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Hank The Knife & The Jets
Hank The Knife & The Jets wird 1974 von dem Bassisten Henk Bruysten als Moment Darling gegründet. Nach dem mäßigen Erfolg der ersten Single Love Centaur mit der B-Seite Lazy Daisy benennt sich die Band im gleichen Jahr in Hank The Knife & The Jets um. Die Besetzung besteht zu dem Zeitpunkt aus Henk Bruysten (Gesang,Solo /Lead-Gitarre und Bass,), Alan Pierre Beek († 24. Mai 2009) (Gesang, Gitarre), Jan van Haaften (Bass, Gesang), Rob Mijnhart (Schlagzeug) und Hans van Geffen († 1. Mai 2006) (Gitarre).
1975 erhalten sie bei EMI Holland ihren ersten Plattenvertrag für die Single Guitar King, die von Roy Beltman produziert wird. Dieser Titel ist ihr erster größerer Erfolg. Er landet in den Niederlanden auf Platz 2, wird in Belgien Nr.-1 und ist in Deutschland auf Platz 4 der Single-Charts. Die Nachfolgesingle Stan the Gunman wird in den Niederlanden und in Belgien ein Nr.-1-Hit, in Deutschland landet sie auf Platz 9.
Da weitere Erfolge nicht mehr gelingen, kommt es zu ersten Umbesetzungen, allerdings ohne Erfolg.
Mehrere in den 80ern produzierte Singles wie „Crazy Guitar“, „Lady Killer“ und die Single „Zorro“, unter dem Pseudonym „Wild Bunch“ in Zusammenarbeit mit Long Tall Ernie erreichen Achtungserfolge. Kommerziell können sie allerdings nie mehr an die vorhergegangenen Erfolge anknüpfen, wodurch sie mit den Aufnahmen bei Sammlern heute durch ihre Rarität hohe Preise erzielen.

Hawkwind

Hawkwind ist so etwas wie das letzte Relikt aus der Hippie-Psychedelic-Zeit. In der Besetzung – Dave Brock, Nick Turner, Dik Mik Davis, John Harrison, Terry Ollis und Mick Slatterly – kommt es 1969 zu ersten Auftritten. Ende 1969 verlässt Slatterly die Band und wird durch die Gitarristen Huw Lloyd und Dick Taylor ersetzt. In dieser Besetzung wird auch eine LP eingespielt, allerdings fehlt darauf das was Hawkwind in Konzerten bringt, nämlich Space-Rock. So ist die Band auch selbst am meisten erstaunt, dass sie es doch noch in die Charts schafft. 1972 steht der Titel Silver Machine in GB auf Platz drei und in Deutschland auf Position sechs. Im Laufe der nächsten Jahre ändert sich die Besetzung immer wieder. Mitglieder gehen, kommen wieder oder werden ersetzt. Zeitweise nennt man sich Hawklords um rechtliche und vertragliche Komplikationen zu vermeiden. In den 80ern ist Ginger Baker kurzzeitig Mitglied der Formation, die bis in die 90er Platten veröffentlicht. Bob Calvert stirbt am 14.08.1988 an einem Herzinfarkt und Ian „Lemmy“ Kilmister steigt 1975 aus und gründet Motörhead.

Hello

Die britische Glam-Rock-Band Hello gehört in den 70ern neben Bands wie The Sweet, Slade, Suzi Quatro, Mud und Anderen zu den wichtigsten Vertretern dieses Genres.
1971 bekommt die Band einen Plattenvertrag. Die nächsten Jahre verlaufen für die junge Band weitgehend erfolglos. Erst im Herbst 1974 landen sie mit Tell Him ihren ersten Top 10-Hit in England und im folgenden Jahr erobern sie mit New York Groove, komponiert von Russ Ballard und später oftmals gecovert, die Charts rund um den Erdball (die deutsche Version von BUCK & SYLVIE heißt übrigens Komm mit auf den Hinterhof). Besonders viele Fans hat Hello in Deutschland, wo sie 1976 mit Smokie touren. In Mal Sondocks „Discothek im WDR“, seinerzeit die größte Radiohitparade Deutschlands, sind sie einige Male zu Gast. Im Fernsehen treten sie u.a. bei Ilja Richters Disco auf (am 6. Dezember 1975 mit New York Groove und am 9. Oktober 1976 mit Love Stealer jeweils als Top Act zum Schluss).
Insgesamt hat Hello neun deutsche Top 50-Hits. Nach der Veröffentlichung ihrer letzten Single in Deutschland Feel This Thing, die es nicht in die deutschen Charts schafft, trennt sich die Band.

