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N / O

Napoleon XIV
Napoleon XIV ist das Pseudonym des Musikproduzenten Jerry Samuels (*1938 in New York), unter dem er in den 60ern einige Platten veröffentlichte.
Größter Erfolg ist sein erstmals 1966 veröffentlichter Novelty-Song They’re Coming To Take Me Away Ha-Haaa!. In der Spaßnummer, die vielmehr eine mit Trommelrhythmus unterlegte Rede als ein Lied ist, geht es um einen Mann, dessen Hund davongelaufen ist und der darüber den Verstand verliert. Und die Weißkittel kommen und bringen ihn weg ins Heim zu den Korbflechtern.
Die Besonderheit an dem Lied ist, dass Samuels dabei mit verschiedenen Geschwindigkeiten der Aufnahmebänder experimentiert hat, um die Bandbreite von einem ruhigen, rhythmischen Erzählen bis zu einer schrillen, nach einem Verrückten klingenden Anklage an den Hund darzustellen. Er geht mit 35 Dollar ins Studio um das Stück zu produzieren. Da das Geld nur für die A-Seite der Single reicht, lässt er auf der B-Seite das Stück einfach rückwärts laufen; folglich nennt sich der Interpret VIX Noelopan.
In Großbritannien erreicht der Titel Platz 4 in den Charts und in den USA Platz 3. In Deutschland erreicht er keine hohe Platzierung, ist aber so bekannt, dass eine Deutsche Version mit dem Titel Ich glaab, die hole mich ab, Ha-Haaa! als Schallplatte erscheint.
Das Stück ist ein (sehr) früher Vorläufer von Rap und Hip-Hop, wurde mittlerweile mehrfach gecovert (u. a. von Lard, 1990) 1973 von Warner Brothers neu aufgelegt und gilt heute noch als Kultsong. Produzent der Platte ist Kim Fowley.

Johnny Nash

John Lester Nash Jr., besser bekannt als Johnny Nash (* 19. August 1940 in Houston, Texas), ist US-amerikanischer Pop- und Reggae-Musiker.
Nash beginnt seine musikalische Karriere als Popsänger in den 50ern und wird als Interpret des Titelsongs des The Mighty Hercules-Cartoons berühmt. Sein größter Hit ist 1972 I Can See Clearly Now. Er unterstützt die jamaikanische Reggaelegende Bob Marley in dessen unbekannten Jahren und covert auch einige seiner frühen Songs, z.B. Stir It Up, Reggae On Broadway, Guava Jelly und Mellow Mood.
Er ist auch als Schauspieler in der schwedischen Romanze Vill så gärna tro (1971) als Komponist Robert zu sehen. 1975 hat Johnny Nash mit Tears On My Pillow einen weiteren Nummer-Eins-Hit in Großbritannien.

