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France Gall
Die französische Sängerin France Gall (* 9. Oktober 1947 in Paris) arbeitet nach ihrem erfolgreichen Karriere-Start in Frankreich, von 1966 bis 1972 in Deutschland. Schon ihre Familie ist sehr stark in der Musik verwurzelt, ihr Vater Robert Gall schreibt unter anderem Chansons für Charles Aznavour und Édith Piaf. Unterstützt von ihren Eltern nimmt sie schon im Alter von 15 Jahren ihr erstes Album auf. Bereits die erste Single Ne sois pas si bête ist ein voller Erfolg. Die frühe Karriere wird besonders durch die Bekanntschaft mit dem Sänger und Songschreiber Serge Gainsbourg gefördert.
1965 nimmt France Gall mit Gainsbourgs Lied Poupée de cire, poupée de son für Luxemburg am Eurovision Song Contest teil und belegt damit den ersten Platz. Nachdem sie mit Les sucettes noch einmal einen sehr erfolgreichen Titel aufnimmt, endet ihre Zusammenarbeit mit Serge Gainsbourg. Das zweideutige Lied Les sucettes handelt oberflächlich gesehen von zuckrigen Dauerlutschern – bei genauerer Interpretation wird jedoch deutlich, dass der Text Oralverkehr beschreibt. Später beteuert die Sängerin, hätte sie in ihrer damaligen Naivität von der wahren Bedeutung des Stücks gewusst, hätte sie es nie gesungen.
France Gall verlässt Frankreich und geht nach Deutschland. Für die deutsche Version von A Banda wird ihr 1968 eine goldene Schallplatte verliehen. Im gleichen Jahr nimmt sie mit Der Computer Nr. 3 am deutschen Schlager-Wettbewerb teil und belegt den dritten Platz. Im Folgejahr wird sie erneut Dritte beim deutschen Schlager-Wettbewerb. Der Titel Ein bisschen Goethe, ein bisschen Bonaparte gelangt zudem auch bis auf Platz 14 der Charts und wird damit zu ihrer bis dahin höchsten deutschsprachigen Hitparaden-Notierung. Sie interpretiert unter anderem Stücke von Horst Buchholz und Giorgio Moroder.
Zu ihren größten Hits in deutscher Sprache zählen Singles wie: Kilimandscharo, Wassermann und Fisch, oder Das war eine schöne Party. Aufgrund ihrer Popularität erhält sie 1969 und 1971 den Bronzenen sowie 1970 den Silbernen Bravo Otto der Jugendzeitschrift BRAVO.
1988 landet France Gall nach über 15 Jahren Funkstille bei uns ausgerechnet auf französisch ihren größten Hit in Deutschland: Der Titel Ella elle l’a („Ella, sie hat’s“), eine Hommage an die Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald, hält sich vier Wochen lang auf Platz eins. An diesen Erfolg kann sie danach nicht mehr anknüpfen.
Nach persönlichen Schicksalsschlägen (ihr Mann, der Liedermacher Michel Berger, stirbt am 02.08.1992 mit 44 Jahren an Herzschwäche, ihre Tochter Pauline 1997 im Alter von 19 Jahren an der Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose) hat sich France Gall weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt nach diversen Aufenthalten im Senegal mittlerweile wieder in Paris. Sie engagiert sich dort für ehemalige obdachlose Frauen.