The Herd

Die britische Band The Herd (dt. die Herde) hat 1967 und 1968 einige erfolgreiche Stücke in den Charts.
Terry Clark (Gesang), Andy Bown (Bass), Tony Chapman (Schlagzeug) und Gary Taylor (Gitarre) gründen die Band 1965 in Beckenham. Clark verläßt 1967 die Band und wird durch Peter Frampton (Gitarre, Gesang) ersetzt. Taylor wechselt an den Bass und Andy Bown übernimmt die Keyboards. Am Schlagzeug sitzt inzwischen Andrew Steele.
Nach einigen erfolglosen Singles entsteht in Zusammenarbeit mit den Songschreibern Ken Howard und Alan Blaikley, die auch für etliche Erfolge von Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich verantwortlich sind, eine Reihe von Hits, darunter From The Underworld (1967, Platz sechs in den UK-Charts), Paradise Lost (1968, Platz 15) und I Don’t Want Our Loving To Die (1968, Platz fünf).
Danach lässt der Erfolg nach und die Band löst sich allmählich auf. Zunächst ersetzt Henry Spinetti Schlagzeuger Steele. Frampton verläßt die Gruppe, um mit Steve Marriott (Small Faces) die Band Humble Pie ins Leben zu rufen. Den Gesang übernimmt daraufhin Andy Bown. Nachdem weiterer Erfolg ausbleibt, lösen sich The Herd 1971 auf. Ein zweites Album, noch mit Frampton aufgenommen, bleibt unveröffentlicht.
Bown und Spinetti gründen mit den Saxofonisten Mike Smith und Allen Jones von Amen Corner sowie dem Sänger Adrian Williams die kurzlebige Band Judas Jump. 1971 produzieren Taylor, der mittlerweile als Discjockey arbeitet, und Steele die Single You Got Me Hangin’ From Your Lovin’ Tree.

Herman´s Hermits

Herman´s Hermits bringen zwischen 1964 und 1970 mehr als zwanzig Platten in die britischen und neunzehn die amerikanischen Charts. Kopf der Gruppe ist der Sänger Peter Noone (*05.11.1947). Bevor er in das Musikgeschäft einsteigt ist er Schauspieler. 1963 gründen Noone, Derk Leckenby (*14.05.1946 , g), Keith Hopwood (*26.20.1946, g), Karl Green (*31.07.1947, b) und Barry Whitwam (21.07.1946, d) die Gruppe Heartbeats, die sich ein Jahr später in Herman´s Hermits umbenennen. 1964 wird ihre Debüt-Single I´m Into Somethings Good gleich ein Nr.1-Hit. Danach geht es Schlag auf Schlag. Bis 1970 produziert die Band Hit auf Hit. Zum letzten Mal steht die Gruppe 1970 mit Years May Come, Years May Go in den Top-10. Peter Noone geht nach Amerika, wo die Gruppe ihre größten Erfolge feiert und gründet Ende der 70er Jahre dort die Formation Tramblers. Herman´s Hermits ist weiter in Europa präsent, von den Origialmitgliedern sind nur Derek Leckenby und der Drummer Barry Whitwam aktiv. Leckenby hat gerade eine dreiwöchige Tournee mit der Band beendet, als er in ein Krankenhaus in Manchester eingeliefert wird und am 4.6.1994 an Leukämie stirbt.

The Hollies

Die Ursprünge der Hollies gehen zurück bis in das Jahr 1961. Die Schulfreunde Alan Clarke und Graham Nash treten als Two Teens auf. Etwas später stoßen Eric Haydock und Schlagzeuger Don Rathbone (kurz danach ersetzt durch Bobby Elliott) dazu. Man nennt sich erst Fourtones, dann Deltas und schließlich, als Tony Hicks dazu kommt, benennt man sich in Hollies um. 1963 erhält die Band einen Plattenvertrag bei EMI-Electrola. EMI-Produzent Ron Richards sieht die Hollies im Liverpooler Cavern Club und lädt sie nach London ein. 1963 nimmt die Gruppe ihre erste Single Just Like Me auf. Bereits mit der zweiten Aufnahme Stay sind die Jungs 1963 in der Top-10. Bis 1974 sollen noch weitere achtzehn Top-10-Notierungen folgen. 1968 verlässt Graham Nash die Band und wird durch Terry Silvester ersetzt. 1971 steigt Alan Clarke bei den Hollies aus und der Schwede Mike Rickfors nimmt seinen Platz ein. Mit The Baby haben die Hollies allerdings nur einen Hit mit dem neuen Sänger. 1973 verlässt er die Band wieder und Alan Clarke kommt zurück. 1981 gehen dann auch Bernie Calvert und Terry Silvester. Clarke, Elliott und Hicks bleiben zunächst als Trio zurück. In den 90ern besteht die Band aus: Clarke, Elliott, Hicks, Ray Stiles (ehemals Mud), Alan Coates, Alan Parke und dem am 01.09.2004 verstorbenen Ex-Move-Sänger Carl Wayne.
Die aktuelle Besetzung: Peter Howarth, Tony Hicks, Ray Stiles, Steve Lauri, Bobby Elliott und Ian Parker (Stand: Dezember 2012)

Honeybus

Pete Dello, Colin Hare, Ray Cane und Peter Kirchner gründen 1967 die Gruppe Honeybus. Alle Mitglieder haben vorher in anderen Bands oder als Sessionmusiker gespielt. Im Juni 1967 erscheint ihre Debüt-Single Delighted To See You. Sie wird ebenso wenig ein Hit wie die Nachfolge-Single Do I Figure Your Live. Erst die dritte Single I Can´t Maggie Let Go, geschrieben von Pete Dello, wird im März 1968 Nr. 8 in GB. Genau zu diesem Zeitpunkt verlässt Dello die Band und wird durch Jimmy Kelly ersetzt. Trotz drei weiterer Single-Veröffentlichungen gelingt der Formation kein weiterer Hit. 1969 löst sich Honeybus auf Anraten ihres Managers auf. Die einzige LP der Band erscheint erst nach der Trennung.