Ricky Nelson
Ricky Nelson, (* 8. Mai 1940 in Teaneck, New Jersey als Eric Hilliard Nelson; † 31. Dezember 1985 in De Kalb, Texas), war einer der ersten Teenager-Stars in den Vereinigten Staaten.
Sein Vater Ozzie Nelson hat eine Bigband, seine Mutter Harriet Hilliard Nelson ist die Sängerin dieser Band. Nelson beginnt seine Karriere mit seiner Familie in der Radio- und Fernsehshow The Adventures of Ozzie & Harriet. 1957 startet Rick´s Rock’n’Roll-Karriere. Seine erste Single, mit der er seine Freundin beeindrucken wollte, ist I’m Walkin (im Original von Fats Domino); Nelsons Coverversion steigt bis auf Platz 4 der Charts.
Der Sänger arbeitet mit bedeutenden Musikern zusammen, wie: James Burton, Joe Maphis und Johnny & Dorsey Burnette. In den späten 1950ern und frühen 1960ern ist Ricky Nelson mit 30 Top-40-Hits einer der kommerziell erfolgreichsten Sänger in den USA und wird nur von Elvis Presley übertroffen. 1963 unterschreibt der Sänger einen 20-Jahres-Vertrag mit Decca Records, aber nach dem Titel For You im Jahr 1964 hat er keine größeren Hits mehr.
Ricky Nelson spielt auch in Filmen mit, z. B. in Rio Bravo (1959), an der Seite von John Wayne und Dean Martin, mit dem er gemeinsam den Hit „My Rifle, My Pony and Me“ zum Besten gibt. Ricky Nelson spielt auch noch in einigen anderen Filmen mit, darunter in Love and Kisses (1965).
Der Sänger und Schauspieler stirbt am Silvestertag 1985 bei einem Flugzeugabsturz in De Kalb in Texas.
Er ist Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame, der Rockabilly Hall of Fame und hat einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Willie Nelson
Der 1933 geborene Mann mit dem roten Piratenkopftuch ist eine der größten Musiker-Legenden der Welt. Schon als kleiner Junge fängt Willie Nelson in seiner texanischen Heimat an, Songs zu schreiben, veröffentlicht Mitte der 50er Jahre erste Alben und wird ab 1962 ein Star in Nashville. Zusammen mit seinem langjährigen Freund Waylon Jennings erfindet er den von Nashville unabhängigen „Outlaw-Stil“ und gibt der Country-Musik eine ganz neue Richtung. Einige seiner Songs werden von Frank Sinatra gesungen und sein alljährliches „Willie Nelson Picknic“ entwickelt sich nach und nach zu einem der bedeutendsten Country & Western-Musik-Festivals in ganz Amerika. Weltstars wie Ray Charles oder Julio Iglesias nehmen Duette mit ihm auf. Der stets eigenwillige Nelson spielt auch in etlichen Filmen mit und wird 1993 in die Country Music Hall Of Fame aufgenommen.

Nilsson
Nilsson, als Harry Edward Nilsson III am 15.06.1941 in Brooklyn, New York City, USA geboren, versucht sich in den frühen 60ern unter dem Namen Johnny Niles als Sänger. Als Songwriter ist er zunächst wesentlich erfolgreicher. Seine Titel werden von den Ronettes, den Monkees oder auch von Three Dog Night aufgenommen. Nilson liefert nicht nur die Kompositionen ab, sondern singt sie auch als Demo auf Band. Dabei stellt man seitens der Plattenfirma fest, dass er selbst über eine gute Stimme verfügt. 1969 landet er mit Everybody´s Talking aus dem Film Midnight Cowboy seinen ersten Top-10-Hit. Die Köpfe der Gruppe Badfinger, Pete Ham und Tom Evans, schreiben den größten Nilson-Erfolg. Without You erreicht im Dezember 1971 Platz eins in den USA und im Februar 1972 ebenfalls die Spitzenposition in GB. In Deutschland kommt die Aufnahme immerhin auf Platz zwölf. Der Titel Coconut, ebenfalls 1972, wird der letzte Top-10-Erfolg für ihn. Nilson ist in dieser Zeit ein enger Freund von Ringo Starr und John Lennon. Mit letzterem fliegt er aus etlichen Kneipen. In den 80ern zieht sich Harry Nilson fast ganz aus dem Musikgeschäft zurück, um sich seinem Filmverleih in Kalifornien zu widmen. Seine Gesundheit 1993 durch einen Herzinfarkt angeschlagen, zudem unter Diabetis leidend, stirbt Harry Nilson am 15.01.1994 .

Gilbert O´Sullivan

Gilbert O’Sullivan (* 1. Dezember 1946 in Waterford, Irland als Raymond Edward O’Sullivan) geboren, ist Songschreiber und Sänger, der vor allem in der ersten Hälfte der 70er erfolgreich ist. Seine größten Hits sind Alone Again (Naturally), Clair und Get Down.
Er spielt bereits während seiner Schulzeit in verschiedenen Bands und schreibt seine ersten Stücke. Mitte der 60er nimmt er die ersten Singles auf, die jedoch ohne Erfolg bleiben. Stattdessen bringen die Tremeloes zwei seiner Songs heraus: You (1967) und Come On Home (1968). Nach weiteren erfolglosen Aufnahmen kommt 1970 mit Nothing Rhymed der Durchbruch. Die Single steigt bis auf Platz 10 der englischen Charts.
Der Erfolg ist seinem neuen Manager Gordon Mills zu verdanken, der bereits Tom Jones und Engelbert Humperdinck aufgebaut hatte. Die Namensänderung von Raymond zu Gilbert gilt als Hommage an die englischen Operettenkomponisten Gilbert und Sullivan.
1971 erscheint das erste Album Himself. Alone Again (Naturally) wird ein Hit in Amerika und erreicht die Spitze der Charts. 1972 ist Clair Nummer eins in England. Das zweite Album Back to Front ist enorm erfolgreich. 1973 wird Gilbert O’Sullivan zum „Songwriter des Jahres“ gekürt. Die dritte LP I’m a Writer, Not a Fighter kommt heraus. 1974 bekommt Get Down die Auszeichnung “Best Song of the Year”. Das vierte Album A Stranger in My Own Backyard erscheint 1975, doch die Verkaufszahlen beginnen zu sinken.
In den 90ern hat Gilbert O’Sullivan ein beachtliches Comeback, vor allem in Japan. Er veröffentlicht einige neue CDs. Die letzte im Oktober 2006: 'A scruff at heart'. Gilbert wohnt mit Frau und Kindern auf Jersey.