Gloria Gaynor
Die US-amerikanische Disco-Sängerinnen Gloria Gaynor wird am 07. September 1949 in Newark, New Jersey als Gloria Fowles geboren.
In den 1960er Jahren singt sie bei der Jazz-Popband „Soul Satisfiers“, bis sie im Jahr 1965 ihre erste Solo-Single She’ll Be Sorry/Let Me Go Baby herausbringt. Dieser Song ist ein eher mäßiger Erfolg.
Ihren ersten wirklichen Erfolg feiert die Sängerin mit dem Album Never Can Say Goodbye im Jahr 1975. Sie ist die erste Sängerin, die ein eigenes Disco-Musik Album aufgenommen hat und die erste, die damit an die Spitze der Billboard-Magazin-Charts kommt.
Nach einer Durststrecke von 3 Jahren meldet sich Gloria Gaynor 1978 wieder in den Hitparaden zurück. Mit ihrem Superhit I Will Survive katapultiert sie sich in vielen internationalen Charts auf Spitzenplätze. Dieser Song ist ursprünglich nur als B-Seite gedacht. Auch heute fehlt I Will Survive bei fast keiner hochkarätigen Dance-Veranstaltung und noch immer ist das Lied ein Symbol der Schwulenbewegung.
An diesen großen Erfolg kann Gloria Gaynor nie mehr anknüpfen.
Im Jahr 1984 ist Gloria Gaynor mit ihrem Titel I Am What I Am wieder in den Charts.
Nach 18 Jahren Pause hat sie im Jahr 2002 ein neues Album herausgebracht, auf dem sie sich reifer zeigt, jedoch gleichzeitig eine jugendhafte Leichtigkeit versprüht. Dieser Stil kommt an und die beiden Singles Just Keep Thinking About You und I Never Knew steigen in den Dance-charts auf die oberen Plätze.
Im Jahre 2005, genau 40 Jahre nach dem Erscheinen ihrer ersten Single, bekommt Gloria Gaynor endlich was sie verdient. Sie wird mit ihrem Lebenswerk in die „Dance Music Hall Of Fame“ in der Kategorie Künstler aufgenommen.


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Françoise Hardy
Die französische Sängerin, Texterin, Komponistin und Schauspielerin Françoise Madeleine Hardy wird am 17.01.1944 in Paris geboren.
Ihren ersten Plattenvertrag unterschreibt sie bereits 1961 und im April 1962, kurz nach bestandenem Abitur, kommt die erste Platte mit dem Titel „Oh oh cherie“ auf den Markt. Erfolgreich wird allerdings die B-Seite „Tous les garçons et les filles“ (deutsche Version: Peter und Lou) - ein zartes Chanson über Jungs und Mädchen ihres Alters, die auf der Suche nach der Liebe sind. Innerhalb kurzer Zeit werden über zwei Millionen Stück davon verkauft.
Es folgen eine Reihe von Hits, die größtenteils von ihr selbst getextet und komponiert sind. Sie spielt ihre Songs auch auf Englisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch ein.
Auch in Deutschland erreicht die häufig in Jeans und Lederjacke gekleidete, langhaarige Französin große Aufmerksamkeit. Das Chanson „Frag den Abendwind“ berührt die romantische Seite der deutschen Teenager und die Leser der Jugendzeitschrift Bravo wählen Françoise Hardy 1966 zur zweitbeliebtesten Sängerin (Silberner Bravo Otto). Eine Tournee durch Deutschland ist die Folge.
Ihre große Popularität hält sich in Frankreich bis weit in die 70er und 80er Jahre, obwohl sie ihrer Bühnenangst wegen nach 1968 nur noch selten vor einem großen Publikum auftritt. 1981 heiratet Françoise Hardy ihren langjährigen Freund und Künstlerkollegen Jacques Dutronc. Bereits 1973 kommt ihr gemeinsamer Sohn Thomas zur Welt.
Die Künstlerin lebt heute bei Paris.

Mary Hopkin
Mary Hopkin wird 1968 bei der Talentshow Opportunity Knocks von dem damaligen Fotomodell Twiggy, einer guten Freundin von Paul McCartney gehört und und diesem empfohlen. Die gebürtige Waliserin kommt im September 1968 mit Those Were The Days auf Platz Nr.1 in GB und Deutschland und auf Position Nr.2 in den USA. Produziert wird diese Aufnahme von Paul McCartney, geschrieben von Gene Raskin. Die Melodie basiert auf dem russischen Volkslied Darogui Dlimmoyo. Der Titel verkauft sich über acht Millionen mal. 1969 der nächste Top-10-Hit. Paul McCartney schreibt für Mary den Song Goodbye Nr.2 in GB und in Deutschland und den USA in der Top-20. Zwei weitere Top-10-Plazierungen folgen, wobei der letzte Knock Knock Who´s There Nr.2 beim Grand Prix 1970 in Amsterdam wird. 1971 heiratet Mary Hopkin den bekannten britischen Produzenten Tony Visconti und singt nur ab und zu im Backround z.B. für Ralph McTell, David Bowie oder Thin Lizzy.