The Honeycombs
Die Honeycombs kommen 1963 im Norden Londons als Sherabones in der Besetzung Dennis D´ell (Gesang), Anne Lantree (Drums), John Lantree (Bass), Alan Ward und Martin Murray (Gitarre)< zusammen. Die Band fällt (für die damalige Zeit ungewöhnlich) dadurch auf, dass eine Frau am Schlagzeug sitzt. Joe Meek übernimmt die Produktion der Gruppe, die sich inzwischen Honeycombs nennt, und das aufstrebende Songwriter-Team Ken Howard/Alan Blakely schreibt die Nummer Have I The Right für die Gruppe. Im Juli 1964 stehen The Honeycombs mit diesem Titel in GB auf Platz eins und zwei Monate später in den US-Charts auf Platz fünf. Es bleibt der einzige Top-10-Erfolg. 1966 fällt die Band wieder in die Bedeutungslosigkeit zurück, wohl auch weil sich das Autorenteam Howard/Blakely vorrangig um Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich kümmert.

Hot Butter

Die instrumentelle Coverband Hot Butter ist ein Projekt des Keyboarders Stan Free. Die anderen Bandmitglieder sind Dave Mullaney, John Abbott, Bill Jerome, Steve Jerome und Danny Jordan. Bei diesem Projekt spielt Free Instrumentaltitel und stellt die elektronisch erzeugten Klänge des Synthesizers in den Vordergrund.
Ihren größten Hit haben sie 1972 mit dem Titel Popcorn von Gershon Kingsley, das in verschiedenen Versionen in die Charts gelangt. Ihre Version erreicht Platz 1 der Deutschen und der Schweizer Charts. Ebenfalls 1972 kommen die Pop-Corn Makers (Platz 7) und Anarchic System (Platz 13) mit Popcorn in die deutschen Charts. 2005 wird es nochmals ein Welthit durch Crazy Frog.
Anschließend veröffentlicht Stan Free Synthesizer-Versionen verschiedener bekannter Instrumental-Hits wie Apache oder Tequila, womit er jedoch nicht an den Erfolg von Popcorn anknüpfen kann. Unter seinem richtigen Namen veröffentlicht er vor allem Stücke im Jazz-Bereich. Der am 12.04.1922 geborene Stan Free war auch ein gefragter Studiomusiker und ist auf Aufnahmen der Four Seasons, The Monnkees und The Association zu hören. Er stirbt im August 1995.

The Les Humphries Singers

Der Sänger, Pianist, Gitarrist und Songautor Les Humphries (*10.08.1940 in London, +16.12.2007 in London) ist zunächst als Berufssoldat in Deutschland, quittiert Mitte der 60er den Dienst und schließt sich den Rattles und Wonderland an. 1970 gründet er die Les Humphries Singers, die zunächst Gospel-Songs im Rock-Sound singen - später wird die Musik auf Pop- und Rock-Rhythmen erweitert. Als Live-Act feiert man grosse Erfolge und verkauft über 4 Millionen Platten. Mitglieder waren u.a.: Jürgen Drews, Henner Hoier, John Lawton, Judy Archer, Jimmy Bilsbury, Dave Brian, Peggy Evers, Elvira Herbert, Christoper Yim, Earl Jordan, Victor Scott, Malcom Magaron, Sheila MacKinley, Claudia Schwarz, Emily Woods, Tina Kemp-Werner, Enry David-Fascher, Barbara Johnson, Dornée Edwards, Barry St. John, Liz Walker, Myrna David, Linda Übelher, Gail Stevens, Goldy Kloen-Evert und natürlich Liz Mitchell.
1972 heiratet Les Humphries die Sängerin Dunja Raijter, deren Ehe jedoch nicht lange hält. Les profiliert sich auch als Komponist und Songschreiber, er schreibt z.B. die Erkennungsmelodie der Krimi-Serie Derrick. Seine Songs wurden u.a. von Hildgard Knef, Heidi Brühl, Wencke Myhre, Dorthe und Vicky Leandros interpretiert.

Humble Pie

1968 lernt Steve Marriott von den Small Faces den Frontmann Peter Frampton von der Gruppe The Herd kennen. Beide sind unzufrieden mit der Situation in ihren Bands. So beschließen sie eine eigene Gruppe zu gründen und heben 1969 Humble Pie aus der Taufe. Weitere Mitglieder der Anfangsformation sind Greg Ridley und Jerry Shirley. Schon nach den ersten Proben überschlägt sich die englische Musikpresse mit positiven Kritiken und es wird von einer neuen Supergruppe geschrieben. Im Juni 1969 unterschreiben Humble Pie einen Plattenvertrag und kurz darauf erscheint mit As Safe As Yesterday die erste LP. Die erste Single Natural Born Bugie wird zwar im August 1969 Nr. 4 in GB, aber die Verkaufszahlen sind sicher für eine hochgelobte Gruppe eher dürftig. Da weitere Erfolge nicht gelingen, verlässt Peter Frampton die Band um eine erfolgreiche Solo-Karriere zu starten. Für ihn kommt Dave 'Clem' Clempson. 1975 fällt Humble Pie endgültig auseinander.


I / J

Inner Circle
Inner Circle wird 1968 von den Brüdern Roger und Ian Lewis gegründet. Neben den Beiden spielen Musiker, die später als Third World erfolgreich sind. Es kommt Anfang der 70er zur Neuformierung mit – Calvin McKenzie, Bernhard Harvey und Charles Farquharson. 1974 wird Jakob Miller Sänger der Band und mit ihm gibt es auch die ersten Hits. Everything Is Great ist 1979 die erste Hitnotierung in GB. Die Band ist gerade auf dem Weg nach oben und beeindruckt in GB die Soul- und Dancefans, als Miller bei einem Autounfall ums Leben kommt. Als Ersatz für ihn kommt Trevor Brown. Die Band eröffnet in Miami ein Tonstudio und macht Platten mit Joe Tex. 1990 kommt Charlton Coffey als Sänger zur Band, die nun einen Plattenvertrag bei Warner Brothers erhält. Mit Sweat (A La La La La Long) hat Inner Circle 1992 einen Nr. 1-Hit. Rock With You (1992) und Bad Boys (1993) sind zwei weitere Hits die unter die ersten Zehn kommen.

INXS

Die Gruppe INXS wird 1979 in Sydney, Australien gegründet. Die Mitglieder: Michael Hutchence (*22.01.1961 - +21.11.1997, voc), Tim Farris (*16.08.1957, g), Andrew Farris (*27.03.1959, g/key), Kirk Pengilly (*04.07.1958, g/sax/voc), Garry Bears (*22.06.1957, b/voc) und Jon Farris (*10.08.1961, dr/perc/voc). 1980 bringen sie ihre erste Single mit dem Titel Simple Simon auf den Markt. Ab 1983 avanciert die Gruppe zur erfolgreichsten Hardrock-Band des fünften Kontinents. Der internationale Durchbruch gelingt INXS zwei Jahre später mit dem Album Listen Like Thieves. Dominiert werden die Musik und die Live-Auftritte durch die schroffen Gitarrenriffs und den charismatischen Sänger Michael Hutchence. Es folgen triumphale Weltourneen und mehrere Platinalben. 1988 werden sie mit dem MTV-Award für Need You Tonight ausgezeichnet. Bis 1997 kann INXS sein hohes Chart-Niveau halten. Der Selbstmord von Hutchence am 22.11.2007 in einer Hotel-Suite in Sydney ist gleichbedeutend mit dem Ende der Band.

The Isley Brothers

Die vier Brüder O´Kelly, Rudolph, Vernon und Ronald Isley gründen in ihrer Heimatstadt Cincinnati Anfang der 50er Jahre eine Gospelgruppe. Das Quartett tritt überwiegend in Kirchen von Ohio und Kentucky auf, begleitet von ihrer Mutter Sally Isley. Vernon kommt 1954 bei einem Autounfall ums Leben, seine Brüder treten ein Jahr lang nicht mehr auf. Am 17.04.1956 ziehen Ronald, Rudolph und O´Kelly nach New York und nehmen ihre erste Platte auf. Mitte 1959 bringen die Brüder den Titel Shout in die Top-50, der allerdings 1962 gesungen von Joe Dee und 1964 von in der Interpretation von Lulu wesentlich erfolgreicher ist. Auch mit dem Titel Twist And Shout 1962 Nr. 17 in den USA sind andere Interpreten erfolgreicher. Brian Poole & The Tremeloes belegen mit dem Stück Platz vier und die Beatles schaffen es mit dem Titel sogar bis auf Platz eins in GB. 1968 gelingt den Isley Brothers mit This Heart Of Mine endlich der Sprung in die Top-10. 1966 zunächst gefloppt, wird die Aufnahme im Oktober 1968 Nr. 3 in GB. Es folgen bis 1990 fünf weitere Top-10-Notierungen. 1973 erweitert sich das Trio. Die beiden jüngeren Brüder Ernie und Marvin, sowie Cousin Chris Jasper kommen zur Formation. 1992 werden die Isley Brothers in die Rock´n Roll Hall Of Fame aufgenommen.