Billy Ocean

Billy Ocean (geboren als Leslie Sebastian Charles; am 21. Januar 1950 in Fyzabad, Trinidad) hat als Sänger und Songschreiber, in den 70ern und 80ern eine Reihe von Hits.
Als Billy sieben Jahre alt ist, zieht seine Familie ins East End von London. Bereits als Teenager singt Billy Ocean in den Londoner Clubs. Seine erste Single veröffentlicht er 1974 unter dem Pseudonym „Scorched Earth“.
1976 kommt sein Debütalbum Billy Ocean heraus. Die ausgekoppelte Single Love Really Hurts Without You erreicht Platz zwei der britischen Charts und Platz 22 in den USA. Es folgen weitere Hits, darunter L.O.D. (Love On Delivery). Ocean schreibt auch Stücke für andere Interpreten, etwa für LaToya Jackson. 1982 hat er mit Nights (Feel Like Getting Down) einen Hit in den US-amerikanischen R&B-Charts.
Seinen größten Erfolg feiert Billy Ocean 1984 mit Caribbean Queen vom Album Suddenly. Je nach Weltregion wird der Titel angepasst, so dass der Song auch als African Queen oder European Queen bekannt ist. Auch das Album Love Zone von 1986 verkauft sich hervorragend, die Singles When the Going Gets Tough, The Tough Get Going (aus dem Film: Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil) und There’ll Be Sad Songs (To Make You Cry) werden Hits. 1988 folgt das Album Tear Down These Walls mit dem Hit Get Outta My Dreams, Get Into My Car.
Danach wird es ruhiger um Billy Ocean. 1989 erscheinen seine Greatest Hits. 2002 erhält er einen Ehrendoktor der University of Westminster.

Oliver

Der amerikanische Sänger Oliver, geb. am 22.02.1945 in North Carolina als William Oliver Swofford, ist zunächst Mitglied der Formation Good Earth. Mit der Nummer Good Morning Starshine aus dem Musical Hair hat Oliver im Frühjahr 1969 seinen ersten Hit. Die Aufnahme erreicht Platz drei in den USA und wird Nr. 6 in GB. Die Nachfolgesingle Jean wird in den USA ein Millionseller, bringt es bis auf Platz zwei, ist in Europa aber kaum bekannt. 1970 ist seine Hit-Karriere schon zu Ende. Er versucht es danach unter dem Namen Bill Swofford, aber auch hier bleibt der Erfolg aus.
Am 12.02.2000 stirbt der Künstler kurz vor seinem 55. Geburtstag an Krebs.