Thelma Houston
Die Sängerin und Schauspielerin Thelma Houston stammt aus Leland, Mississippi. Dort wird sie am 07.05.1946 geboren. Sie wird Mitglied der Gospel-Gruppe Art Reynold Singers und macht mit dieser Formation 1966 erste Schallplattenaufnahmen für das Label Capitol. Der Songwriter und Arrangeur Jimmy Webb entdeckt Thelma Houston 1969 und macht im gleichen Jahr ihre Debüt-LP. Sie singt u.a. im Duett mit Jerry Butler und bleibt trotz etlicher LP-Veröffentlichungen eine unterbewertete Künstlerin. Als Schauspielerin ist sie u.a. in den Filmen Death Scream, Norman ... Is That You? und The Seventh Dwarf zu sehen. Der grösste musikalische Erfolg gelingt Thelma Houston 1976 mit dem Song Don´t Leave Me This Way.

Whitney Houston
Die US-Sängerin, Schauspielerin und Filmproduzentin Whitney Elizabeth Houston (* 9. August 1963 in Newark, New Jersey, USA), entstammt einer sehr musikalischen Familie Ihre Mutter ist die Sängerin Cissy Houston, die 1969 in der Begleitgruppe von Elvis Presley – den Sweet Inspirations – engagiert war. Ihre Cousinen sind die Sängerinnen Dee Dee Warwick und Dionne Warwick und ihre Patentante ist die Sängerin Aretha Franklin. Mit geschätzten 200 Millionen verkauften Platten gehört sie zu den drei erfolgreichsten Sängerinnen, neben Madonna und Mariah Carey.
Erste Schallplattenaufnahmen macht Whitney Houston bereits 1977 mit nur 14 Jahren, als sie für Life’s A Party der Michael Zager Band die Solostimme ein singt. Parallel dazu verfolgt sie eine recht erfolgreiche Modelkarriere und schafft es in Zeitschriften wie Vogue und als eines der ersten farbigen Models auf den Titel von Seventeen.
Das Debütalbum Whitney Houston aus dem Jahr 1985 sowie drei der daraus veröffentlichten Singles gelangen an die Spitze der US-amerikanischen Charts. Weiterhin erhält sie für Saving All My Love for You ihren ersten von insgesamt sechs Grammys als beste Popsängerin und macht ihr Album durch 13 Millionen verkaufter Exemplare in den USA für lange Zeit zum erfolgreichsten Debütalbum, das je eine Künstlerin veröffentlicht.
Auch in der 90ern ist die Künstlerin weiterhin überaus erfolgreich.
Bis heute hat Whitney Houston eine Vielzahl von Preisen gewonnen und hat über 130 Millionen Alben und 50 Millionen Singleplatten verkauft.
Das Privatleben der Künstlerin verläuft dagegen nicht so gut. Drogen- und Alkoholprobleme werfen sie immer wieder zurück. Nach mehreren Drogenentzugstherapien, u.a. 2006. Als alle glauben, Whitney habe ihre Sucht überwunden, stirbt sie am 11.02.2012

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Janis Joplin

Janis Lyn Joplin wird am 19.01.1943 in Port Arthur, Texas, USA geboren. Ihre musikalische Karriere beginnt Janis mit Club-Auftritten in Austin, Texas. Sie singt Stücke von Bessie Smith, Odetta und Leadbelly. Ab 1966 wird sie Mitglied der Blues-Rock-Gruppe Big Brother & The Holding Company und bringt es mit der Band auf einige Chart-Notierungen. 1968 trennt sich Janis Joplin von der Gruppe und gründet ihre eigene Formation die Kozmic Blues Band. Janis ist eine sehr eindrucksvolle Rock-Interpretin mit einer charismatischen Ausstrahlung. Ihr Lebensweg dient als Vorlage zu dem Film The Rose mit Bette Middler in der Hauptrolle. Ihren größten Erfolg Me And Bobby McGee erlebt die Künstlerin nicht mehr. Diese Aufnahme steht im Januar 1971 auf Platz eins in den USA und auf Nr. 8 in Deutschland. Janis Joplin muss ihrem Leben auf der Überholspur Tribut zollen. Sie stirbt am 04.10.1970 an einer Überdosis Heroin, gerade einmal 27 Jahre alt.