The Ivy League

Das Trio Ivy League gehört zu den wenigen britischen Formationen, die sich an dem Falsett-Stil gekennzeichneten Satzgesang von US-Gruppen wie den Beach Boys oder Four Seasons orientieren. Als einige der wenigen sollen John Carter, Ken Lewis und Perry Ford damit Erfolg haben. Ivy League 1964 gegründet, gelingen zwei Hits - Funny How Love Can Be im Februar 1965 Nr.2 in GB und Tossing And Turning vier Monate später Platz drei in England. 1966 verlässt Carter das Trio und wird durch Tony Burrows ersetzt. Kurz darauf geht auch Ford. Carter, Lewis und Burrows haben später noch Erfolge mit Projekten wie Flowerpot Men und White Plains, Tony Burrows darüber hinaus mit Edison Lighthouse, Brotherhood Of Man und First Class.

Jeronimo

Die Formation Jeronimo wird 1969 von Rainer Marz, Gunnar Schäfer und Ringo Funk gegründet. Mit Ihren ersten beiden Singles erzielt die Band gleich europaweite Erfolge.
Mit den Coverversionen von Heya Heya 1969 (im Original von J.J. Light) und Na Na Na Hey Kiss Him Goodbye 1970 (ein Nr.1-Hit von Steam) schaffen sie den Sprung in die deutschen Charts. 1970 erscheint die in pinkfarbenes Vinyl gepresste LP "Spirit Orgaszmus Of Jeronimo And Creedence Clearwater Revival", die jeweils eine Seite mit Titeln von Jeronimo und eine Seite mit Songs von CCR enthält. Das Album wird auf Grund der eigenwilligen Cover-Gestaltung zum Prototypen späterer Veröffentlichungen im Progessive-Genre.
Jeronimo spielt 1970 auf dem ersten Burg-Herzberg-Festival und auf dem legendären "Progessive Pop Festival Köln". Ein Auftritt in Lausanne (Schweiz) im Rahmen eines UNICEF-Projekts wird 1971 weltweit im TV ausgestrahlt. Die Band, deren Mitglieder inzwischen wechseln, löst sich 1972 nach der Veröffentlichung von drei eigenen Alben auf. Drummer Ringo Funk und Gitarrist Rainer Marz gehen zu Atlantis.
Im Jahr 2001 finden die drei Musiker der Band wieder zusammen und seitdem erfolgen auch wieder gemeinsame Konzerte, u.a. am 16.05.2004 im Frankfurter Waldstadion.

Jigsaw

Neun Jahre und 13 Singles braucht die 1966 gegründete Formation Jigsaw um einen internationalen Hit zu landen.
Barry Bernard hat vorher mit Pinkerton´s Assorted Colours gespielt, Tony Campbell mit Mighty Avengers. Clive Scott und Des Dyer haben vorher als Songwriter (u.a. für Engelbert Humperdinck) gearbeitet.
Mit Sky High, der Titelmelodie aus dem Film The Man From Hongkong, ist das Pop-Quartett in den USA und GB in den Top-Ten. Mit einfachem und eingängigen Pop haben sie einige Jahre Erfolg. Ab 1978 gerät die Gruppe allerdings wieder in Vergessenheit.
Die Mitglieder:
Des Dyer *24.02.1948 (voc, d)
Tony Campbell *24.06.1944 (g)
Clive Scott *24.02.1945 (key, voc)
Barrie Bernard *27.11.1944 (b)

Jimmy James & The Vagabonds

Jimmy James kommt 1964 nach England und gründet die britische Soulband Jimmy James & The Vagabonds. Vorher hat er schon in seiner Heimat Jamaica mit einigen Plattenveröffentlichungen lokale Erfolge. Den ersten Hit hat die Formation mit der Neil-Diamond-Komposition Red Wine. Diese Aufnahme kommt 1968 in die britischen Charts und belegt Platz 36. Mit dem gleichen Titel wird UB 40 1983 Spitzenreiter in GB. Für Jimmy und seine Vagabunden dauert es danach acht Jahre bis zum nächsten musikalischen Erfolg. Im Juli 1976 steht Jimmy mit einer völlig neuen Besetzung der Vagabonds und dem Titel Now Is The Time auf Platz fünf in GB. Es bleibt auch der einzige Top-10-Hit der Gruppe.

Johnny Johnson & The Bandwagon

Das amerikanische Soul-Quartett Johnny Johnson & The Bandwagon besteht aus - John Johnson, Terry Lewis, Arthur Fullilove und Bill Bradley. Die einzigen Top-10-Hits hat die Band nicht in ihrer Heimat USA, sondern in England. Ihr Single-Debüt hat die Formation mit Breaking Down The Walls Of Heartache. Die Aufnahme erreicht Position vier der UK-Charts. Mit - Sweet Inspiration und Blame It On The Pony Express - folgen 1970 zwei weitere Platzierungen unter den ersten zehn in Großbritannien. Ursprünglich unter Bandwagon formiert, nennt man sich nachdem nach und nach bis auf Johnny Johnson alle Originalmitglieder ausgestiegen sind, Johnny Johnson & The Bandwagon. Nach 1970 lässt der Erfolg allerdings nach.

Casey Jones & The Govenors

Casey Jones, mit bürgerlichem Namen Brian Cassar (* 21. März 1936 in Liverpool) ist zunächst Koch, bevor er 1959 die Band Cass & the Casanovas gründet. Diese interpretiert zunächst Folk, wendet sich aber schnell dem erfolgversprechendem Beat zu. Es wird aus Cass „Casey Jones“, seine Begleitband heißt nun The Engineers – beides Anspielungen auf die im englischen Sprachraum relativ bekannte Geschichte des amerikanischen Lokomotivführers gleichen Namens. Zu den Mitgliedern gehören zeitweise Musiker wie Eric Clapton und Tom McGuinness. Nach dem Ende dieser gleichfalls kurzlebigen Besetzung ruht die musikalische Karriere von Casey Jones für einige Zeit, da er für das Fernsehen entdeckt wird und in etlichen Maigret-Folgen vor der Kamera steht.
Als die Serie abgedreht ist, stellt Casey Jones neue Band zusammen. Das dabei entstandene Quintett nennt sich Casey Jones & The Governors und er spielt sich innerhalb kürzester Zeit einen hervorragenden Ruf als temperamentvolle Beatband. Die fünf Musiker touren nicht nur erfolgreich durch England, sondern auch durch Deutschland und feiern im Hamburger *Star-Club große Erfolge.
Die Plattenkarriere dauert jedoch nur ein Jahr, dann verschwindet die Formation in der Versenkung. Trotzdem sind sie bis weit in die 90er Jahre aktiv. Auch heute noch tritt die Combo verschiedentlich auf. Casey Jones lebt inzwischen in Unna. Mitglied David Colman arbeitet von den 60ern bis in die 90er als Musikredakteur und Discjockey beim WDR.
Die weiteren Mitglieder der Band - Roger Hook, Jim Redford und Peter Richards.

Jo Jo Gunne

Jay Ferguson (Keyboard, Piano, Vocals und Gitarre) und Mark Andes (Bass und Vocals), die zuvor die Band Spirit verlassen hatten, gründen 1971 in Los Angeles die Formation Jo Jo Gunne. Die weiteren Mitglieder: Matt Andes, der Bruder von Mark (Gitarre, Vocals) und William "Curly" Smith (Schlagzeug, Vocals und Harp). Sie unterzeichnen einen Plattenvertrag beim neu entstandenen Plattenlabel Asylum Records. Ihren Bandnamen haben sie dem gleichnamigen Chuck-Berry-Song aus dem Jahr 1958 entliehen, der gleichwohl auch die Programmatik der Band ankündigt: geradliniger Rock ’n’ Roll, der den Leuten gute Laune macht und Spaß bringt.
Die aus dem selbst Betitelten 72er Debütalbum ausgekoppelte erste Single Run Run Run ist zugleich der einzige Hit der Gruppe: Top 30 in den USA und in Großbritannien Platz 6.
Mark Andes verlässt im Anschluss daran die Band und wird durch Jimmie Randall ersetzt.
Das Albumcover zur dritten LP Jumpin' the Gunne (1973) zeigt die Bandmitglieder nebeneinander in einem großen Messingbett liegend. Auf der Rückseite schwebt schräg über ihnen ein korpulentes, nacktes Weib, während ein kleines Schweinchen auf dem Boden zu ihr hinauf blickt. Das Innencover offenbart das Schwein und die dicke Frau wie sie sich Nase an Nase gegenüberstehen. Die Aufmachung dieses Covers wir dafür verantwortlich gemacht, dass die Verkaufszahlen der Band rapide zurückgehen, während das Album selbst handwerklich soliden aber uninspirierten Mainstream-Rock ohne besondere Höhepunkte bietet.
Nach Jumpin' the Gunne verläßt auch Matt Andes die Band und wird zunächst von Star Donaldson und danach durch John Staehely ersetzt, der zuvor auf dem Spirit-Album Feedback mitgespielt hat. Das letzte Originalalbum von Jo Jo Gunne So... Where's the Show? (1974) zeigt sich die Band noch einmal in Hochform, kann aber kommerziell an den früheren Erfolg nicht anknüpfen. 1975 löst sich Jo Jo Gunne schließlich auf.
Die Band wird dann fast 30 Jahre später in Originalbesetzung wiederbelebt. Jay Ferguson, Mark Andes, Matt Andes und Curly Smith touren seitdem wieder zusammen und haben 2005 ein neues Album mit dem Titel Big Chain eingespielt.




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Kasenetz-Katz Singing Orchestral Circus
Der Kasenetz-Katz Singing Orchestral Circus ist ein Projekt der Musikproduzenten Jerry Kasenetz und Jeff Katz, das 1968 zunächst für ein einmaliges Konzert zusammengestellt wird. Aufgrund des großen Erfolges werden anschließend auch Schallplatten unter diesem Namen produziert.
1968 werden von Kasenetz und Katz alle Bands, mit denen sie ihren Bubblegum-Sound produzieren, für ein großes Konzert verpflichtet. Dieses findet im der New Yorker Carnegie Hall mit 64 Mitgliedern aller Bands unter dem Namen Kasenetz-Katz Singing Orchestral Circus statt. Neben den Musikern der 1910 Fruigum Company und dem Ohio Express sind noch The Music Explosion, Lieutenat´s Garcia´s Magic Music Box, JCW Rat Finks, 1969 Musical Marching Zoo, St. Louis Invisible Band und die Teri Nelson Group beteiligt.
Die Single Quick Joe Small erreicht Platz 25 der US-Charts und in GB sogar Platz 19.

KC & The Sunshine Band

Die Disco-Formation KC & The Sunshine Band aus Florida, mischt R&B mit Funk und Latin Grooves zu Partymusik im Miami Sound. Sie wird in der zweiten Hälfte der 70er Jahre vor allem durch ihre Hits „That’s the Way (I Like It)“, „(Shake, Shake, Shake) Shake Your Booty“, „Give It Up“, „Get Down Tonight“ und „Please Don’t Go“ bekannt. Zwar besteht die Gruppe fast durchgehend aus sieben bis elf (meist schwarzen) Musikern, den Kern der Band machen aber die beiden (weißen) Produzenten und Songschreiber Harry Wayne Casey (Spitzname: K.C.) und Richard Finch aus.
Bevor Casey und Finch mit der Sunshine Band erfolgreich sind, schreiben sie für George McCrae den Welthit Rock Your Baby.

Kenny

1973 taucht der Name Kenny zum erstenmal auf. Auf dem RAK-Plattenlabel von Mickie Most erscheint der Titel Heart Of Stone (Nr. 11 in GB und Nr. 28 in Deutschland). Dahinter steckt der irische Sänger Tony Kenny. Auf dem gleichen Label erscheint 1974 "The Bump". Jetzt steht eine Teenie-Band hinter dem Namen Kenny. Diese Aufnahme ist europaweit in den Charts, in GB schafft sie es bis auf Platz Nr. 3. Außerdem kreiern sie mit diesem Hit einen neuen Tanzstil in den Discos, bei dem sich die Tänzerinnen und Tänzer zuerst mit dem Po und nach einer Drehung mit dem Bauch berührten, wobei die Berührungen im Sprung ausgeführt wurden (sah bei Größenunterschieden von Weiblein und Männlein manchmal sehr lustig aus). Mit Fancy Pants und Julie Ann folgen 1975 zwei weitere Top-10-Notierungen.
Die Originalbesetzung der Band:
- Rick Driscol (Gesang, Gitarre - *01.05.1957)
- Yan Stile (Gitarre - *16.01.1957)
- Chris Redburn (Bass - *14.03.1957)
- Christopher Lacklinson (Keyboards - *15.10.1956)
- Andy Walton (Schlagzeug - *01.10.1957)

The Kinks

Im Herbst 1963 verschafft sich die Amateur-Combo The Ravens mit Hilfe von zwei Managern einen Plattenvertrag bei Pye-Records. 1964 Umbenennung in Kinks mit „K“, was soviel wie knicke bedeutet; die Besetzung Ray Davis, v/g (*1944), sein drei Jahre jüngerer Bruder Dave Davis, v/g, Pete Quaife, b (*1943) und Mick Avory, d (*1944). Im Februar 1964 erscheint mit Long Tall Sally die erste Single. Erst als sie dazu übergehen ihre eigene Musik zu schreiben kommt der Erfolg. Ray Davis schreibt die Nummer You Really Got Me und diese Aufnahme wird im September 1964 der erste Nummer-1-Hit für die Kinks. Bis 1995 steht man 25 mal in den Charts, davon 15 mal in der Top-10. Wegen ihrer sarkastischen Texte haben sich die Kinks nicht nur Freunde gemacht und werden in ihrer Heimat GB sehr oft von Rundfunkanstalten boykottiert, was ihrer Popularität jedoch keinen Abbruch tut. Nach den Beatles, Rolling Stones und Who sind die Kinks die vierte britische Band, die 1990 in die Rock´n Roll Hall Of Fame aufgenommen wird, und anlässlich dieses Ereignisses spielen sie noch einmal in Originalbesetzung zusammen.

Kiss
Die US-amerikanische Hard-Rock-Band Kiss ist mit über 80 Millionen verkauften Alben zusammen mit Led Zeppelin, Pink Floyd, Eric Burdon, AC/DC, The Rolling Stones, Iron Maiden, Metallica, Deep Purple und The Beatles eine der erfolgreichsten Bands weltweit.
Die Bandmitglieder fallen besonders durch ausgefallene, individuelle Kostüme auf und zeigen sich bis 1983 in der Öffentlichkeit nur geschminkt, wobei jedes Bandmitglied eine eigene, festgelegte Schminkmaske hat. Die Gesichter sind weiß geschminkt. Die aufgemalten Masken schwarz oder silbern (bei Ace Frehley). Peter Criss hat beispielsweise die Maske einer Katze. Paul Stanley trägt neben der plakatweißen Gesichtsgrundierung (die sein kantiges Kinn betont) stets einen blutrot angemalten Mund und einen schwarzen Stern um das rechte Auge. Auf die Frage, warum sie geschminkt auf die Bühne gegangen seien, sagt Stanley 1994: „Eigentlich nur, weil wir das spaßig fanden. Natürlich schockierten wir die Leute mit diesen wilden Farben im Gesicht. Aber wir lachten darüber und bekamen genau die Aufmerksamkeit, die wir wollten.“
Die Ursprünge von Kiss lassen sich zu der New Yorker Rock ‘n’ Roll-Band Wicked Lester zurückverfolgen. Im Jahr 1972 lernen sich der Grundschullehrer Gene Klein alias Gene Simmons und der Taxifahrer Stanley Eisen alias Paul Stanley kennen und entscheiden, zusammen Musik zu machen. Zunächst übernehmen sie in einigen Bands Backing Vocals, bevor sie Wicked Lester gründen. 1973 dann Umbenennung in Kiss. Simmons und Stanley sind auch die treibenden Köpfe der Band. Die Formation erwirtschaftet in den ersten fünf Erfolgsjahren allein in den USA 26 Millionen Dollar. Kiss werden später als Väter des Heavy Metal geehrt. Von der Originalbesetzung touren heute nur noch Paul Stanley und Gene Simmons. (Stand 2010)
Mitglieder der Band:
* Ace Frehley (1973 - 2002)
* Peter Criss (1973 - 2004)
* Paul Stanley (1973 - heute)
* Gene Simmons (1973 - heute)
* Anton Fig (1980 - 1980)
* Eric Carr (1980 - 1991)
* Steve Farris (1982 - 1982)
* Bob Kulick (1982 - 1982)
* Vinnie Vincent (1982 - 1983)
* Mark St. John (1984 - 1985)
* Bruce Kulick (1985 - 1995)
* Eric Singer (1991 - heute)
* Tommy Thayer (2002 - heute)

Kool & The Gang

Die US-amerikanische Soul- und Funk-Band Kool & The Gang, zählt mit über 100 Millionen verkauften Tonträgern zu den größten Publikumslieblingen überhaupt.
Die Keimzelle für ihren Erfolg wurde 1964 an der Lincoln High School in New Jersey, USA, gelegt. Die Brüder Robert Bell (* 8. 10. 1950 in Youngstown, Ohio) und Ronald Bell (* 1. 11. 1951 ebenfalls in Youngstown, Ohio) finden sich zur Band namens Jazziacs zusammen und motivieren ihre Mitschüler George Brown, Claydes Charles Smith und Dennis Thomas zum Mitmachen. Die Gruppe spielt anfangs Jazz, wechselt aber bald zur Rhythm and Soul-Musik über.
Nach fünf Jahren Sessionarbeit und einigen stilistischen Umbesetzungen nennt sich die Band ab 1969 Kool & The Gang. Robert Bells Spitzname „Kool“ wird Namenspate. Mit souligem Disco-Funk erklimmen Kool & The Gang in den 1970er und 1980er Jahren regelmäßig die Charts. 1979 gelingt der Gruppe mit dem Titel „Ladies Night“ der große internationale Erfolg. 25 Mal schaffen es ihre Singles in die Top Ten. Ihre Alben werden 31 Mal mit Gold und Platin ausgezeichnet, so 1985 Doppelplatin für die Langspielplatte „Emergency“. Der brasilianische Musiker und Produzent Eumir Deodato ist maßgeblich an diesen Erfolgen beteiligt.
Bläsersätze, das Disco-Fundament und die Gesangslinien ihrer Songs lassen manchen Ohrwurm entstehen. Zu den Klassikern der Gruppe zählen Hits wie „Ladies Night“, „Fresh“, „Celebration“, „Get Down On It“ oder „Joanna“.
Mitte der 1980er Jahre lässt der Erfolg nach. Mit „Cherish“ hat man 1985 den letzten, großen Hit.

Billy J. Kramer & The Dakotas

Billy J. Kramer, geboren am 19.08.1943 als William Ashton, beginnt seine musikalische Karriere bei der Liverpooler Band The Coasters, die als Halbprofis arbeiten und diesen Status auch nicht aufgeben wollen. Beatles-Manager Brian Ebstein kauft Billy für 50 Pfund aus dem Vertrag und stellt ihm die Dakotas aus Manchester zur Seite. Er besorgt den Jungs einen Vertrag bei der Plattenfirma Pharlopohne. Produziert werden sie von George Martin, dem Beatles-Produzenten. Nur drei Monate später haben Billy J. Kramer & The Dakotas mit dem Lennon/McCartney-Titel Do You Want To Know A Secret ihren ersten Top-10-Hit. Die Aufnahme steht im Mai 1963 auf Platz 2 in GB. 1964 hat die Formation vier weitere Top-10-Notierungen. Danach wird es ruhig um die Band, die sich schließlich 1968 trennt.


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