I - M

I/J

Frank Ifield
Der am 13.11.1937 in Coventry, GB geborene Frank Ifield zieht im Alter von 9 Jahren mit seiner Familie nach Australien. Die dortigen Radiostationen spielen zu jener Zeit viel Country & Western. Frank wird von dieser Musik infiziert und beginnt sie nach zuspielen. 1950, im Alter von 13 Jahren nimmt er mit Did You See My Daddy Over There seine erste Platte auf und wird auf dem fünften Kontinent zum absoluten Star. 1959 kehrt Frank Ifield nach GB zurück und gehört bis zum Beginn der Beatlemania auch hier zu den Superstars. Mit seiner Single I Remember You ist er im Juni 1962 Nr. 1 in GB und Nr. 5 in den USA. Es ist der größte internationale Erfolg für den Sänger. In den Charts werden seine Platten bis Anfang 1967 notiert.

Terry Jacks
1968 gründet Terry Jacks (*29.03.1944 in Winnipeg, Manitoba, Kanada) mit seiner späteren Frau Susan Pesklevits die Poppy Family, die sich 1973 wieder trennt. Danach arbeitet Jacks unabhängig und wirkt 1972 an einem Album der Beach Boys mit, für das er Seasons In The Sun, die englische Version von Le Moribond des belgischen Sängers Jacques Brel aus dem Jahr 1961 vorschlägt.
1964 hat der Texter Rod McKuen dieses ins Englische übersetzt und das Kingston Trio hat es aufgenommen. Es verkauft sich zwar nicht sehr gut, bleibt Terry Jacks jedoch im Gedächtnis. Nachdem die Beach Boys ablehnen, den Song ins Album zu nehmen, schreibt Jacks ihn teilweise um und veröffentlicht ihn 1973 selbst. Seasons In The Sun schafft es in den USA und in Kanada bis an die Spitze der Charts und verkauft sich weltweit millionenfach; in den USA bleibt er 15 Wochen, in Kanada 17 Wochen in den Charts.
„Seasons in the Sun“ ist die Geschichte eines im Sterben liegenden jungen Mannes, der sich von seinen Nächsten und Freunden verabschiedet. Während McKuen versucht hat, möglichst nahe an Brels Original zu bleiben, nimmt Jacks zu McKuens Missvergnügen einige Änderungen in der letzten Strophe vor. Es bleibt allerdings der einzige kommerzielle Erfolg.
Terry Jacks engagiert sich später in Kanada und den USA als Aktivist der Umweltschutzorganisation Environmental Watch.

Jefferson
Der britische Sänger Jefferson wird am 11.03.1944 als Geoffrey Turton in Birmingham geboren. Seine musikalische Karriere beginnt er 1961 als Leadsänger und Solo-Gitarrist in der Formation The Rockin´ Berries. Die Gruppe tourt durch England und Europa und macht sich mit Coversongs einen Namen.
Nachdem sich die Gruppe 1968 auflöst, startet Geoffrey Turton seine Solo-Karriere. Seine erste Single Don´t You Believe It floppt, und so rät ihm sein Produzent unter dem Künstlernamen Jefferson weiterzumachen. 1969 ist er mit der Paul-Ryan-Nummer The Colour Of My Love in England erfolgreich. Ende des gleichen Jahres steigt er mit Baby Take Me In Your Arms in die US-Top-40 ein. Auch zwei LP´s aus dem gleichen Zeitraum kommen in die Charts. In seinem erfolgreichsten Jahr hat Jefferson einen schweren Autounfall, der ihn für sechs Monate an das Krankenbett fesselt. Basierend auf seinem großen US-Single-Erfolg tourt Jefferson anschließend durch Amerika, wechselt die Plattenfirma und bringt eine neue Single und auch LP auf den Markt. Die Single I Love You This Much floppt, wird allerdings später ein Erfolg für das holländische Pop-Duo Mouth & MacNeal.
In den späten 70ern lässt er die Rockin´ Berries wieder neu aufleben und tourt mit ihnen.
2001 bringt Jefferson eine CD mit seinem größten Erfolg Colour Of My Love und unveröffentlichtem Material heraus.