Chaka Khan
Die Wahl des Names Chaka der US-amerikanischen Sängerin Chaka Khan (* 23. März 1953 in Great Lakes, Illinois, USA, als Yvette Marie Stevens) geht wahrscheinlich auf die historische Figur des Shaka Zulu zurück. Sie war verheiratet mit dem Bassisten Hassan Khan und wird daher auch Chaka Khan genannt.
Khan beginnt Mitte der 70er ihre musikalische Karriere als Sängerin der Funkband Rufus und kann mit der Hilfe von Stevie Wonder und dem Titel Tell Me Something Good 1974 in den Pop- und Funkcharts Fuß fassen. Während der späten 70er und frühen 80er Jahre hat die Band als Rufus featuring Chaka Khan eine Reihe von Hits, darunter Sweet Thing, Ain't Nobody, Do You Love What You Feel? und Everlasting Love. 1978 veröffentlichen sie ihren Erfolgshit I'm Every Woman.
1984 hat Chaka Khan ihren größten Erfolg mit einer Solo-Single. Der von Prince geschriebene Soul-Song I Feel For You wird ein Millionseller und erreicht in den USA Platz 3 in den Pop- und Platz 1 in den R&B-Charts. Gastmusiker in diesem Song sind Stevie Wonder (Mundharmonika) und Melle Mel (Rap).
2002 hat Chaka einen Gastauftritt in dem Song All Good der Hip-Hop-Band De la Soul.
Am 3. Dezember 2004 erhält sie den Ehrendoktortitel des Berklee College of Music.
Nach längerer Pause ohne neues Material erfolgt 2007 die Veröffentlichung ihres Albums Funk This, welches von Jimmy Jam & Terry Lewis sowie James "Big Jim" Wright produziert wird und mit dem sie in den USA die höchsten Chartplatzierungen seit ihrem Debüt von 1978 erreicht. Auf dem Album befinden sich neue und gecoverte Songs, darunter auch Pack'd My Bags von Rufus und Sign 'O' The Times von Prince.

Lulu
Als Marie McDonald McLaughlin Lawrie kommt Lulu am 03.11.1948 in Lennox Castle, Glasgow zur Welt. Gerade mal 15 Jahre alt leitet sie ihre erste Gruppe Glen Eagles, die sich kurze Zeit später in Luvvers umbenennen. Mit der Coverversion von Shout hat die Gruppe 1964 ihren ersten Top-10-Hit. Bis 1993 gelingt Lulu noch neun mal der Sprung in die Top-10. 1969 nimmt sie für England am Grand Prix teil und gewinnt mit Boom Bang-A-Bang den Wettbewerb. Im gleichen Jahr heiratet Lulu Maurice Gibb von den
Bee Gees. Die Ehe wird allerdings 1973 wieder geschieden. Mit The Man Who Sold The World im Duett mit David Bowie, schafft Lulu fünf Jahre nach dem Grand-Prix-Sieg von 1969 wieder der Sprung in die Top-10. 1993 taucht sie dann zusammen mit Take That wieder in den Charts auf. Relight My Fire wird im Oktober ein Nr.1-Hit. Anfang 1995 geht Lulu mit Take That auf Tournee.

Kelly Marie
Die schottische Sängerin Kelly Marie, mit bürgerlichem Namen Jacqueline McKinnon (* 16. Oktober 1957 im Galsgower Vorort Paisley) ist bis 1980 vorwiegend in Frankreich erfolgreich, bis sie mit Feels Like I’m In Love europaweit ihren großen Durchbruch hat - und das, nachdem die Single schon ein ganzes Jahr auf dem Markt ist.
Feels Like I’m In Love wird von Ray Dorset (Mungo Jerry) eigentlich für Elvis Presley geschrieben, der jedoch stirbt, bevor er den Titel einspielen kann. Der Song erreicht 1980 Platz 2 der britischen Charts und gilt als Vorläufer des Hi-NRG-Sounds.
Kelly Marie ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von London. Sie hat fünf Töchter und einen Sohn.

