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Adam Faith
1956 ist Adam Faith Mitbegründer einer Skifflegroup. Geboren wird er am 23.06.1940 in Acton, London als Terence Nelhams. Adam kopiert – wie viele Sänger in dieser Zeit – Elvis Presly. Seine ersten Platten floppen.
Im November 1959 klappt es schließlich - mit What Do You Whant? steht er auf Platz eins in den UK-Charts. Bis 1966 folgen zehn weitere Top-10-Hits. Danach zieht sich Adam Faith aus dem Musikgeschäft zurück und widmet sich der Schauspielerei und dem Theater, was er seit 1960 schon neben der Musik macht. 1972 wird er Manager von Leo Sayer, produziert 1973 die erste Solo-LP von Roger Daltry. 1974 dreht Adam mit David Essex den Film Stardust und geht danach zum Theater zurück. Seit 1991 ist Faith auch als Finanzberater bekannt, hat eine eigene Firma und sitzt in einem Aufsichtsrat. Am 08.03.2003 stirbt Adam Faith nach einem Herzanfall, zurückzuführen auf seine hohe berufliche Belastung.

Georgie Fame
Der britische Sänger und Pianist Georgie Fame gilt als einer der besten R&B-Interpreten in England. Geboren wird er am 26.06.1943 in Lancashire als Clive Powell. 1961 steigt er in Billy Furys Begleitgruppe Blue Flames ein. 1962 expandieren die Blue Flames, inzwischen ohne Billy Fury, von vier auf sieben Mitglieder. Unter Gerogie Fame & The Blue Flames kommt im Dezember 1964 die Single Yeh Yeh auf Platz eins in GB. Nächster Top-10 Erfolg ist 1966 Get Away, wieder ein Nr.1-Hit. Der Titel-Song aus dem gleichnamigen Film The Ballad Of Bonnie And Clyde wird 1967 seine nächste und letzte Nr.1-Aufnahme, jetzt ohne die Blue Flames. Einen letzten Hit hat Georgie Fame im Duett mit Alan Price. Der Titel Rosetta erreicht 1971 Platz 11 der britischen Charts.

Fancy
In den 80ern schwimmt der deutsche Musiker und Sänger Fancy mit Erfolg auf der Disco-Welle. Geboren wird er am 07.07.1946 in München als Manfred Alois Segieth.
Nach zwei Jahren Kloster-Internat kommt Fancy mit 14 auf das humanistische Gymnasium in München. Zu diesem Zeitpunkt entscheidet er sich gegen ein späteres Klosterleben und konzentriert sich auf die Musik. Während seiner Zeit auf dem Gymnasium und auch danach wirkt er in diversen Bands mit; als Gitarrist, Bassist, aber hauptsächlich als Sänger. Ganz ohne Probleme verlaufen seine ersten Gehversuche im Musikgeschäft allerdings nicht. Seine Eltern, die streng katholisch sind, können Fancys Begeisterung für die Musik überhaupt nicht teilen. Mit verschiedenen Bands tourt er dann durch die Tanzlokale. Bei Frank Farian absolviert Fancy dann eine Art Lehrzeit als Produzent und arbeitet für verschiedene Münchener Musikfirmen als Produzent, Arrangeur und Komponist.
Unter dem Künstlernamen Tess Teiges singt er dann auch deutsche Schlager, allerdings recht erfolglos.
1984 bringt er dann seine erste englischsprachige Single Slice Me Nice auf den deutschen Musikmarkt. Dieser Titel wird auf Anhieb ein großer Erfolg.
Im Ausland ist Fancy ebenfalls sehr erfolgreich, in Spanien ist er mit dem Titel Bolero sechs Monate an der Spitze der Charts. Seine größten Hits neben Slice Me Nice und Chinese Eyes in Deutschland hat er unter anderem 1986 mit Lady Of Ice und 1988 mit Flames Of Love.
Gegen Ende der 80er Jahre wird es ruhiger um Fancy und Anfang der 90er verschwindet er zunehmend vom Markt.
1998, im Sog des Modern Talking Revivals, ist er jedoch plötzlich wieder gefragt und so gibt es wieder zahlreiche Auftritte.
Mittlerweile ist Fancy auch als Buchautor tätig.