Billy Joel

Er gehört zweifelsohne zu den amerikanischen Superstars der Musik. Der Sänger und Songschreiber Billy Joel (* 9. Mai 1949 als William Martin Joel) wächst in Hicksville auf Long Island im Staat New York auf.
Schon als Kind ist Billy Liebhaber klassischer Musik und nimmt Klavierunterricht. Mit 15 Jahren beginnt er in verschiedenen Rock-Bands zu spielen.
Ab Ende der 1960er arbeitet er zudem als Studiomusiker für verschiedene, namhafte Künstler (u. a. Chubby Checker und The Shangri-Las) und tritt als Billy Martin in Piano-Bars auf.
1972 wird die Plattenfirma Columbia Records auf ihn aufmerksam. Mit dem Album Piano Man gelingt ihm 1973 die erste Platzierung in den Charts. Der große Durchbruch kommt 1977 mit The Stranger. Das Album wird mit einem Grammy ausgezeichnet und erzielt Platin-Status.
Als erster amerikanischer Rockstar geht Billy Joel 1987 auf Tournee in der damaligen Sowjetunion. Diese Tour inspiriert ihn auch zum Titel Leningrad aus dem Album Storm Front (1989). Ein weiterer Hit aus dem Album ist das als Single ausgekoppelte We Didn’t Start the Fire, dessen Text die wichtigsten Ereignisse, Personen und Gegenstände der Geschichte zwischen 1949 und 1989 enthält. Dieses Stück belegt Platz eins in den US-Charts und wurde für einen Grammy nominiert.
Auch das vier Jahre später erschienene Album River of Dreams beschert ihm große Erfolge, darunter vier Grammy-Nominierungen.
In den folgenden Jahren tritt Billy Joel hauptsächlich mit Gemeinschaftsprojekten und bei Benefizkonzerten in Erscheinung. Ab Januar 2006 geht der Sänger wieder auf Tournee, die ihn am 29. Juni (Hamburg) und 2. Juli 2006 (Frankfurt) auch für zwei Konzerte nach Deutschland führt; zum ersten Mal seit zwölf Jahren. Im Rahmen dieser Tour hat er zwölf Mal in Folge im ausverkauften Madison Square Garden gespielt, was vor ihm noch keinem Künstler gelingt. Als Abschluss der Europa-Tour spielen er und Bryan Adams am 31. Juli 2006 vor 500.000 Zuschauern bei einem Gratis-Konzert vor dem Kolosseum in Rom.

Kevin Johnson
Der australische Sänger Kevin Johnson wird 1974 durch das Stück „Rock ‘n Roll (I Gave You the Best Years of My Life)“ bekannt. Geboren wir er am 03. Juli 1942 in Rockdale, Australien.
Er beginnt seine Karriere bei der Gruppe Candymen und schreibt in seiner Freizeit Songs, die ihm einen Vertrag bei einem Musikverlag einbringen. Kevin zieht nach Sydney um, wo er seine ersten Singles, darunter 1968 „Woman You Took My Life“ veröffentlicht. 1971 startet seine erste Australien-Tournee. Im gleichen Jahr gelingt ihm mit der zweiten Single, „Bonnie Please Don’t Go (She’s Leaving)“, in seiner Heimat der Durchbruch – der Song klettert auf Platz 15 der australischen Charts, eine Coverversion von Jim Ed Brown wird ein Erfolg in den Country-Music-Charts in den USA.
1973 veröffentlicht er seinen Song „Rock ‘n Roll (I Gave You the Best Years of My Life)“ und startet weltweit durch. Die Single steigt auf Platz 4 in den Charts und kommt im Laufe der nächsten zwei Jahre auch in den USA, in GB und vielen Ländern Europas in die Hitparaden. Der Song wird von vielen Künstlern in aller Welt gecovert und mehrere zehn Millionen mal verkauft.
Seither hat Kevin Johnson viele bekannte Songs geschrieben, die von so unterschiedlichen Künstlern wie Cliff Richard, Des O’Connor, Gary Glitter, Harry Chapin, Joe Dassin, John Leyton, Mac Davis, Roger Whittaker, Sonny Curtis, Terry Jacks, The Cats, Tom Jones, Travis Tritt oder Val Doonican gecovert werden.
In der zweiten Hälfte der 70er und in den 80er Jahren ist Johnson regelmäßiger Gast in Fernsehshows in Australien und Europa. In Deutschland nimmt er 1982 zwei Lieder mit James Last auf, „My Bonnie Lies Over the Ocean“ und „Rolling Home“, die auf der Last- LP „Nimm mich mit Käpt’n James auf die Reise“ erscheinen.

