, bildet sich im April 1968, nach dem Ausscheiden von Curtis, Woodman und Curtiss, Deep Purple. Die Besetzung wird durch Rod Evans (Gesang), Ian Paice (Schlagzeug) sowie Nick Simper (Bass) vervollständigt.
Auf den neuen Namen Deep Purple kommt die Band nach einer kurzen Tour durch Skandinavien. Der Name lässt sich zwar aus dem Englischen als „tiefes Purpur“ übersetzen und gilt dort als Slangbegriff für LSD, tatsächlich bezieht sich der Name jedoch auf den Song When the Deep Purple Falls von Peter deRose.

Letzte Besetzung:
Ian Gillian von: 1969-1973, 1984-1989 und seit 1992
Steve Morse seit: 1994
Roger Glover von: 1969-1973 und seit 1984
Don Airey seit: 2002
Ian Paice seit: Gründung

wichtige ehemalige Mitglieder:
Jon Lord von: 1968-2002
Ritchie Blackmore von: 1968-1975 und 1984-1993
David Coverdale von: 1973-1976
Glen Hughes von 1973-1976
Tom Bolin von: 1975-1976
Joe Lynn Turner von: 1989-1992
Joe Satriana von: von 1993-1994

Dire Straits

Im Juli 1977 nehmen Mark Knopfler, sein Bruder David, John Illsey und Pick Withers für 120 Pfund ein Demoband mit fünf Titeln auf. Eine Kopie bekommt auch der britische BBC-DJ Charlie Gillet, der die Songs in seiner wöchentlichen Sendung Honky Tonk spielt. Ein Mitarbeiter einer Plattenfirma hört die Sendung und ist von dem Material so begeistert, dass er die Band unter Vertrag nimmt. Im Januar 1978, noch bevor die erste Platte erscheint, spielen die Dire Straits im Vorprogramm der Talking Heads, auf deren GB-Tournee. Ex-Spencer-Davis-Group-Bassist Muff Winwood produziert die erste LP für die Gruppe. Der Titel Sultans Of Swing, eine Single-Auskoppelung aus dieser LP, ist 1979 in GB und den USA in den Top-10. Im Juli 1980 verlässt David Knopfler die Band und wird durch Hal Lindes und Alan Clark ersetzt. Von 1981 bis 1985 gelingen den Dire Straits noch vier weitere Top-10-Notierungen. Noch erfolgreicher ist die Gruppe mit ihren LP-Veröffentlichungen. Brothers In Arms wird bis Ende der 80er allein in Amerika sechsmal mit Platin bedacht. Neben den Dire Straits hat Mark Knopfler noch andere Projekte.

The Drifters

The Drifters ist der Name einiger schwarzer Vokal-Rockgruppen, die besetzungsmässig nichts miteinander zu tun haben.
Die erste Formation wird 1953 von dem Tenor Clyde McPhatter ins Leben gerufen.
1957 führt eine Zusammenarbeit mit den bekannten Komponisten und Produzenten Jerry Leiber und Mike Stoller zu einigen kleineren Hits von denen Drip Drop 1958 die erfolgreichste Aufnahme ist.
Zwischen der Besetzung von 1953 und der letzten von 1958 gibt es bis auf den Gruppennamen keine personelle Übereinstimmung mehr.
1959 - Die zweite Formation besteht aus Elsbeary Hobbs, Charlie Thomas und Doc Green. Kurze Zeit später muss Hobbs den Wehrdienst antreten. Neuer Leadsänger wird Ben E. King. Es folgen Hits wie: „There Goes My Baby“ oder „Dance with Me“.
1960 wird Save the Last Dance for Me, ein Pomus/Shuman-Song, der größte Drifters-Hit überhaupt.
Bis 1965 folgen weitere Hits, dann lässt der Erfolg nach.
Bereits 1961 startet Ben E. King eine recht erfolgreiche Solo-Karriere, man findet Ersatz in Rudy Lewis.
Die Drifters bleiben weiterhin bestehen, wechseln aber ständig ihre Besetzung.
1974 hat die Gruppe mit „Kissin’ in the Back Row of the Movies“ noch einmal einen Top-10-Hit.
1988 erfolgt die Aufnahme der Drifters in die Rock and Roll Hall of Fame. Dabei führt die Vielzahl der Bandmitglieder ein wenig zu Verwirrung; innerhalb des 35-jährigen Bandbestehens gehören 57 Sänger der Gruppe an! Als weiteres Problem kommt hinzu, dass es mittlerweile diverse Formationen der Gruppe mit ehemaligen Mitgliedern gibt, die alle damit werben, die „Original-Drifters“ zu sein.