Don Fardon
Der Sänger Don Fardon aus dem britischen Coventry beginnt seine Karriere in der Band The Sorrows, die zwischen 1965 und 1967 einige Aufnahmen in den Charts platzieren kann. 1967 erreicht Fardon, der mit bürgerlichem Namen Donald Maughn heißt, mit dem Box-Tops-Hit The Letter die Top-40 in GB. Ein Jahr später ist er mit Indian Reservation in den US-Charts. Es vergehen zwei Jahre bis Don Fardon mit Belfast Boy ein weiteres Mal in den Charts auftaucht. Im gleichen Jahr kommt Indian Reservation mit zwei Jahren Verspätung in GB und Deutschland in die Charts.

Chris Farlowe
Chris Farlowe wird am 13.10.1940 in London als Henry Deighton geboren. Seinen Künstlernamen leitet er vom Jazzgitarristen Tal Farlowe ab. 1962 veröffentlicht Chris seine erste Single Travel. Von 1963-1965 erscheinen fünf weitere Singles, jedoch ohne großen Erfolg. Im Februar 1966 erreicht Chris Farlowe mit der Jagger/Richard-Komposition Think Platz 37 in GB. Mitte 1966 ist der Sänger mit Out Of Time ebenfalls von Jagger/Richard geschrieben, Nr.1 in GB. 1968 zieht sich Chris zunächst aus dem Musikgeschäft zurück, taucht 1971 mit der Formation Atomic Rooster wieder auf. Danach hilft er einer ganzen Reihe von bekannten englischen Musikern bei ihren Produktionen und taucht noch sporadisch mal als Solist, mal mit Band auf.

Andy Fisher
Andy Fisher, eigentlich Johann Ernst Fischer, geboren am 03.05.1930 in Wien, ist gerade mal sechs Jahre alt als sein Vater stirbt. Als der Krieg beginnt schickt ihn seine Mutter nach England. Mit 17 Jahren kehrt der Künstler nach Wien zurück, beendet die Schule und verschreibt sich ganz der Musik. Der Texter und Komponist Heinz Gietz den er 1954 in Frankfurt kennen lernt, macht ihn mit dem Orchesterchef Kurt Edelhagen bekannt. Wenig später wird Andy Fisher Bassist in seiner Big Band. Die Zusammenarbeit mit dem tyrannischen Edelhagen ist eher traumatisch und so ist er froh ab 1962 bei Heinz Gietz fest als Studiomusiker einsteigen zu können.
Sommer 1966: der Produzent Otto Demmler bestellt Andy Fisher ins Kölner Electrola-Studio, wo dieser auch pünktlich eintrifft. Verwundert ist der Bassist darüber, dass außer ihm kein weiterer Künstler da ist. Ihm wird erklärt das man ihn als Sänger eingeladen hat, was nun wirklich nicht sein Metier ist. Nach kurzem Zögern singt er den Titel Oh What A Kiss ein und verabschiedet sich in den Sommerurlaub. Als Johann Fischer zurückkehrt hat er bereits das Pseudonym Andy Fisher und 40.000 Platten verkauft.
Bis 1969 nimmt er weitere Titel auf, teils halb in deutsch, halb in englisch gesungen. Aber die Masche kommt an. Titel wie A Man In The Woods, Mr. Cannibal oder Der Babyspeck ist weg, werden zu Hits.
Ab 1970 wechselt der Künstler ins Verlagsgeschäft und arbeitet u.a. für Ralph Siegel.

Eddie Floyd
Der am 25. Juni 1935 in Montgomery, Alabama geborene Eddie Floyd ist Soul- R&B-Sänger sowie Songschreiber des legendären Stax Labels.
Als Sänger der Gruppe The Falcons wird er durch Wilson Pickett ersetzt und hat in den späten 60er Jahren einige Solohits, davon gelangen 12 Stücke in die US-amerikanischen Top 100. Sein bekanntestes Lied dürfte zweifellos „Knock on Wood“ sein, welches er 1965 zusammen mit Steve Cropper geschrieben hat. Dieser Song wird von vielen Musikgrößen gecovert, darunter David Bowie, James Taylor, Eric Clapton, Otis Redding, Ella Fitzgerald u.v.m.
Im zweiten Blues-Brothers-Film wirkt er mit und ist auch mit der Blues Brothers Band auf Tour. Im September 2002 erhält er den Memphis Sound Award. Eddie Floyd wird auch in die Alabama Music Hall Of Fame aufgenommen.

Raymond Froggatt
Anfang der 60er beginnt der 1941 in Birmingham geborene britische Sänger Raymond William Froggatt (auch bekannt als "Froggy") seine musikalische Karriere.
Mit der Froggatt Band feiert er in den 60ern große Live-Erfolge. Der Bassist der Formation, Louis Clark, ist in den 70ern mit ELO erfolgreich. Der größte Erfolg von Raymond Froggatt 1968 der Titel „Callow La Vita“. Das Stück erreicht Platz Nr. 3 in den Niederlanden. Größeren Erfolg können The Dave Clark Five mit dieser Aufnahme verbuchen, allerdings unter dem Titel „Red Ballon“. Sie erreichen in GB auf Platz sieben.

Billy Fury
Billy Fury wird am 17.04.1941 in Dingle, Liverpool als Ronald Wicherley geboren. Auch Billy singt wie so viele Interpreten in GB zu dieser Zeit Titel aus den USA für den englischen Markt. Das Prinzip funktioniert bis 1964, denn zu dem Zeitpunkt erobern die Beatles den amerikanischen Markt und die Briten können nicht mehr selbst kopieren. Billy Fury hat zwischen 1959 und 1966 elf Titel in den britischen Top-10. Mit der Single Colette steht er im März 1960 auf Platz neun in den UK-Charts. Gesundheitlich länger angeschlagen stirbt Billy Fury am 28.01.1983 nach einem Herzanfall.

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Peter Gabriel
Peter Gabriel (*13.02.1950, Chobham, Surrey, GB), nach eigener Aussage als Teenager pickelig und fett, will unbedingt Popstar werden um mehr Chancen bei den Mädchen zu haben. 1965 gründet er zusammen mit seinem Schulfreund Tony Banks die Formation Garden Wall. Schon als zwölfjähriger schreibt er Songs, mit dreizehn bekommt er sein erstes Schlagzeug und hat zwei Jahre später seinen ersten Gig. Als Sänger tut sich Peter da noch nicht hervor. Frontmann ist er Jahre später bei Genesis und darüber hinaus der Kopf und der absolute Mittelpunkt der Gruppe. Daher ist das Entsetzen groß, als Peter Gabriel nach einem Frankreich Konzert die Gruppe verlässt. Seine Frau erwartet ihr erstes Kind und die Ärzte befürchten das es Komplikationen bei der Geburt gibt. Peter ist zu diesem Zeitpunkt die Familie wichtiger als die Karriere. Er beginnt danach eine überaus erfolgreiche Solokarriere. Von 1980 bis 1993 hat Peter Gabriel fünf Top-10-Notierungen, u.a. 1986 mit Don´t Give It Up im Duett mit Kate Bush. Außerdem werden viele LP´s vergoldet.