Tom Jones

Der Waliser Tom Jones, geboren am 07.06.1940 als Thomas Jones Woodward, hat eigentlich Sandie Shaw seinen ersten Nr.1-Hit zu verdanken, denn sie hatte den Titel It´s Not Unusual, der ihr angeboten wurde abgelehnt, weil er ihr nicht gefiel. Diese Nummer ist 1965 Nr.1 in GB und damit beginnt der Aufstieg von Tom Jones und eine beispiellose über 40jährige Karriere. Ab Anfang der 70er zählt Tom zu den den großen Stars als Sänger und Entertainer in Las Vegas. Seine Hitparadenerfolge reichen bis über das Jahr 2000 heraus. Über 20 Top-10-Notierungen allein in GB, USA und Deutschland sind eine stolze Bilanz. Mit It´s Not Unusual (1965), Green, Green Grass Of Home (1966), Delilah, Help Yourself (1968) und Sex Bomb (2000) steht der Frauenschwarm auf Platz Nr.1.

K / L

Nick Kamen
Nick Kamen (*15. April 1962 in Essex, England) ist Fotomodell und Sänger. Er wird Mitte der 1980er mit einem Werbespot für eine Jeansmarke bekannt, in dem er sich in einem Waschsalon bis auf die Boxer Shorts auszieht.
Auf seine Popularität aufbauend und mit der Unterstützung von Madonna entsteht 1986 die Single Each Time You Break My Heart, mit der er einen internationalen Charterfolg landen kann. In den USA belegt die Single den ersten Platz der Billboard Dance Charts.
Zwei Jahre später veröffentlicht er sein zweites Album Us. Es wird von Patrick Leonard produziert und wie schon bei seiner Debütsingle ist bei dem Song Tell Me auch Madonna wieder als Backgroundsängerin zu hören (im Video ist sie lediglich als kurze Fotoeinblendung zu sehen). In Italien belegt Tell Me eine Woche Platz 1 der Charts.
Den größten Erfolg seiner Karriere feiert Kamen 1990. I Promised Myself, die erste Single aus seinem dritten Album Move Until We Fly erobert sowohl in Deutschland, wie auch der Schweiz die Top Ten der Single-Charts. In Österreich belegt das Stück ab Juni 1990 für sechs Wochen Platz 1. Ein Remix von I Promised Myself kann sich 2004 nicht in den Charts platzieren.

John Kincade
John Kincade (* 25. Juni 1946 in Southport/Liverpool, England), bürgerlicher Name John Knowles, ist in den 70ern zunächst unter Kincade (als Gruppe), wenig später als John Kincade sehr erfolgreich.
In den 60er Jahren beginnt er in London als Schlagersänger. Bei einer Tour durch Spanien, wo er für eine einheimische Hotelkette in Touristenorten auftritt, wird ein Mitarbeiter des damals erfolgreichen Rekordlabels Penny Farthing auf ihn aufmerksam.
Larry Page und John Carter produzieren den Hit Dreams Are Ten A Penny (Jenny Jenny). Besagter John Carter braucht nur einen Tag um das Stück aufzunehmen und spielt alle Instrumente selbst. Um nicht selbst mit seiner damaligen Begleitband Kincade auf Tournee gehen zu müssen, verpflichtet er John Knowles. Der Formation Kincade gelingt es ab November 1972 sich mit dem Song 33 Wochen in den deutschen Charts zu platzieren. In Deutschland werden die Rechte von der Firma Bellaphon Records gekauft. 1973 splittet sich die Gruppe. So werden dann sowohl Singles von Kincade als auch John Kincade (John Knowles) veröffentlicht.
Angesichts seines großen Erfolges in Deutschland verlegt John Kincade seinen Wohnsitz hierher.
Es folgen einige weitere Erfolge (unter anderem eine Version des Kalin-Twins-Hits "When"), ehe er sich 1976 ganz aus dem Musikgeschäft zurückzieht und sich Schweden niederlässt.
Mit dem seit Beginn der 90er aufkommenden „Seventies – Revival“ kommt auch der heute noch in Schweden lebende John Kincade für Auftritte wieder nach Deutschland. Er besitzt in Schweden ein Tonstudio, wo er junge Künstler fordert, und eine Pferdezucht.