P / Q

John Parr
John Parr - *18. November 1954 in Nottingham. Der britische Rockmusiker zählt mit seinem einzigen Hit St. Elmos Fire zu den typischen Vertretern aus der Reihe „One-Hit-Wonder“.
Im Alter von 12 Jahren gründet der Musiker in Newcastle mit zwei Schulfreunden die Band The Silence, mit der er auch durch Europa tourt.
Später wechselt John Parr zu einer Band namens Ponders End, die zwar in Newcastle (damals neben den Dire Straits) einen guten Ruf als Live-Act genießen, aber es nie bis zu einem Plattenvertrag schaffen. Den soll der Künstler 1983 als Solo-Interpret erhalten. Er arbeitet mit dem Who-Manager John Wolfe und in den USA mit Meat Loaf zusammen, für dessen Album Bad Attitude Parr ein Lied beisteuert.
Naughty Naughty ist John Parrs erster Erfolg, der vor allem in den auf Rock spezialisierten Radiostationen in den USA einschlägt. 1985 unternimmt er eine Tour mit seiner Band The Business als Vorgruppe von Toto. Am Ende der Tournee bietet der Produzent David Foster ihm an, das Titellied für den Film St. Elmo’s Fire zu liefern. Der eingängige Rocksong wird ein Nummer-Eins-Hit weltweit und beschert John Parr etliche Preise, darunter eine Grammy-Nominierung.
St. Elmo’s Fire soll allerdings John Parrs einziger großer Erfolg bleiben. Als Autor und Produzent ist er wesentlich erfolgreicher.

Bernie Paul
Der Sänger und Produzent Bernie Paul wird am 12. 10. 1950 in Schweinfurt geboren.
Bernie Paul (bürgerlicher Name Bernd Vonficht) beginnt in den 60er Jahren als Saxophonist in der Combo Seven Up und wird 1973 Mitglied bei der Gruppe Family Child. 1978 erhält er einen Plattenvertrag bei Ariola und gleich seine erste Aufnahme Lucky erreicht 1978 Platz 6 der Deutschen Charts und Platz 3 der Österreichischen Hitparade. Im selben Jahr erscheint auch eine deutsche Coverversion gesungen von Roy Black. Das Stück In Dreams kommt im Februar 1981 auf Rang 18 der Deutschen Hitparade. Seinen größten Hit hat er im Juni 1981 mit dem Discofox-Titel Oh No No. Dieser Song erreicht den zweiten Platz der Deutschen-Single-Charts. Wencke Myhre singt kurze Zeit später die deutsche Version. Internationale Cover-Versionen dieses Songs gibt es von Sacha Distel und von dem finnischen Sänger Kirka. Seine Coverversion von Angel of the Morning, die er zusammen mit der dänischen Sängerin Bo Andersen singt, wird ebenfalls recht bekannt. Auch als Songschreiber und Produzent ist Bernie Paul sehr erfolgreich. Er schreibt It's a real good feeling für Peter Kent und produziert die Single Weil i di mog der Gruppe Relax. Aus seiner Feder stammt der Song Sail Away aus der Beck’s-Werbung und das Lied Mitten ins Herz aus der RTL-Fernsehserie Gute Zeiten – Schlechte Zeiten. 1990 wird sein Lied You for me and me for you zum Thema-Song der RTL-Wimbledon-Übertragungen. 2002 erscheint Pauls erstes deutsch gesungenes Album "Einfach Relaxed".

Crispian St. Peters
Crispian St. Peters wird am 05.04.1944 Swanley, Kent als Robin Peter Smith geboren. 1965 erhält der britische Sänger und Gittarist einen Plattenvertrag. Anfang 1966 erscheint die Debüt-LP, auf der auch seine größten Single-Erfolge sind: You were On My Mind im Januar 1966 Nr.2 in GB und Pied Piper im März 1966 Nr.5 in GB, im Juni Nr.4 in den USA und Platz 11 in Deutschland. Bis Mitte der 70er erscheinen weitere Aufnahmen von Crispian St. Peters, allerdings weniger erfolgreich.
Crispian St. Peters stirbt am 8. Juli 2010 nach langer Krankheit.