David Garrick

David Garrick, geboren am 12. September 1946 als Phillip Darryl Core in Liverpool, ist nicht nur Pop- sondern auch ausgebildeter Opernsänger.
Entdeckt wird David im Kirchenchor seiner Gemeinde. Sofort im Anschluss an seine Schulzeit besucht er ein Konservatorium um sich als Opernsänger ausbilden zu lassen. Während dieses Studiums und danach beschäftigt sich der Sänger mit den Werken von Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart; aber auch das Leben und Werk von Mario Lanza interessiert David Garrick.
Seine Karriere als Popsänger entsteht als Ergebnis einer Wette zwischen ihm und einigen Freunden im Cavern Club in Liverpool. Sein erster Erfolg als Popsänger ist eine Cover-Version von „Lady Jane“ (geschrieben von Keith Richards und Mick Jagger von den Rolling Stones); sein größter Hit wird 1966 „Dear Mrs. Applebee“. Mit diesem Song erreicht David in den deutschen Charts Platz 1. Gerade durch diesen Erfolg in Deutschland ermutigt, nimmt der Sänger in der Folge einige Titel in deutscher Sprache auf, kann aber nicht mehr an seinen alten Erfolg anknüpfen.
Seinen Künstlernamen übernimmt er von dem bedeutendsten britischen Schauspieler des 18. Jahrhunderts, David Garrick. Er stirbt am 23. August 2013

Gazebo
Ab Anfang der 80er wird der deutsche Musik-Markt von der Italo-Pop-Welle überrollt.
Künstler wie Al Bano & Romina Power, Ricchi E Poveri oder Alice landen bei uns Hits in Serie. Gazebo (* 18. Februar 1960 in Beirut als Paul Mazzolini) stürmt 1983 die Charts.
Er ist der Sohn eines italienischen Diplomaten. Seine Mutter Stephanie ist vor ihrer Ehe Sängerin in den USA.
1974 gründet Gazebo in Los Angeles die Schülerband Skunk Tussle und sammelt erste Erfahrungen in einer Theatergruppe. 1983 schließt er sein Studium in französischer Literatur erfolgreich in Rom ab und beginnt mit Paul Micioni zusammenzuarbeiten. Im Oktober 1983 landet er mit dem Stück I Like Chopin (oft fälschlicherweise auf Grund des Refrains als „Rainy Days“ bezeichnet) auf Platz 1 der deutschen Hitparade. Im gleichen Jahr steht der Künstler mit Lunatic auf Platz vier in Deutschland. Ebenfalls 1983 schreibt Gazebo den Text von „Dolce Vita“, ein Nr.1-Hit für Ryan Paris.
Mit der Single Telephone Mama hat er 1984 seine letzte Top-10-Notierung in Italien.

Robin Gibb
Robin Hugh Gibb wird am 22. 12.1949 in Douglas, Isle of Man geboren. Er ist zusammen mit seinem Zwillingsbruder Maurice und seinem älteren Bruder Barry Sänger, Komponist und Texter. Gemeinsam sind sie The Bee Gees und gehören zu den erfolgreichsten Pop-Gruppen aller Zeiten.
Seine größten Erfolge hat Robin Gibb als Sänger dieser Gruppe. Mit 6 Jahren hat er gemeinsam mit seinen Brüdern erste öffentliche Auftritte.
1969 verlässt Robin die Bee Gees, um eine Solokarriere zu starten. Mit „Saved By The Bell“ hat er im selben Jahr einen weltweiten Hit. Das Soloalbum „Robins Reign“ folgt 1970, ein fertig aufgenommenes zweites Soloalbum „Sing Slowly Sisters“ von 1970 wurde bisher nie veröffentlicht.
Nach 15-monatiger Trennung finden die Brüder wieder zusammen und feiern in den 70er Jahren unzählige Erfolge, u.a. mit der Filmmusik zu Saturday Night Fever. Als es in den 80ern um die Band etwas ruhiger wird, bringt Robin Gibb weitere Soloalben heraus, die weitere Hits hervorbringen. Der bekannteste davon ist 1983 „Juliet“ von dem Album „How Old Are You?“. Er landet in den deutschen Charts auf Platz 1.
2003 erscheint sein 5. Soloalbum „Magnet“. 2004 absolviert Robin Gibb eine Tournee durch deutsche Konzerthallen, von der auch eine CD und DVD veröffentlicht werden. 2006 wird die CD „My Favourite Carols“ mit der Eigenkomposition „Mother of Love“ sowie zehn Weihnachtsliedern veröffentlicht.
Im Oktober 2011 wird bekannt gegeben, dass Robin Gibb an Darm- und Leberkrebs erkrankt sei. Infolgedessen unterzog er sich mehrerer Chemotherapien und chirurgischer Eingriffe.
hrerer Chemotherapien und chirurgischer Eingriffe.
Im Februar 2012 erklärt Robin Gibb, seine Krebserkrankung überwunden zu haben. Gemeinsam mit der britischen Band The Soldiers gibt er im selben Monat seinen letzten Auftritt im Londoner Palladium. Der Sänger stirbt am 20. Mai 2012 an den Folgen der Krebserkrankung.