Jonathan King
Noch während Jonathan King an der Cambridge University Englisch studiert, schreibt er seinen ersten Hit. Der Titel: Everyonce´s Gone To The Moon. Der als Kenneth King am 06.12.1944 in London geborene Sänger, Songschreiber, Produzent und Eigner der Plattenfirma U.K.-Records, ist im July 1965 Nr.4 in England. Im Laufe der nächsten Jahre bringt er unter etlichen Pseudonymen Platten in die Charts. Bis 1976 ist Jonathan King als Sänger in den Charts vertreten. Nebenbei entdeckt und fördert er Gruppen wie 10cc oder Kursaal Flyers. Außerdem steckt er als Produzent hinter der Piglets-Nummer "Johnny Reggae". Seit Anfang der 80er arbeitet Jonathan King für den den britischen TV-Sender BBC und hat eine wöchentliche Kolumne in der britischen Tageszeitung Sun - Thema: Popmusik.

Leapy Lee
Der britische Sänger Leapy Lee wird am 02.07.1942 in Eastburne als Graham Pulleyblank geboren. Er hat den gleichen Manager wie Tom Jones und Engelbert Humperdinck. Gorden Mills produziert für Leapy zunächst Little Arrows. Die Aufnahme wird im August Nr.2 in GB, Nr.16 in den USA und Nr.15 in Deutschland. Danach spielt Leapy Lee in Nashville eine LP ein, aus der die Nummer Good Morning ausgekoppelt wird, ein Top-30-Hit. Anschließend fällt er mehr durch Trinkgelage und Raufereien auf und landet im Gefängnis. Danach arbeitet Lee kurzzeitig als Produzent und zieht schließlich nach Mallorca wo er in Bars auftritt.

John Lennon
Am 09.10.1940 wird in Liverpool einer der größten Musiker unserer Zeit geboren, John Lennon. John ist zunächst Mitglied der Quarrymen, aus den die Silver Beatles und schließlich die Beatles hervorgehen. Der Exzentriker ist neben Paul McCartney die elementare Figur des erfolgreichsten Quartetts der Pop-Geschichte. John bildet mit Paul zudem ein sehr erfolgreiches Songautoren-Team. Ab 1970 und nach der Trennung der Beatles, ist der Songautor und Musiker als Solist ebenso erfolgreich und arbeitet künstlerisch mit seiner Ehefrau Yoko Ono zusammen. Am 8. Dezember 1980 wird John Lennon von dem geistig verwirrten Attentäter Mark David Chapman in New York vor dem Dakota Building, in dem Lennon mit seiner Frau ein Apartment bewohnt, erschossen. 1991 erhält er John einen Grammy für sein Lebenswerk und wird 1994 in die Rock´n Roll Hall Of Fame aufgenommen.

Shorty Long
Der Pianist, Sänger und Songschreiber Shorty Long wird am 20.05.1940 als Frederic Earl Long in Birmingham, Alabama, USA geboren. Wegen seiner Größe von knapp 150 cm nennt er sich bezeichnenderweise Shorty Long. Der US-amerikanische Soulsänger ist in den 50er Jahren für zwei Jahre Mitglied der Ink Spots und macht 1962 seine ersten Soloplatten. Sein einziger nennenswerter Erfolg war die Novelty-Nummer "Here Comes The Judge", die es Mitte 1968 auf Platz 8 in den USA, 30 in GB und 38 in Deutschland bringt. Möglich, dass seine Karriere noch weitergegangen wäre, aber Shorty Long kommt am 29.06.1969 im Alter von nur 29 Jahren bei einem Bootsunglück auf dem Detroit River in Michigan ums Leben.

M

Barry Manilow
Der US-amerikanische Sänger Barry Manilow lernt schon früh das Klavier spielen. Bevor der am 17.06.1943 in Brooklyn als Barry Alan Pincus, so sein bürgerliche Name, selbst zum Star wird, ist er Pianist und Arrangeur von Bette Midler. So produziert Manilow 1972 auch ihr erstes Album.
Der Erfolg mit Bette Midler sorgt dafür, dass er 1973 sein erstes Soloalbum veröffentlichen kann. 1974 hat er mit dem Song Mandy seinen ersten Welthit und wohl bis heute seinen größten Erfolg. Mit diesem Song beginnt seine weltweite Karriere als einer der erfolgreichsten Sänger im Showbusiness. Innerhalb von fünf Jahren verkauft er 23 Millionen Schallplatten. In den 80er Jahren gehen zwar seine Plattenverkäufe zurück, doch tritt er 1984 zehn Abende in der ausverkauften Radio City Music Hall in New York auf.
Ab 1989 zieht er mit seiner Show Live On Broadway auf einer erfolgreichen Mammut-Tournee um die Welt. Auch in den 90ern und im neuen Jahrtausend ist er mit großen Shows in Las Vegas und weltweiten Tourneen präsent.