Gene Pitney
Der Sänger und Songschreiber Gene Pitney (* 17. 02. 1940 in Hartford, Connecticut, USA; † 05. 04. 2006 in Cardiff) tritt zu Beginn seiner musikalischen Karriere unter verschiedenen Pseudonymen auf, so 1958 als Jamie & Jane mit Ginny Arnell und solo 1959 als Billy Bryan. Er schreibt Hits für andere Interpreten, etwa Today’s Teardrops für Roy Orbison, Hello Mary Lou für Ricky Nelson und He’s a Rebel für die Crystals.
Ab 1961 arbeitet er mit den Songschreibern Burt Bacharach und Hal David zusammen. Dadurch entsteht seine erste Single (I Wanna) Love My Life Away und im selben Jahr hat Pitney mit dem Titellied des Films Town Without Pity (zu deutsch: Stadt ohne Mitleid) seinen Durchbruch. Dieser Song wird mit dem Golden Globe Award als Best Song in a Motion Picture ausgezeichnet und für den Oscar nominiert, eine deutschsprachige Version des Liedes nimmt Gene Pitney ebenfalls auf – Der Titel: Bleibe bei mir.
In den frühen 60ern hat Gene Pitney eine ganze Reihe von Hits, kann aber in den USA der so genannten British Invasion nach 1964 wenig entgegensetzen. Er bleibt jedoch in England und dem Rest von Europa recht erfolgreich. So belegt er zusammen mit Caterina Cassel und dem Titel Nessuno mi può giudicare Platz zwei beim San-Remo-Festival 1966 und verkauft davon alleine in Italien 500.000 Platten. Sein letzter amerikanischer Hit ist She’s a Heartbreaker (1968), während 1989 sein letzter und zugleich größter Erfolg in den britischen Charts Something’s Gotten Hold of My Heart ist, eine Neuaufnahme seines Solohits von 1967, diesmal im Duett mit Marc Almond.
Gene Pitney wird 2002 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Am 4. April 2006 gibt er ein Konzert in der St. David's Hall in Cardiff. Am nächsten Morgen findet man ihn tot im Hotel. Pitney liegt nach Angaben seines Tourmanagers James Kelly voll angekleidet auf seinem Bett und habe ausgesehen, als sei er friedlich eingeschlafen.

Alan Price
Der britische Sänger, Tastenspieler, Songschreiber und Produzent Alan Price spielt die Keyboards auf den ersten Hits der Animals. 1965 verlässt er die Band und formiert The Alan Price Set. Mit I Put A Spell On You (1966), Simon Smith And His Amazing Dancing Baer und The House That Jack Built (1967) hat die Formation drei Top-10-Notierungen. Zusammen mit Georgie Fame gelingt Alan Price ein weiter Hit. Rosetta ist Mitte 1971 Nr.7 in GB und Platz 43 in Deutschland. Danach arbeitet Alan als Schauspieler, vor allem für das britische Fernsehen und schreibt Musicals.

P.J. Proby
P.J. Proby geboren am 06.11.1938 in Houston, Texas als James Marcus Smith, singt mit seiner eigenen Band The Moon Dogs und verdient Ende der 50er, Anfang der 60er seine Brötchen damit, dass er, weil seine Stimme so ähnlich klingt, Demobänder für Elvis Presley besingt und hat kleinere Rollen im Film. 1963 taucht P.J. Proby in GB auf. Nun stellt sich auch endlich der Erfolg ein. Mit Hold Me steht Proby im Mai 1964 auf Platz fünf in den britischen Charts. Bis 1965 folgen drei weitere Top-10-Notierungen. Bekannt wird er jedoch weniger durch seine Aufnahmen, sondern durch seine Bühnenshow, welche die Mädchen zum kreischen bringt, insbesondere deshalb weil er seine Hose im Schritt zum platzen bringt, was mit der Zeit zur Verbannung aus TV-Shows und Auftrittshallen führt. Seine Aufnahmen werden trotzdem zu Hits. P.J.Proby geht zunächst zurück in die USA um Ende der 60er nach GB zurückzukehren. Er spielt in der Rock Oper Catch My Soul mit. 1978 steht Proby wieder auf der Bühne. Diesmal spielt er im Musikporträt Elvis On Stage mit.

Elvis Presley
Elvis Aaron Presley wäre am 08.01. 2015 80 Jahre alt geworden, er starb am 16.08.1977 in Memphis an Herzversagen. Er war Sänger, Musiker und Schauspieler.
Elvis gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Rock- und Popkultur des 20. Jahrhunderts und wird wegen seiner Erfolge und seiner Ausstrahlung als „King Of Rock´n Roll“ oder schlicht als „King“ bezeichnet.
Elvis Presley verkauft in seiner Karriere mehr als 1,3 Milliarden Tonträger und täglich werden es mehr.
Seine erste Gitarre bekommt er mit elf Jahren, eigentlich wollte Elvis ein Fahrrad, aber das konnten sich seine Eltern nicht leisten.
14 mal wird der Künstler für den Grammy nominiert, den er dreimal von der National Academy Of Recording Arts And Sciences erhält, die ihn ferner im Alter von nur 36 Jahren mit dem Lifetime Achievement Award (Bing Crosby Award) auszeichnet.
Elvis Presley ist als einziger Künstler in gleich vier Halls Of Fames vertreten: Rock `n´ Roll, Country, Rockabilly und Gospel. Letztere Musikrichtung gilt als seine große Leidenschaft.
Laut RIAA (Record Industry Association Of Amerika) hat der Sänger mit 151 Einheiten die meisten Gold- und Platinauszeichnungen überhaupt. In den amerikanischen Billboard-Charts kann der King allein bis 1977 vierzehn Nr.-1 Alben platzieren.
Elvis Presely beginnt seine Karriere als einer der ersten Musiker der Rockabilly-Bewegung, einer Fusion von weißem Country und Schwarzem Rhythm & Blues. Seinen nationalen und internationalen Durchbruch hat Elvis 1956, als er zur kontrovers diskutierten Identifikationsfigur der Rock `n´ Roll-Bewegung wird.
Sein Markenzeichen ist bis heute seine vielseitige, annähernd 3 Oktaven umfassende Stimme, die es ihm ermöglichte, in vielen Genres erfolgreich zu sein, darunter neben Rock, Pop, Country, Gospel und Blues auch in Richtung Oper tendierenden Stücken.


R

Johnnie Ray

Johnnie Ray (*10.01.1927 - +25.02.1990) ist in den 50ern der Prototyp eines Popsängers, eine Heulboje. Johnnie erleidet im Alter von zehn Jahren einen Unfall, bei dem er sich einen Hörschaden zuzieht. War er als Kind still und lebte zurückgezogen, auf der Bühne ist er das genaue Gegenteil. Er bricht auf der Bühne in Tränen aus, wälzt sich, wie ein Aal windend, auf dem Boden. War es zum damaligen Zeitpunkt eine absolute Show, heute würde es höchstens zur allgemeinen Erheiterung beitragen. Bereits 1951 taucht Johnnie Ray mit Cry in den US-Charts auf. Ab 1952 ist er überwiegend in den britischen Top-10 zu finden. 16 Top-10-Hits von 1951 bis 1957, ist die stolze Bilanz des Künstlers. Sein größter internationaler Erfolg und gleichzeitig seine letzte Top-10-Notierung ist 1957 Yes Tonight Josephine (Nr.1 in GB und Nr. 8 in Deutschland). Am 9.9.1956 betritt Elvis Presley die Fernsehbühne und das ist gleichzeitig das Ende der Karriere von Johnnie Ray. 1990 stirbt der Sänger an Leberversagen.

Cliff Richard
Cliff Richard wird am 14.10.1940 als Harry Roger Webb in Indien geboren. Im schnelllebigen Musikgeschäft ist der Brite sicher ein Phänomen, denn in seiner über 50-jährigen Karriere hat er mehr als 100 Singles veröffentlicht. Im Alter von knapp 18 Jahren taucht Cliff zum ersten Mal in den britischen Charts auf. Sein Titel Move It steht im September 1958 auf Platz zwei. Ein Jahr später sein erster Nr. 1-Hit. Living Doll ist im Juli 1959 an der Spitze der Charts. Von 1958 bis 1993 hat der Sänger 68 Top-10-Hits, 16 mal steht Cliff Richard auf Platz eins. Eine beachtliche und erfolgreiche Karriere.

John Rowles

1968 ist der Neuseeländer John Rowles (*26. März 1947) mit zwei Titeln in den britischen Charts vertreten. Im März 1968 kommt er mit If I Only Had Time, einer englischen Version eines Michel-Fugain-Titels, auf Platz drei in GB. Hush Not A Word Of Mary kommt 1968 bis auf Platz zwölf. Zu mehr reicht es nicht, vielleicht auch deshalb, weil er stimmlich und mit seinen Titeln zwischen Tom Jones, Engelbert und P.J. Proby liegt.

Billy Joe Royal
Schon als Kind, nachdem er Elvis Presley in der „Tommy Dorsey Show“ gesehen hat, der verschiedene Stile wie Pop, Country und R&B vermischte, fühlt der amerikanische Sänger Billy Joe Royal (*03.04.1942 in Valdosta, Georgia), dass er mit Musik seinen Lebensunterhalt verdienen will. Sein Debüt gibt er mit elf Jahren in einer Radio-Show seines Onkels. In der Highschool hat er dann im Alter von 16 seine eigene Rock´n´Roll-Band.
Bekannt wird er mit dem Top-Ten-Hit Down In The Boondocks (1965), welcher wie auch die Singles I Knew You When (Top 20, 1965) und Hush (1967) von Joe South geschrieben und produziert werden. Seine Single Cherry Hill Park erreicht 1969 Platz 15 in den Billboard Hot 100. Ende der 60er tritt Billy Joe Royal regelmäßig in Las Vegas auf und hat auch kleinere Auftritte als Schauspieler, hauptsächlich jedoch in Werbespots und in kleineren Fernsehrollen. In den 70er Jahren ist er dann mit Elvis Presley befreundet, als beide in Las Vegas spielen.
Obwohl er nie an die alten Erfolge anknüpfen kann, bekommt seine Karriere einen neuen Schub, nachdem er in den 80er Jahren ins Country-Fach überwechselt. Er schafft dabei ein Comeback mit mehreren Top-10 Country Hits, u. a. Tell It Like It Is, Burned Like a Rocket, und I’ll Pin a Note on Your Pillow. Am 06. Oktober 2015 ist Billy Joe Royal verstorben.

Jimmy Ruffin

Jimmy Ruffin wird am 07.05.1939 in Meridan, Mississippi geboren. Der US-amerikanische Soulsänger ist der Bruder von David Ruffin, dem früheren Leadsänger der Soulformation The Temptations. Mit dessen Hilfe bekommt er bereits Anfang der 60er seinen ersten Plattenvertrag und veröffentlicht 1961 seine ersten Single. 1966 hat der Sänger seinen ersten Millionseller mit What Becomes Of The Brokenhearted. Bis zu seinem zweiten internationalen Hit dauert es dann 14 Jahre. 1980 steht er mit dem von Robin Gibb geschriebenen Song Hold On To My Love wieder in den Charts.
Sechs Jahre später spielt Jimmy Ruffin mit der britischen Elektropop-Band Heaven 17 eine EP ein und singt dabei die Stücke A Foolish Things To Do und My Sensitivity.
Seinen Hit What Becomes Of A The Brokenhearted veröffentlicht er später mehrfach neu, u.a. Ende der 80er im Duett mit Ruby Turner. Zudem existiert von ihm eine italienische Version mit dem Titel Se decidi cosi.
Das Stück wird u.a. von David L. Stewart (mit Colin Blunstone, 1981), Boy George (1988), Paul Young (1992), Steve Harley (1996), Joe Cocker (1998), Jive Bunny & The Mastermixers (2000), Smokie (2001) und Joan Osborne (2002) gecovert. Jimmy Ruffin stirbt am 17. November 2014

Barry Ryan

Von 1965 bis 1967 bringen die am 24.10.1948 in Leeds geborenen Barry & Paul Ryan acht Singles in die britischen Charts. Mit Platz 13 erreichen die Zwillinge Ende 1965 mit der Aufnahme Don´t Bring Me Your Heartaches ihre beste Notierung. Ab 1967 verlegt sich Paul ausschließlich auf das Songschreiben. Im Herbst 1968 hat Barry mit der von Paul geschriebenen Nummer Eloise einen Nr.1-Hit in Deutschland und eine Nr.2 in GB. Bis 1972 bringt Barry Ryan fünf weitere Aufnahmen in die britischen Charts, von denen keine über Platz 20 hinauskommt. Anders in Deutschland: Love Is Love (1969), Kitsch (1970) und Zeit macht nur für dem Teufel halt (1972) sind weitere Top-10-Notierungen. Danach zieht sich Barry bis Ende der 80er zurück und entdeckt in dieser Zeit seine Talente für die Malerei und die Modefotografie. 1989 kommt Barry musikalisch zurück. Paul hat für ihn den Titel Turn Away geschrieben, der allerdings kein großer Erfolg wird. Anfang 1993 stirbt Paul Ryan an Lungenkrebs.


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