Don Gibson
Als Don Gibson, geboren 1928 in North Carolina, seinen ersten großen Hit als Solo-Künstler feiern kann, hat er schon 10 Jahre auf der Bühne gestanden. Zunächst wird er lediglich als Songwriter anerkannt, jedoch 1958 gelingt ihm auch der Durchbruch als Sänger. „Oh Lonsome Me“ heißt der Titel, den zahlreiche andere Künstler covern. Bei diesem Titel beschließen er und sein Produzent Chet Atkins, die traditionellen Instrumente Steel-Guitar und Fiddle wegzulassen und nur mit Gitarren, Piano, Kontrabass, Schlagzeug und Hintergrundsängern zu arbeiten. Das Beispiel macht Schule – die Aufnahme gilt als Geburt des „Nashville-Sounds“. Die zweite Nr.1 für Don Gibson folgt wenig später mit „I Can´t Stop Loving You“. Zwei Jahre, nachdem Don Gibson 2001 in die Country Hall Of Fame aufgenommen wird, stirbt er und wird in seiner Heimatstadt Shelby beigesetzt.

Arlo Guthrie
Arlo Guthrie (* 10. Juli 1947 in Coney Island, Brooklyn, New York) ist
der älteste Sohn des legendären Folk-Musikers Woody Guthrie und setzt die musikalische Tradition der Familie fort. Arlo wird sozusagen mit der Gitarre in der Hand geboren und hat seinen ersten Auftritt mit 13 Jahren. Einer seiner Lehrmeister ist, neben seinem Vater, Pete Seeger.
Seine Karriere beginnt 1967 auf dem Newport Folk Festival mit dem fast 19 minütigen Alice’s Restaurant, einer Story über Alice, eine Müllhalde und seine Verhaftung. Diesen Song präsentiert er mit seinen 20 Jahren bereits in Übersee und wird später für einen Grammy Award in der Kategorie Best Folk Performance nominiert. Zwei Jahre später wird der Song von Arthur Penn mit Arlo in der Hauptrolle verfilmt. Der Song wird in den USA noch heute häufig an Thanksgiving gespielt.
Einen weiteren Erfolg hat der Folk-Sänger mit dem Steve-Goodman-Titel City of New Orleans und ist 1969 beim Woodstock-Festival zu sehen. Dort spielt er Bob Dylans Walking Down the Line, Amazing Grace und seinen Song Coming Into Los Angeles. Außerdem prägt er mit seinem „New York State Throughway Is Closed, Man“ einen der wichtigsten Sätze des Festivals.
Noch heute ist der Folksänger fast jedes Jahr auf Tournee, und seit 1991 kann man ihn auch im Guthrie Center (der berühmten Kirche aus Alice’s Restaurant) sehen, die er dort gekauft hat.

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Harpo
Der schwedische Sänger, Songautor, Drehbuchautor, Schauspieler und Maler Jan Torsten Svensson, Künstlername Harpo, wird am 5. April 1950 im Stockholmer Stadtteil Bandhagen geboren. Sein Künstlername ist eine Ehrerbietung an sein Vorbild, den US-amerikanischen Komiker Harpo Marx.
Harpo wird mit einem Song 1976 weltberühmt. Sein Stück Moviestar wird zum Sommerhit des Jahres. Der Sänger steht zu diesem Zeitpunkt zwar nicht bei der gleichen Produktionsfirma unter Vertrag, die ABBA produziert, wie es gelegentlich zu lesen ist, die ABBA-Sängerin Anni-Frid Lyngstad singt allerdings die Backing Vocals sowohl auf der schwedischen als auch auf der englischen Fassung von Moviestar.
Diese Aufnahme ist allein in Deutschland 30 Wochen in den Charts, davon 17 Wochen unter den fünf bestverkauften Singles. Nachfolgehits hat Harpo bis 1978 mit Motorcycle Mama und Horoscope. Er schreibt alle Songs selbst und lebt heute noch sehr gut von den Tantiemen. Seit über 30 Jahren ist er verheiratet und lebt auf einem Bauernhof in Schweden, wo er Rennpferde züchtet. 1980 hat er bei einem Trabrenntraining einen schweren Unfall mit einem ausbrechenden Pferd, das ihm schwere Gesichtsverletzungen zufügt. Dabei verliert er ein Auge und muss sich daraufhin mehren kosmetischen Operationen unterziehen. Seit Ende der 90er Jahre tritt der sympathische Schwede wieder im deutschen Fernsehen und bei Oldiefestivals mit seinen alten Hits auf. Besonderheit: Harpo tritt grundsätzlich barfuß auf.

Albert Hammond

Albert Hammond (* 18. Mai 1944 in London) ist Sänger, Songwriter und Musikproduzent. Er schreibt Hits wie: It Never Rains in Southern California, The Air That I Breathe oder One Moment in Time.
Albert Hammond wird in London geboren, aber bereits einige Monate nach seiner Geburt geht er mit seinen Eltern zurück nach Gibraltar, wo die Wurzeln seiner Familie liegen.
Im Alter von neun Jahren singt Albert im Kirchenchor. Etwa zur selben Zeit nimmt sein Onkel die ersten Demoaufnahmen mit ihm auf. Mit 14 Jahren absolviert der Sänger mit seinem Freund Richard Cartwright seine ersten Auftritte, sie treten als Albert & Richard in Gibraltar und Spanien auf. 1960 verlässt er die Schule und gründet mit Cartwright und weiteren Musikern, darunter sein Bruder Leslie, die Band The Diamond Boys. Ihr Repertoire besteht aus englischem und spanischem Rock’n’Roll, und die Band ist in Spanien sehr populär.
Im Alter von 18 Jahren zieht es Albert Hammond zurück nach England, wo er 1966 den Radiomoderator Mike Hazlewood trifft. Gemeinsam schreiben die beiden Songs für andere Interpreten; Hammond komponiert und Hazlewood steuert die Texte bei. Der erste Welthit der beiden wird 1968 Little Arrows in der Interpretation von Leapy Lee.
Hammond zieht in die USA, wo ihm 1972 mit dem ebenfalls in Zusammenarbeit mit Hazlewood entstandenen It Never Rains in Southern California der Durchbruch als Sänger gelingt.
Es folgen weitere Soloerfolge von Hammond wie The Free Electric Band (1973), Peacemaker (1974), I’m a Train (1974), Everything I Want to Do (1974) oder Down by The River (1975) - einer der ersten Songs gegen Verschmutzung von Flüssen durch Industriegebiete.
Danach wird es als Sänger stiller um Hammond, er konzentriert sich hauptsächlich auf das Songwriting. Aus seiner Feder stammen Welthits wie The Air That I Breathe (The Hollies), 99 Miles From LA (Art Garfunkel), One Moment in Time (Whitney Houston), When I Need You (Leo Sayer), Nothing’s Gonna Stop Us Now (Starship) und To All the Girls I’ve Loved Before (Willie Nelson & Julio Iglesias) und schreibt u.a. für Tina Turner und Ace Of Base.

Richard Harris
Der Schauspieler Richard Harris wird am 01.10.1939 in Limerick, Irland geboren, studiert in London an der Academy Of Music and Dramatic Art. 1956 gibt er sein Bühnendebüt und 1958 ist Richard Harris in seinem ersten Film zu sehen. Er spielt 1962 neben Marlon Brando in Meuterei auf der Bounty, oder neben Richard Burton in Die Wildgänse kommen. Richard gehört zu den besten Schauspielern in England, ist dazu auch ein guter Sänger. 1968 landet der Schauspieler und Sänger mit der Webb-Komposition Mac Arthur Park einen Riesenhit, Nr.2 in den USA und Nr.5 in GB. Es folgen weitere Hit-Notierungen, sein Augenmerk richtet er aber vorrangig auf die Schauspielerei. Richard Harris stirbt am 25.10.2002

Richie Havens
Dem Folksänger Richie Havens, geboren am 21. 01. 1941 in Brooklyn, New York City, USA) wird die Musik schon in die Wiege gelegt. Sein Vater ist Pianist und der junge Richie singt bereits mit vierzehn Jahren in verschiedenen Gospelformationen, u.a. bei den McCrea Gospel Singers, was seinen späteren Stil als Musiker stark beeinflusst. Neben seiner Begeisterung für die Musik zeigt Havens auch ein Talent zum Maler, das er als Portraitzeichner in den Straßen von Greenwich Village einige Jahre nutzt, um seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen.
Dort in Greenwich Village ist er regelmäßig in der Folk-Szene anzutreffen, die auch andere berühmte Sänger wie Joan Baez und Bob Dylan hervorbringt. Als Schwarzer ist er auf dem von Weißen dominierten Gebiet des Folk eher eine Ausnahme.
Durch seinen Auftritt beim Woodstock-Festival gelangt er zu plötzlicher Berühmtheit. Obgleich Richie Havens selbst relativ viele Lieder schreibt, feiert er seine größten Erfolge doch meistens mit Coversersionen z.B. von Bob Dylan oder der Beatles, so auch mit der 80er Coverversion des Lamont-Dozier-Songs Going Back To My Roots. Ritchie Heavens stirbt am 22. April 2013

Lee Hazlewood
Barton Lee Hazlewood (* 9. Juli 1929 in Mannford, Oklahoma - +4. August 2007 in Henderson) ist ein US-amerikanischer Musikproduzent, Songwriter und Sänger.
International bekannt wird Lee Hazlewood in den 60er Jahren durch seine Zusammenarbeit mit Nancy Sinatra, für die er zahlreiche „maßgeschneiderte” Songs verfasst und teilweise auch zusammen mit ihr interpretiert, die bekanntesten sind „These Boots Are Made For Walkin“, „Lady Bird“, „Sand“ und „Summer Wine“. Am 04. August 2007 stirbt Lee Hazlewood

Jimi Hendrix
Jimi Hendrix gilt noch heute als der große Gitarren-Magier. Geboren wird er am 27.11.1942 in Seattle als Johnny Allen Hendrix. Jimi bringt sich das Gitarrenspiel selbst bei und ist Mitglied in diversen High-School-Bands. 1959 geht er zur Armee und wird 1961 nach einem Unfall beim Fallschirmspringen wieder entlassen.
Zwischenzeitlich begleitet Jimi Hendrix Auftritte von Sam Cooke, B.B. King, Jackie Wilson, Solomon Burke und Hank Ballard. Außerdem nutzen Little Richard, Ike & Tina Turner oder Wilson Pickett sein Gitarrenspiel für ihre Auftritte.
1964 zieht Jimi nach New York und arbeitet dort überwiegend für die Isley Brothers.
1965 gründet er Jimmy James & The Blue Flames, die eine Mixtur aus Rhytm & Blues Standards und selbstgeschriebenem Material spielen.
1966 sieht der ehemalige Animals-Bassist Chas Candler Jimi Hendrix spielen und überedet ihn nach London zu kommen. Chas stellt ihm Mitch Mitchell (+12.11.2008) und Noel Redding (+11.05.2003) an die Seite. Jimi Hendrix Experience nennt sich das Trio.
Im Januar 1967 kommt die erste Single Hey Joe auf Platz 6 in GB. Es folgen Purple Haze (März 1967 Nr. 3 in GB), The Wind Cries Mary (Juni 1967 Nr. 6 in GB, All Along The Watchtower (Oktober 1968 Nr. 5 in GB) und Vodoo Chile (November 1970 Nr. 1 in GB).
Jimi Hendrix stirbt am Freitag den 18.09.1970 und so erlebt er seinen einzigen Nr. 1-Hit nicht mehr.
Über seinen Tod werden viele Vermutungen angestellt. Die Gerüchte gehen von einer Überdosis Drogen, über Selbstmord, bis hin zum Mord. Die offizielle Todesursache lautet: Tod durch Ersticken an Erbrochenem.
1992 wird Jimi Hendrix in die Rock And Hall Of Fame aufgenommen.

Patrick Hernandez
Ende der 1970er Jahre hat der französische Sänger Patrick Herndez (geb. am 06.04.1949 in Guadeloupe) mit dem Song „Born To Be Alive“ seinen größten Erfolg. Der Titel ist 1979 vom 12. Mai bis zum 9. Juni 1979 fünf Wochen auf Platz eins der deutschen Charts. Dieser temporeiche „Disco Stomp“-Titel wird ein Klassiker auf Disco-Partys und bleibt sein einziger nennenswerte Hit, den es in verschiedenen Versionen gibt.
Während eines Aufenthalts in New York im Jahre 1979 sucht er Tänzerinnen für seine Welttournee aus, zu denen auch die damals noch unbekannte zwanzigjährige Sängerin Madonna gehört.
Heute lebt Patrick Hernandez in der Nähe von Marseille.

Engelbert Humperdinck

Engelbert Humperdinck kommt am 02.05.1936 in Madras, Indien als Arnold George Dorsey zur Welt. 1946 kehrt er mit seinen Eltern und seinen neun Geschwistern nach GB zurück. Schon 1958 erscheint seine erste Platte – und in den neun folgenden Jahren hat er mal einen Plattenvertrag, mal hat er keinen. Das ändert sich, als er auf Gordon Mills trifft, den Manager von Tom Jones. Er baut Engelbert als Gegenstück zu Tom Jones auf, zum Schmusesänger. Gordon verpasst ihm den Künstlernamen Engelbert Humperdinck, den Namen des deutschen Komponisten der Oper Hänsel und Gretel. Das ruft 1967, als seine ersten Hits Release Me, There Goes My Everything und The Last Waltz wie eine Bombe einschlagen, die Erben des Opernkomponisten auf den Plan. Sie strengen einen Prozess an und erreichen, dass sich der Sänger zumindest in Deutschland nur noch Engelbert nennen darf, was seinem Erfolg jedoch keinen Abbruch tut. Bis in die 90er gehen seine Plattenerfolge. Ebenso wie Tom Jones wird Engelbert Humperdinck ab den 70ern ein großer Sänger und Entertainer in Las Vegas.

Eddy Huntington
Der Italo-Disco-Pop-Star Eddie Huntington wird am 29. 10.1965 im Nord-Osten von England geboren. Besonders populär ist er in Europa und der ehemaligen UDSSR.
Er wird im Alter von 18 Jahren durch ein Musikvideo und als Model bekannt.
Sein größter Erfolg U.S.S.R. , geschrieben von Turatti und Chiergato Hooker, erscheint auf dem italienischen Label Baby-Records. Der Titel wird 1986 in ganz Europa ein Riesenerfolg, ist aber auch eines der vielen One-Hit-Wonder. Die Nachfolge-Singles May Day und Meet My Friend verkaufen sich nur mittelmäßig.
In den frühen 90ern zieht Eddie Huntington mit seiner Frau für 2 Jahre nach Thailand, wo auch sein jüngster Sohn geboren wird.
2005 kehrt der ausgebildete Grundschullehrer kurzzeitig zur Musik zurück um einige Konzerte in Russland zu geben, zusammen mit Bonnie Tyler, Sabrina, Savage und Alphaville.
Heute lebt er mit seiner Familie wieder in GB, wo er als stellvertretender Direktor einer Grundschule arbeitet.

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