Bob Marley
Bob Marley, Mitbegründer des Reggae gehört sicher zu den bedeutendsten Vertretern dieser Musik. Der jamaikanische Sänger, Gitarrist und Songwriter erlangt ab Mitte der 70er mit seiner Band The Wailers internationalen Ruhm.
Geboren wird der Sohn einer dunkelhäutigen Mutter und eines weißen Offiziers der britischen Armee am 06.02.1945 in Nine Miles, Jamaica.
Songs von Marley wie: Buffalo Soldier, Get Up, Stand Up, I Shot The Sheriff, No Woman No Cry, Could You Be Loved? oder Stir It Up werden oftmals und sehr erfolgreich gecovert. Neben seinem musikalischen Werk verbreitet Marley die Botschaft der Rastafari-Bewegung. Für deren Anhänger und für viele Menschen in der Dritten Welt ist Marley eine wichtige Identifikationsfigur.
Er wächst in den Armenvierteln von Kingston auf, wo die Musik die einzige Möglichkeit ist, dem Alltag zu entfliehen. Bereits 1962 nimmt er seine ersten Singles auf, allerdings mit wenig Erfolg. Seine Vorbilder sind Fats Domino und Ray Charles, er lernt in einem Musikkurs Peter Tosh kennen, beide werden Freunde und beherrschen über Jahrzehnte die Reggae-Szene.
Bereits 1965 gründet er The Teenagers, aus denen später The Wailers werden. Die frühen Stücke der Band sind vom damals populären schnellen, gut tanzbaren Ska geprägt. Bis zum Ende der 1960er Jahre sind zusätzlich Elemente der afrikanisch geprägten jamaikanischen Volksmusik enthalten. Zusätzlich wird der Beat verlangsamt und der Musikstil, der heute unter dem Namen Reggae bekannt ist, entsteht. Die ungewöhnliche Musik fasziniert das Publikum.
Den Liedtexten kommt in Bob Marleys Werk eine besondere Bedeutung zu. In den meisten seiner Stücke geht es um spirituelle Inhalte, die ohne Kenntnisse der Rastafari-Religion schwer verständlich sein können.
1980 erkrankt Bob Marley an Krebs und stirbt am 11.05.1981.
Sein letztes Konzert gibt er am 23.09.1980 in Pittsburgh, USA.
1994 wird Bob Marley posthum in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen und zu seinem 60. Geburtstag im Jahre 2005 werden weltweit große Gedenkkonzerte veranstaltet. Zwei Jubiläumskonzerte finden in Addis Abeba und Kingston statt.

Keith Marshall
Der Sänger, Gitarrist und Songautor Keith Marshall wird am 5.06.1956 in London geboren.
Er ist Mitglied der britischen Popgruppe und Teenieband Hello, mit der er Mitte der 70er einige Erfolge feiern kann.
1979 bringt er sein Solo-Debüt-Album Keith Marshall heraus.
Seinen größten Hit landet er 1981 mit Only Crying.

Van McCoy
Van Allen Clinton McCoy, so lautet der vollständige Name von Musikproduzent, Songschreiber und Musiker Van McCoy. Der am 06.01.1944 in der amerikanischen Hauptstadt Washington, D.C. geborene Künstler bekommt schon früh Klavierunterricht und beginnt im Alter von 12 Jahren seine ersten Lieder zu schreiben.
Er gibt allerdings im Teenageralter die Musik vorübergehend auf, hauptsächlich deswegen, weil ihn seine Freunde wegen des Klavierspielens necken.
Erst als er bereits Psychologie an der Howard-University studiert, beginnt Van McCoy erneut mit dem Pianospielen.
Seine ersten Erfahrungen als Sänger sammelt er mit 15 Jahren. Er gründet nach einigen erfolglosen Jahren 1960 sein eigenes Plattenlabel und arbeitet unter anderem als Produzent für die Drifters, die Shirelles und Gladys Knight. Mit dem Hit The Hustle hat Van McCoy 1975 einen Nummer-1-Hit in den USA. Dafür erhält er einen Grammy. Trotz all seiner Pop-Hits gilt seine Liebe eigentlich der klassischen Musik, da er speziell Wagner, Beethoven und Rachmaninow mochte.
Van McCoy stirbt am 06.07.1979 an einem Herzanfall.