Cliff Richard & The Drifters
Cliff Richards langjährige Begleitband, The Shadows, heißt auf den ersten Veröffentlichungen 1958/1959 The Drifters. Auf Druck der gleichnamigen US-Formation benennen sie sich um.

Dr. Hook & The Medicine Show
- später nur Dr. Hook
Die Pop-Country-Rock-Band Dr. Hook & The Medicine Show, wird 1968 in Union City (New Jersey) gegründet.
Der feste Bestandteil der Originalbesetzung sind Ray Sawyer und Dennis Locorriere. Bill Francis, John David und George Cummings ebenfalls Teil der Band, sind allerdings keine permanenten Bandmitglieder, sondern treten nur bei einzelnen Liedern und Konzerten auf.
Weitere Bandmitglieder in den späteren Jahren sind zusätzlich noch Jance Garfat, Rik Elswit, und Jay David. Sawyer ist sehr auffällig durch seinen Cowboyhut und seine Augenklappe, die er seit einem Autounfall im Jahre 1967 trägt. Beides wird zu seinem Markenzeichen. Der ursprünglich geplante Name der Band war deshalb auch Captain Hook & The Medicine Show.
Wichtig für den Erfolg der Band ist der legendäre Singer-Songwriter Shel Silverstein, der rund 60 Lieder für seine Hausband Dr. Hook schreibt. Darunter: Cover of the Rollin’ Stone, Freakin’ at the Freakers’ Ball, The Ballad of Lucy Jordan und Sylvia’s Mother. Seine eigentlich öffentlichkeitsscheue Art lässt ihn aber im Bekanntheitsgrad hinter den anderen zurück.
1983 tritt Ray Sawyer aus der Band aus, die sich zwei Jahre später dann auch auflöst. Heute tritt Sawyer wieder in den USA und Skandinavien als Dr. Hook featuring Ray Sawyer auf.

Julie Driscoll & Brian Auger And The Trinity

Die Karriere der Sängerin Julie Driscoll beginnt schon in den frühen 60ern. Zu diesem Zeitpunkt leitet die am 08.06.1947 in London geborene Künstlerin den Fanclub der Yardbirds und wird von Giorgio Gomelski, dem Manager der Band, entdeckt. 1965 erscheinen die ersten Singles als Solo-Interpretin, nebenher singt Julie Driscoll in der Formation Steampackett, in der auch Long John Baldry, Rod Stewart und Brian Auger mitmischen. Als Steampackett auseinanderfallen, gründen Julie und Brian die Formation Julie Driscol, Brian Auger & The Trinity. Im April 1968 stehen sie mit der Bob-Dylan-Komposition This Wheels On Fire auf Platz fünf in den UK-Charts. In der Folgezeit macht die Band mehr mit sehr guten LP´s auf sich aufmerksam. Nach Auflösung der Gruppe macht Julie Driscoll Solo-LP´s, bei denen auch ihr späterer Ehemann Keith Tippett als Studiomusiker mitwirkt. Nebenher singt sie auch noch mit dem experimentellen Gesangsquartett Voice.

Duran Duran

Duran Duran formiert sich 1978 mit Nick Rhodes, John Tayloer, Simon Colley und Stephen Duffy. Den Band-Namen entlehnen sie einer Figur aus dem Science-Fiction-Film Barbarella. 1979 die ersten Wechsel in der Band. Colley und Duffy verlassen die Gruppe und werden durch Andy Wickett und Roger Taylor ersetzt. Mit Andy Taylor kommt 1979 der endgültige Solo-Gitarrist und 1980 folgt Simon Le Bon als Sänger. Duran Duran schafft mit Le Bon nun auch den endgültigen musikalischen Durchbruch. Girls On Film ist 1981 der erste Top-10-Erfolg für die Gruppe. Es folgen bis 1993 vierzehn weitere Top-10-Notierungen. Kurios vielleicht, dass alle drei Taylors nicht mit einander verwandt sind. 1986 verlassen Roger und Andy Taylor die Band. 1988 - Duran Duran bestehen zu diesem Zeitpunkt nur noch aus Le Bon, Rhodes und John Taylor - kommen mit Warren Cuccurullo und Sterling Campbell zwei neue Mitglieder in die Band. Anfang 1995 erscheint das Album Thank You, auf dem sich gut gemachte Cover-Versionen von Bob Dylan, Elvis Costello, Doors, Led Zeppelin und den Temptations befinden. Als Gäste wirken Grand Master Flash, Mark Volman und Howard Kaylan (Turtles) oder Lee Oscar mit.