Melanie
Die amerikanische Sängerin und Songwriterin Melanie Anne Safka-Schekeryk wird am 03.02.1947 in Astoria, New York City geboren.
Im Alter von 5 Jahren macht die Tochter der Jazzsängerin Polly Safka-Bertolo ihre erste Plattenaufnahme mit Gimme A Little Kiss; im Stile des Kinderstars Shirley Temple.
Europa entdeckt ihre Talente vor den USA. Ihr Song Bobo’s Party ist 1969 für mehrere Wochen hintereinander an der Spitze der französischen Charts. Im selben Jahr hat sie mit Beautiful People einen Hit in den Niederlanden und tritt beim Woodstock-Festival auf, wo sie den Platz der Incredible String Band einnimmt, die sich weigert, im Regen aufzutreten.
Die damals 22jährige Melanie hat nach eigener Aussage den Eindruck, dass sie offenbar die einzige ist, die nicht unter Drogeneinfluss steht. Sie kennt zwar alle Künstler aus den Medien, hat aber keinen davon jemals aus der Nähe gesehen. Nicht nur deshalb tritt sie mit starkem Lampenfieber auf. Sie spielt ihre beiden Lieder Beautiful People und Birthday Of The Sun, während das Publikum in der Dunkelheit Kerzen im Takt der Musik bewegt, die zuvor ausgeteilt worden waren. Diesen Moment hält sie später im Lied Lay Down (Candles in the Rain) (zu deutsch: Kerzen im Regen) fest, das es im folgenden Jahr bis auf Platz 4 der US-amerikanischen Charts schafft und auch in Europa sehr erfolgreich ist.
Ihr erster Nr.-1-Hit in den USA ist 1971 Brand New Key, in Deutschland ist sie 1970 zudem mit dem Rolling Stones-Titel Ruby Tuesday sehr erfolgreich. Der Weltweit größte Hit von Melanie wird What Have They Done To My Song, der ihr drei goldene Schallplatten einbringt.
Seit ihrem Auftritt in Woodstock hat die Sängerin fast jedes Jahr ein Album veröffentlicht, die größtenteils von ihrem Ehemann Peter Schekeryk produziert werden. Die beiden haben drei Kinder, die auch im Musikgeschäft tätig sind: Leilah, Jeordie und Beau Jarred Schekeryk. Außerdem haben sie zwei Enkel.
Sie tourt noch immer fast jedes Jahr und wird dabei oft von ihrem Sohn Beau Jarred als Gitarrist begleitet.

Millie
Millie ist eine der ersten Interpretinnen aus dem westindischen Raum die einen internationalen Hit hat. Sie wird am 06.10.1946 als Millicent Smith auf Jamaica geboren. My Boy Lollipop, eine Mischung aus Reggae, Ska und Bluebeat wird 1964 Nr.2 in GB und USA und Nr.5 in Deutschland. Millie hat noch zwei Top-50-Erfolge, danach ist sie wieder verschwunden. Sie bildet später ein Duo mit Jackie Edwards als Jackie & Millie und veröffentlicht Nacktfotos in einem Herrenmagazin. Beides hat ihrer Karriere aber wenig geholfen.

Joni Mitchell
Die kanadische Liedermacherin Joni Mitchell, geboren am 07.11.1943, ist neben ihrer Musik eine sehr gute Malerin. Geboren wird sie im kanadischen Bundesstaat Alberta, arbeitet aber ursprünglich in Toronto und Westkanada.
Allgemein wird Joni Mitchell aber mit der rasch wachsenden Folk-Musik-Szene Mitte der 60er Jahre in New York in Verbindung gebracht.
Ab Mitte der 70er Jahre geht sie musikalisch Richtung Pop und Jazz und wird zu einer der herausragenden Singer-Songwriterin. Joni Mitchell ist mehrfache Grammy-Gewinnerin und erhält die Auszeichnung „Order Of Canada“, einen Doktorgrad der Musik.
Wie bereits erwähnt ist sie eine hervorragende Malerin. Sie gestaltet jedes Cover ihrer Alben selbst, egal ob Fotografie oder Zeichnung/Malerei.
Die unverblümte Kritik der Musikindustrie, sie hätte ihr Musikschaffen während der vergangenen Jahre aufgegeben und konzentriere sich „nur“ noch auf ihre Arbeit als visuelle Künstlerin, entspricht nicht ganz der Wahrheit.
Mit „Shine“ erscheint 2007 ein weiteres Studio-Album.