George McCrae
Tagsüber arbeitet George McCrae (*19.10.1944 in West Palm Beach, Florida) als Hausmeister in einer Bar, in der er auch abends singt. Kurz bevor Harry Casey und Richard Finch mit KC & The Sunshine Band erfolgreich sind, schreiben sie Mitte `74 einen Song, der ein Welthit werden soll. Die Aufnahme heißt Rock Your Baby und wird Spitzenreiter in den USA, GB und Deutschland. Die Single wird über 15 Millionen mal verkauft und ist in weiteren 79 Ländern in den Charts. George McCrae, der vorher erfolglos getingelt hat, ist dank dieser Aufnahme plötzlich der König der Soul-Disco-Revolution. Mit I Can´t Leave You Alone (1974) und It´s Been So Long (1975) hat der Sänger zwei weitere Top-10-Notierungen. Er singt außerdem mit seiner Frau Gwen im Duett und wird später ihr Manager. Ende der 80er zieht es George nach Europa und lebt zeitweilig in Deutschland. George McCrae ist inzwischen mit einer Holländerin verheiratet, die selbst einmal als Werbestar berühmt ist. Als erste Werbungs-Nackte macht sie Mitte der 70er als Klippenspringerin für ein bekanntes Duschmittel von sich reden.

Barry McGuire
Der amerikanische Sänger und Songschreiber Barry McGuire aus Oklahoma beginnt seine Karriere 1961 in der Formation New Christy Ministrels. Die Gruppe hat 1963 mit Green Green einen Top-20-Hit in den USA. 1965 bringt er das Stück Eve Of Destruction auf den Markt. Mit dieser Aufnahme über den anstehenden Weltuntergang trifft der Sänger genau den Nerv der damaligen Jugend. Begleitet wird Barry auf dieser Aufnahme von den Grass Roots, die ihrerseits zwischen 1967 und 1971 drei Top-10-Hits aufweisen können.

Scott McKenzie
Scott McKenzie, geboren am 10.01.1939 als Philip Blondheim in Jacksonville Beach, Florida, hat sich mit „San Francisco“, der Hymne der Blumen der Blumenkinder, unsterblich gemacht.
Anfang der 1960er Jahre steigt er in die Gruppe Smoothies ein, die von John Phillips - später Mitbegründer der Gruppe The Mamas & The Papas - geleitet wird. Daraus entwickelt sich das Folk-Trio Journeymen, das drei Alben und sechs Singles bei der Plattenfirma Capitol veröffentlicht. Nachdem die Popularität der Folk-Musik nachlässt, steigt Scott aus und versucht sich als Solist. 1967, John Phillips hat sich inzwischen als Songschreiber etabliert, nimmt McKenzie den Phillips-Titel „San Francisco (Be Sure To Wear Some Flowers In Your Hair)“ auf - er wird ein Welthit. Mit „Like An Old Time Movie“ gelingt ihm noch ein weiterer Hit - dann ist er wieder weg. Die alte Freundschaft McKenzie und Phillips hält über die Jahre. Beide tauchen 1988 als Mitautoren des Hits „Kokomo“ der Beach Boys auf.
1998 zieht Scott McKenzie mit Barry McGuire und zwei Sängerinnen als Mamas & Papas durch Großbritannien und 2001 tritt er beim Gedenkkonzert für den verstorbenen John Phillips auf.
Scott McKenzie stirbt nach Angaben seines Freundes Gary Hartman am 18. August 2012 im Alter von 73 Jahren an den Folgen des Guillain-Barré-Syndroms.

Ross McManus

Ross McManus lernt als jugendlicher Geige und Trompete zu spielen, geht aber musikalisch in Richtung Jazz.
Der am 20.10.1927 geborene Brite wird nach dem Krieg zum Militär eingezogen und ist in Ägypten stationiert, wo er sein Talent als Unterhalter entwickelt.
Zurück in England tritt er in Clubs auf und wird zum Sänger und Songschreiber.
Im Jahr 1955 wird er von Joe Loss und seinem Orchester engagiert und ist Sänger einer der erfolgreichsten britischen Big Bands seit den 40er Jahren. Zwischen 1961 und 1964 haben sie mehrere Chart -Hits in der britischen Hitparade.
1964 nimmt Ross McManus den selbstgeschriebenen Song „Patsy Girl“ zusammen mit den Musikern von Joe Loss auf, bleibt aber damit zunächst erfolglos. Erst zwei Jahre später, als das Stück seinen Weg auf den europäischen Kontinent gefunden hat, wird es zum Hit. Besonders in Österreich und Deutschland ist der Bluebeat-Titel ein größerer Chart-Hit. Es bleibt aber auch sein einziger Erfolg.
1970 nimmt er den Beatles-Song „The Long and Winding Road“ unter dem Namen Day Costello mit eigenem Orchester auf.
Costello ist der Geburtsname seiner Großmutter gewesen.
Sein Sohn Declan Patrick feiert in den 70ern und 80ern unter dem Namen Elvis Costello als Sänger große Erfolge.
Ross ist später auch als Trompeter auf Aufnahmen von Elvis Costello vertreten.
Ross McManus stirbt am 24.11.2011.