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Earth & Fire
Die niederländische Pop-Gruppe Earth & Fire wird 1970 in Den Haag gegründet.
Tragende Kräfte der Band sind Jerney Kaagman (Gesang) und die Zwillingsbrüder Gerard (Keyboards) und Chris Koerts (Gitarre). Die anderen Bandmitglieder wechseln im Lauf der Zeit.
Earth & Fire werden in ihrer Heimat 1970 mit der Single Seasons bekannt, die vom Sänger und Gitarristen George Kooymans (Golden Earring) geschrieben wird. Im gleichen Jahr landet die Band mit Ruby Is The One und Wild And Exciting weitere Hits in den Niederlanden.
Die erste LP Earth & Fire erscheint in den Niederlanden wie ein Streichholzheft aufgebaut, im sogenannten „Matchboxcover“. Und während das Album in Deutschland nur in einfacher Bildhülle angeboten wird, ist die wohl interessanteste und seltenste Pressung die vom damals noch unbekannten Künstler Roger Dean gestaltete, und nur auf dem kleinen Nepentha Label erschienene, britische Variante. Es zeigt das Wurzelwerk eines großen Baumes durch das an einigen ausgefalzten Stellen die mit dem glühenden Erdinneren bedruckte Innenhülle durchscheint. Zieht man die Innenhülle heraus, wird eine Frau sichtbar, die sich auf einem glühenden Strand räkelt.
Ab 1971 entwickeln Earth & Fire ihren musikalischen Stil zunehmend in Richtung symphonischen Rock. 1972 erreicht die Band mit Memories erstmals Platz 1 der niederländischen Hitparade; in Deutschland haben sie mit diesem Titel ihre erste Chartplatzierung, verfehlen aber knapp die Top 30. Ihren einzigen internationalen Hit hat die Band 1979 mit der Single Weekend (unter anderem auch gecovert von Kid Q.), mit der sie ab Mai 1980 auch vier Wochen an der Spitze der deutschen Charts stehen.

Edison Lighthouse

Ende der 60er - Anfang der 70er ist es in England und den USA nicht unüblich, das Stücke mit Studiomusikern aufgenommen werden und wenn sie sich dann zu Hits entwickeln, danach eine Gruppe zusammengestellt wird. In den USA ist Ron Dante bei vielen Projekten der Leadsänger (z.B. bei den Archies), in GB ist es Tony Burrows. Er ist Frontmann bei: The Krestels, Ivy League, Flowerpot Men, White Plains, Brotherhood Of Man, Pipkins und First Class - und eben bei Edison Lighthouse. Die anderen Mitglieder: Stuart Edwards (g), David Taylor (g), Ray Dorey (b) und George Waymen (d). Mit Love Grows (Where My Rosmary Goes) hat die Gruppe 1970 einen Nr.1-Hit. Der Song wird einer der vielen One-Hit-Wonder. Eine kuriose Geschichte am Rande - am 26.01.1970 dürfte für Tony Burrows wohl in die Musikgeschichte eingegangen sein. In der über Jahrzehnte populären und erfolgreichen Sendung Top Of The Pops treten Brotherhood Of Man mit United We Stand, die White Plains mit My Baby Loves Lovin´ und Edison Lighthouse mit Love Grows auf. Leadsänger - immer Tony Burrowsund jedes Mal in anderm Outfit. Die Zuschauer werden wohl an ihrem Sehnerv gezweifelt haben.

The Equals

Am Anfang der musikalischen Karriere der Equals steht eine Mischung aus Ska und Pop, vermischt mit einer Fröhlichkeit, die auch auf der Bühne zu spüren ist.
Eddy Grant aus Guayana, die Zwillinge Derv und Lincoln Gordon aus Jamaica, sowie Patrick Lloyd und John Hall aus London gründen die Band Mitte der 60er. Den ersten großen Erfolg hat die Gruppe in Deutschland. Beat-Club-Regisseur Mike Leckebusch holt die Band in die erfolgreiche Musiksendung von Radio Bremen. Mit I Want Be There haben die Equals ihren ersten Hitparaden-Erfolg in Deutschland. Einen Monat später kommt der größte Erfolg der Band in die deutschen Charts. Mit Baby Come Back landet die Gruppe auf Platz elf. Ein knappes Jahr später ist der Titel in GB auf Position eins. Kurios, der Titel ist eigentlich die B-Seite von Hold Me Closer. Bis 1970 hat die Formation noch sechs weitere Top-10-Notierungen. 1972 verlässt Eddy Grant, der musikalische Kopf der Gruppe, aus gesundheitlichen Gründen die Equals. Nach einem Unfall ist er nicht mehr in der Lage lange Tourneen und Bühnenauftritte zu absolvieren. Er gründet seine eigene Produktions- und Plattenfirma und hat einige Erfolge als Solo-Interpret. Mit dem Sänger Derv Gordon und dem Bassisten Patrick Lloyd sind noch zwei Originalmitglieder in der aktuellen Besetzung.



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