Alison Moyet
Die britische Pop-Sängerin Alison Moyet ist vor allem in den 80ern sehr erfolgreich. Ihre ausdrucksstarke Blues-Stimme kennzeichnet die am 18.06.1961 in Essex geborene Künstlerin. Ihre Bandbreite reicht von Punk-Rock, anspruchsvollen Pop, Chanson bis hin zum Blues.
Anfang der 1980er-Jahre sucht Alison Moyet per Zeitungsinserat Partner zur Gründung eines eigenen Projekts. Sie findet ihn in Ex-Depeche Mode-Keyboarder Vince Clarke. Gemeinsam gründen sie das Synthie-Pop-Projekt Yazoo. Ihre Debütsingle Only You erreicht auf Anhieb Platz 2 der UK-Charts.
Für den amerikanischen Markt erfolgt dann eine Namensänderung in Yaz. Bereits 1983 trennen sich Yazoo aufgrund unterschiedlicher musikalischer Auffassungen. Alison Moyet startet ihre Solo-Karriere.
Mit ihrer leidenschaftlichen, souligen Alt-Stimme produziert in gefälligem Pop-Sound, kann die Sängerin zunächst an die Yazoo-Erfolge anknüpfen. Ende 1985 erreicht die Single For You Only in Deutschland einen siebten Platz und damit Moyets höchste Platzierung in den deutschen Charts.
Danach zieht sie sich zunächst ins Privatleben zurück.
In den 90ern kann Moyet im Musikgeschäft kaum mehr Fuß fassen. Nur ihre Kollektion mit Singles, auf der nur zwei neue Titel zu finden sind, aber alle Hits von Yazoo, stürmt wieder die Charts.
2004 erscheint das sehr schwermütige Album Voice, welches wiederum nur in Großbritannien erfolgreich wird, dort aber eine Top-Ten-Platzierung und Gold-Status erreicht.
Ende Mai 2008 steht Alison Moyet zum ersten Mal seit 25 Jahren wieder gemeinsam mit Vince Clarke als Yazoo auf der Bühne.

Gianna Nannini
Die Sängerin und Songautorin Gianna Nannini wird am 14.06.1956 in Siena, Italien geboren. Die Künstlerin die ein abgeschlossenes Klavierstudium vorweisen kann, gibt 1976 ihr Plattendebüt. Ab 1979 ist die temperamentvolle Rockinterpretin mit brüchiger Stimme auch außerhalb ihres Landes sehr erfolgreich. Sie schockiert mit offenen Texten (z. B. über Masturbation) und favorisiert harten Rock´n Roll. Von 1982 bis 1985 tritt sie mit ihrer eigenen Band den Primadonnas auf und schreibt 1982 die Musik zur Verfilmung von Shakespeare´s Sommernachtstraum. Gianna Nannini arbeitet mit Udo Lindenberg zusammen und beteiligt sich 1987 in Hamburg an einer Bert Brecht/Kurt Weil Revue. Obwohl ab 1990 ihre Plattenumsätze stark zurückgehen, zählt sie in Italien weiterhin zur absoluten Rockelite.

Freda Payne
Die am 19.09.1945 geborene Jazz- und Soul-Sängerin Freda Payne studiert zusammen mit ihrer Schwester Sherrie in Ihrer Heimatstadt Detroit Gesang. Während ihre Schwester nach dem Weggang von Diana Ross zu den Supremes geht, singt Freda mit Pearl Bailey, Quincy Jones und Duke Ellington. 1965 macht sie ihre erste Soloaufnahme, der Erfolg stellt dann Anfang der 70er ein. Die Aufnahme Band Of Gold wird ein Millionseller, Nr.3 in USA und Nr.1 in GB. Ein Jahr später gelingt Freda Payne mit The Boys Home ein weiterer Millionseller, obwohl diese Aufnahme nur bis Platz zwölf kommt. In den frühen 80ern ist sie Moderatorin der Talk-Show For You, Black Woman.

Suzi Quatro
Suzi Quatro, die US-amerikanische Musikerin und Schauspielerin italienischer Herkunft, wird am 03.06.1950 in Detroit, USA als Susanna Kay Quatrocchi geboren. In den 70er Jahren gehört sie – vor allem in Europa – zu den erfolgreichsten Rockmusikerinnen.
Suzi Quatro wächst mit ihren beiden Schwestern und einem Bruder bei ihren Eltern Helen und Art Quatrocchi im Detroiter Vorort Grosse Pointe auf. Ihr Vater hat eine eigene Band – das Art Quatro Trio.
Im Alter von 8 Jahren tritt Suzi das erste Mal mit ihrem Vater auf. In der Folge nimmt sie klassischen Klavierunterricht, bis sie sich mit 14 Jahren dem Rock and Roll zuwendet. Suzi Quatro nennt sich Suzi Soul und wird die Bassistin in der Band Pleasure Seekers, einer Band aus Detroit, in der auch ihre Schwestern engagiert sind.
Wie viele der damaligen Garagenbands nimmt auch Suzi Quatro eine Single auf. Mit Never Thought You'd Leave Me/What a Way To Die erlangt sie lokalen Ruhm. Auch die Nachfolgesingle, jetzt schon für das überregionale Label Mercury, wird ein kommerzieller Erfolg.
1971 geben sich The Pleasure Seekers den Namen Cradle und spielen nun härteren Rock und ihre eigenen Stücke. Zu dieser Zeit sieht der Musikproduzent Mickie Most die Gruppe, während er eine neue Platte mit Jeff Beck in Detroit produziert. Er lädt Suzi Quatro nach England ein, um mit ihr an einer Solokarriere zu arbeiten. Ende 1971 kommt sie nach London. Zwei Jahre verbringt sie in den Studios um Lieder zu schreiben und aufzunehmen. Die erste Solosingle Rolling Stone wird zwar in Großbritannien ein Flop, aber in Portugal gelangt sie 1972 auf Platz 1 der Hitparade. Nun wird eine Band zusammengestellt, mit der Suzi Quatro auf Tour geht.
Anfang 1973 werden von Mickie Most zwei neue Komponisten für seine Firma RAK verpflichtet, Nicky Chinn und Mike Chapman. Beide schreiben Quatros ersten Nummer- 1-Hit Can The Can. Besonders großen Erfolg hat sie in Europa, Australien und Japan. 1974 erhält sie in Deutschland den Goldenen Bravo Otto, 1980 den Silbernen und 1975, 1978 und 1979 den Bronzenen Bravo Otto der Jugendzeitschrift BRAVO.
Als sie eine Version von Elvis Presleys Lied All Shook Up aufnimmt, hört Presley ihre Version und lädt sie daraufhin nach Graceland ein. Quatro lehnt jedoch ab, was sie bis heute bedauert: "I turned him down like an idiot because I was nervous to meet my hero."
Ab 1977 arbeitet sie auch als Schauspielerin und heiratet 1978 ihren langjährigen Freund und Gitarristen Len Tuckey.
Ende der 70er Jahre endet die Zusammenarbeit mit dem RAK-Label. Quatro arbeitet aber weiterhin mit Mike Chapman zusammen. Die ganz großen Erfolge stellen sich zwar nicht wieder ein, aber 1978 nimmt sie zusammen mit Chris Norman das Stück Stumblin’ In auf, das in den USA ihr einziger Nr.1 Hit wird. Auch die 1980 erscheinende Single She's In Love With You wird ein Hit. Von diesem Titel nimmt der deutsche Schlagersänger Bernhard Brink unter dem Titel Ich wär' so gern' wie du eine deutsche Version auf.
Am 23. September 1982 wird ihre Tochter geboren, im Oktober 1984 kommt ihr Sohn zur Welt.
Andrew Lloyd Webber engagiert 1985 die Künstlerin für die Titelrolle im Musical Annie Get Your Gun. Die Premiere ist 1986 im Londoner West End Theatre. Ihr Engagement im Musical dauert einige Jahre. 1989 geht die Sängerin auf eine erfolgreiche Tour durch die Sowjetunion.
1992 endet die Ehe von Quatro und Tuckey. Im Oktober 1993 heiratet sie den deutschen Tour-Promoter Rainer Haas.
Seit 2000 moderiert Suzi Quatro auf BBC2 die Radiosendung Rocking With Suzi Q und am 17.02.2006 erscheint das Album Back To The Drive.



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