Don McLean
Die Ballade American Pie aus dem Jahr 1971 macht den amerikanischen Sänger und Komponisten Don McLean (* 02.10.1945 in New Rochelle, New York) weltberühmt. Für den Künstler soll in diesem Stück mit Buddy Holly´s Tod auch die Musik gestorben sein.
Weitere Erfolge feiert Don mit: „Vincent“ (dem niederländischen Maler Vincent van Gogh gewidmet), „Castles In The Air“ und „Winterwood“.
Ein Gedicht über Don McLean, „Killing Me Softly With His Blues“ von Lori Lieberman, wird in das Musikstück Killing Me Softly von Charles Fox und Norman Gimbel umgearbeitet. Von Lieberman stammt auch die Originalaufnahme aus dem Jahr 1971. Roberta Flack macht dieses Stück im Jahr 1973 zum Top-10-Hit.
1981 hat der Sänger einen internationalen Nummer-Eins-Hit mit dem Roy Orbinson Klassiker Crying.
Der Song American Pie ist für Don McLean finanziell sehr erfolgreich, hat aber einen sehr rätselhaften Text (siehe Bemerkung oben). Auf die Frage, was dieser Songtext bedeutet, antwortet McLean einmal scherzhaft: „It means I never have to work again“ (es bedeutet, dass ich nie wieder zu arbeiten brauche).

Ralph McTell
Der vom Folk beeinflusste Songwriter, Sänger und Gitarrist Ralph McTell (* 3. Dezember 1944 in Farnborough, Kent) veröffentlicht 1967 sein erstes Album „Eight Frames a Second“. Bekannt wird er vor allem mit „Streets of London“, einer Single-Auskopplung von seinem zweiten Album „Spiral Staircase“ von 1969, das allerdings erst 1974 in die Charts kommt. Nach Anfangserfolgen, wie z. B. „Girl on a Bicycle“ (das später von Herman van Veen auf Deutsch gecovert wird) oder „England“, einer sozialkritischen Liebeserklärung an sein Heimatland, wendet er sich in den 70er Jahren mehr dem kommerziell orientierten Mainstream zu. Erst Ende des Jahrzehnts findet er im Umfeld des aufkommenden Irish Folk Revivals wieder zu seinen Wurzeln zurück. In den 80ern arbeitet Ralph McTell an verschiedenen Kindersendungen mit. Beispielsweise singt er den Titelsong der Trickfilmreihe „Der Wind in den Weiden“ (1984 - 1988) und er wirkt bei der Sendung Alphabet Zoo von der BBC mit.

Glenn Medeiros
Der US-amerikanische Sänger Glenn Medeiros (* 24. Juni 1970 auf Hawaii) nimmt 1987 sein erstes nach ihm selbst benanntes Album auf.
Darauf sind vor allem Balladen im Stile des Soft Pop zu finden, allen voran das als Single ausgekoppelte Nothing's Gonna Change My Love For You. In seiner amerikanischen Heimat erreicht dieses Stück Platz zwölf in den Charts. Wesentlich erfolgreicher ist der Sänger damit in Großbritannien, wo der Song im Sommer 1988 den ersten Platz der Hitparade belegt.
In der Folge ändert Glen Medeiros seinen musikalischen Stil und orientiert sich mehr am R&B. So spielt er 1990 erneut ein Album namens Glenn Medeiros ein, bei dem diesmal Ray Parker Jr. und Bobby Brown mitwirken. Gemeinsam mit Brown veröffentlicht er die Single She Ain't Worth It, die es auf Platz eins der US-Charts schafft.
Weitere Erfolge bleiben danach allerdings aus. 1992 nimmt Medeiros gemeinsam mit Thomas Anders, dem ehemaligen Sänger von Modern Talking, die Single Standing Alone auf, die in den deutschen Charts allerdings nicht über Platz 72 hinauskommt.

John Miles
Der englische Musiker und Komponist John Miles (geb. am 23. April 1949 in Jarrow) ist vor allem 1976 durch das Album Rebel mit dem Hit Music (Was My First Love) bekannt geworden. John arbeitet als Studiomusiker, als er dieses Album aufnimmt, auf dem er eingängige Rockmusik in Verbindung mit symphonischen Streichersätzen spielt. Den durchschlagenden Verkaufserfolg dieses Albums erreicht er nie wieder und arbeitet deshalb wieder im Studio für andere Musikerinnen und Musiker. So ist er auf dem 1976er Album von Alan Parsons Project mit dem Titel „Tales of Mystery and Imagination“, einer Vertonung der Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe zu hören. Für diese Studioproduktion verpflichtet Produzent Alan Parsons verschiedene Rockmusiker, mit denen er jeweils Teile des Werks aufnimmt und dieses dann im Studio zusammenmischt.
Später begleitet John Miles Joe Cocker und die Rocksängerin Tina Turner auf ihren Tourneen als Keyboarder und Gitarrist. Er erscheint auf ihrer Konzertplatte Live in Europe (1988). Als Solokünstler gelingt ihm dagegen kein großer Erfolg mehr.

Chris Montez

„Hey, baby, won´t you take a chance...?“ - diese Zeile eröffnet einen der bekanntesten Songs der Rock `n´ Roll-Geschichte, „Let´s Dance“. Gesungen hat ihn Chris Montez, geboren als Ezekiel Christopher Montanez am 17.01.1943 in Los Angeles. Er wird von dem Künstleragenten und Songwriter Jim Lee entdeckt, dem auch das Monogram-Label gehört. Chris Montez unterschreibt bei ihm, und Let´s Dance wird 1962 weltweit zum Hit, u.a. in den USA Platz vier und in GB Nummer zwei. Auch Some Kinda Fun im Jahr darauf erreicht Spitzenplätze. Dann dauert es drei Jahre, bis der Sänger wieder erfolgreich ist. Nach seinem Wechsel zu A&M-Records, dem Plattenlabel von Herb Alpert und Al Martino, gelingen ihm mit Call Me, The More I See You, There Will Never Be Another You und Time After Time (ein Frank-Sinatra-Hit von 1947) weitere Treffer beim Publikum. Let´s Dance ist längst ein Evergreen geworden. Bester Beweis: Als der Song 1972 und 1979 in England wiederveröffentlicht wird, platziert er sich beide Male sofort wieder in den Hitlisten.

Manfred Morgan

Der deutsche Sänger, Gitarrist, Pianist und Songautor Manfred Morgan (*18.11.1948 als Rudi Endelmann), wächst in Stuttgart auf. Nach Schule und Studium wird er Lehrer. Sein musikalisches Talent zeigt er zunächst als Mitglied der Begleitband des Schlagersängers Erik Silvester. Anfang der 1970er Jahre macht er sich dann als Schlagersänger einen Namen. Sein größter Hit ist 1971 Zuerst kam die Sonne. Dieser Schlager wird zwanzig Jahre später von seinem Namenskollegen Michael Morgan neu veröffentlicht.
Bis Mitte der 1970er Jahre hat Manfred Morgan noch ein paar weitere Schlagererfolge, dann wird es ruhiger um ihn. Er ist dann vor allem als Komponist und Texter tätig, darüber hinaus schreibt das Musical "Seifenblasen", das regional große Erfolge feiert.
Danach arbeitet Manfred Morgan wieder als Grundschullehrer in Bietigheim-Bissingen. Er stirbt am 17. Juni 2015 nach langer Krankheit.

Giorgio Moroder
Der Sänger, Komponist und Produzent Georgio Moroder wird am 26.04.1940 in Ortisei, Südtirol geboren. Er beherrscht mehrere Instrumente und spricht fünf Sprachen, zudem gilt Giorgio als Erfinder der Syntheziser-Disco-Musik. Als Komponist von Filmmusiken setzt er neue Maßstäbe und erhält für seine Kompositionen zu Midnight Express, Flashdance und Top Gun einen Oskar. Weiter Filme für die Giorgio Moroder die Musik schreibt sind u.a. Amercin Gigolo, Cat People und Thank God, it´s Friday. Zusammen mit Paul Engemann schreibt er die Hymne der olympischen Sommerspiele von 1984 in Seol, Reach Out. Er komponiert u.a. für Ricky Shane, Mary Roos, Donna Summer, Michael Holm, Gianna Nannini und Elton John. Anfang der 70er ist Giorgo Moroder als Sänger ebenfalls erfolgreich.


Share by: