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Ziffern / A

5000 Volts
Eine nicht ganze ungewöhnliche Geschichte hat diese Formation. Produzent Tony Eyers sucht zur Realisierung seines Songs Im On Fire eine Gruppe. Er hat vor, falls daraus ein Hit werden sollte, eine dazugehörende Gruppe zusammen zustellen.
Man muss an dieser Stelle einmal anmerken, dass in den 60ern und den 70ern ein Song schon in den Charts war und danach die Interpreten und Musiker zusammengestellt werden. Die Stücke werden zunächst von Studiomusikern eingespielt.
Als Mitglieder werden bei dieser Band Luan Peters (v), Martin Jay (g) und Roger O´Dell (d) angegeben. In Deutschland kommt der Titel unter dem Gruppennamen Airbus heraus. In GB nennt sich die Gruppe 5000 Volts. Die Single I´m On Fire erreicht in GB Platz vier und wird in Deutschland sogar Nr. 1. Als die Aufnahme in die Charts kommt, erscheint sie in Deutschland ebenfalls unter 5000 Volts, allerdings mit dem Zusatz "Airbus". Nun stimmt aber das Cover der Platte insofern nicht mehr, weil darauf Luan Peters abgebildet ist, das Stück aber von Tina Charles gesungen wird. Der Grund: Tina und die Band waren bei verschiedenen Plattenfirmen unter Vertrag. Aus welchen Gründen auch immer; sie darf später mit 5000 Volts produzieren und auftreten. Tina Charles ist bis Ender der 70er auch als Solistin erfolgreich.

10cc
10 cc, die Band aus Manchester, hat sich nie als Supergruppe verstanden. Im Gegenteil; obwohl sich dahinter hervorragende Musiker verbergen. Eric Stewart (v/g), Graham Goldman (v/b), Lol Creme (v/g/key) und Kevin Godley (v/d), bilden den harten Kern der Band. Als die Formation 1972 beginnt, sind sie noch zu viert. 1976 halbiert sich die Gruppe. Der Grund, sicher zu viel Talent in der Band. Creme und Godley sind ebenso erfolgreich ohne 10 cc, wie Stuart und Goldman die unter dem Namen weitermachen. Die beiden schreiben auch die meisten Hits für die Gruppe. Die Karriere von Eric Stewart und Graham Goldman beginnt schon 1964. Während der damals 19jährige Stewart bei Wayne Fontana & The Mindbenders spielt, schreibt Goldman Hits für die Hollies, Herman´s Hermits oder die Yardbirds. 1971 bringen die vier Musiker under dem Namen Hotlegs den Titel Neandertal Man in die Top-10. Als 10 cc ist das Quartett im September 1972 mit Donna auf Platz zwei der UK-Charts. Ein Jahr später ist Rubber Bullets der erst Nr.1-Hit. Bis 1978 hat die Formation immerhin zwölf Top-10-Hits, wobei ihr letzter Hit Dreadlock Holiday 1978 noch einmal die Spitze der Charts erreicht.

1910 Fruitgum Company

Die Bubblegum-Music ist mit sicher mit einer Band unzertrennbar verbunden, der 1910 Fruitgum Company. Diese Formation stand neben dem Ohio Express als Synonym für diese Musikrichtung. Die Gruppe besteht aus dem Sänger Joe Levine (er dürfte bei allen Hits der Leadsänger gewesen sein, obwohl auf LP Simon Says steht, dass alle Mitglieder wechselweise als Leadsänger fungierten). Die weiteren Mitglieder: Mark Gutowski, Floyd Markus, Pat Karwan, Steve Morkowitz und Frank Jakell. Die Band ist eine der vielen Studioproduktionen, die von den Bubblegumkönigen Jerry Kasenetz und Jeff Katz gegründet werden, zu denen auch noch der Ohio-Express, Crazy Elefant, Music Explosion oder der Kasenetz-Katz Singing Orchestral Circus gehören. Das Kinderlied Simon Says wird 1968 ein weltweiter Erfolg für die 1910 Fruitgum Company. Weitere Hits sind 1-2-3 Red Light, Indian Giver und Special Delivery. Als 1970 der Bubblegum Boom vorbei ist, verschwindet auch 1910 Fruitgum Company in der Versenkung.

ABBA

ABBA, diese vier Buchstaben stehen für die Vornamen der vier Musiker aus Schweden: Agnetha Fältskog (*05.04.1950), Björn Ulvaeus (*25.04.1945), Benny Anderson (*16.12.1946) und Anni-Frid Lyngstad (*15.11.1945).
Sie sind zehn Jahre lang Schwedens Exportartikel Nummer eins.
Acht Jahre nach ihrem ersten Zusammentreffen feiern Björn und Benny beim Grand Prix mit dem Siegertitel Waterloo ihren internationalen Durchbruch als Songschreiber und Interpreten. 1966 ist Björn Mitglied der Folkgruppe Hootenany Singers und Benny Kopf der Rockgruppe Hepstars. Aus einer lockeren Autorenbeziehung wird ab 1971 ein ernsthaftes Songschreiber-Team, das von dem Musikmanager und Ex-Lehrer Stig Anderson verstärkt wird. 1969 lernt Björn Agnetha kennen, die schon von klein auf Musik macht. Im gleichen Jahr trifft Benny auf die in Norwegen geborene Anni-Frid, die sich auch schon einige Jahre im Musik-Buisiness bewegt.
1972 erscheint der Titel People Need Love, der als Gemeinschaftswerk aller vier gewertet werden kann. Als Interpreten stehen Björn & Benny, Agnetha & Frieda auf dem Plattencover. 1973 scheitert Abba mit Ring Ring noch in der nationalen Vorentscheidung zum Grand Prix. 1974 gewinnen sie nicht nur den Vorentscheid in Schweden, sondern auch gleich den internationalen Wettbewerb. Das ein Grand-Prix-Siegertitel Spitzenreiter in GB und Deutschland wird, ist nicht unbedingt ungewöhnlich - dass er aber auch noch ein Top-10-Erfolg in den USA wird, ist die absolute Ausnahme. 1982 dann das Aus für ABBA. Nachdem beide Paare schon vorher einen privaten Schlussstrich gezogen haben, trennt man sich auch musikalisch. Agnetha und Frida sind Solo sehr erfolgreich und Björn und Benny die auch heute noch eng befreundet sind, erarbeiten zusammen mit Tim Rice das Musical "Chess".
Die stolze Bilanz einer atemraubenden Karriere von über acht Jahren Musikgeschichte: 23 Top-10-Hits allein in GB und Deutschland, davon elf auf Platz eins.

Alabama
Vier Musiker, geboren zwischen 1949 und 1955 - drei von ihnen aus dem Bundesstaat Alabama stammend - gründen 1969 eine Band, die zunächst unter dem Namen Wild Country durch die Clubs ihres Heimatstaates tingelt. Nachdem sich erste Erfolge einstellen, werden erste Platten produziert. Auf Drängen eines Produzenten entscheiden sich die Gitarristen Randy Owen und Jeffry Alan Cook, Bassist Teddy Wayne Gentry und der später hinzukommende Schlagzeuger Mark Joel Herndon für den Bandnamen Alabama. Nachdem der Song My Home´s in Alabama im Jahr 1979 der erste Nr.1-Hit der Band wird, sollen noch im Laufe der Jahre weitere 21 folgen - wie Mountain Music oder Old Flame. Das 1989 erschienene Greatest-Hit-Album verkauft sich sage und schreibe fünf Millionen Mal.

Amen Corner

Amen Corner kommen 1966 in Cardiff (Wales) zusammen. Die Band besteht aus: Andy Fairweather-Low (*02.08.1950, v), Derek 'Blue' Weaver (*11.03.1947, org), Neil Jones (*25.03.1949, g), Clive Taylor (*27.04.1949, b), Allen Jones (*06.02.1947, sax), Mike Smith (*04.11.1947, sax) und Dennis Bryon (*14.04.1949, d). 1967 erhält die Band einen Plattenvertrag und landet gleich mit ihrer ersten Single 'Gin House Blues' einen Top-20-Hit in GB. Mit 'Bend Me Shape Me', 'High In The Sky' (1968), '(If Paradise Is) Half As Nice' und 'Hello Suzi' (1969) hat die Formation vier Top-10-Hits in Folge. 1970 löst sich die Gruppe auf. Fairweather-Low, Weaver, Byron, Taylor und Jones machen als 'Fair Weather' weiter und haben Mitte 1970 mit 'Natural Sinner' einen weiteren Hit in der Top-10. Ende 1970 trennt sich die Band endgültig. Andy Fairweather-Low hat jeweils 1974 und 1975 Solo-Hits in der Top-10, Derek Weaver wird erfolgreicher Studiomusiker - so ist er auf etlichen Produktionen der Bee Gees zu hören.

America

Die drei US-Boys Dewey Bunnel, Gerry Beckley und Dan Peek treffen sich 1967 auf der Central High School in London. Alle drei sind Söhne von US-Air-Force-Offizieren, die in GB stationiert sind. 1970 gründen sie das Folk-Rock-Quintett Daze, das aber bald zum Trio wird. In der Folgezeit spielt die Formation im Vorprogramm etablierter Gruppen. 1971 erhalten Dewey, Gerry und Dan einen Plattenvertrag und benennen sich in America um. Mit A Horse With No Name erscheint Ende 1971 die erste Single - ein weltweiter Hit u.a. Nr. 1 in den USA. Im Februar 1972 sind sie zurück in ihrer Heimat und treten während einer Nordamerika-Tour der Everly Brothers im Vorprogramm auf. George Martin, auch Produzent der Beatles, ist für einige Hits von America verantwortlich. Dan Peek verlässt zwischenzeitlich die Gruppe. Bunell und Beckley machen als Duo weiter und haben bis 1982 sechs weitere Top-10-Notierungen.

American Breed

Die Formation American Breed nennt sich zunächst The Night Lites. Der Erfolg für das Quartett stellt sich nach der Namensänderung in American Breed ein. Gary Loizzo, Al Ciner, Charles Colbert und Lee Graziano haben mit Step Out Of Your Mind einen Top-30-Hit. Ende 1967 gelingt ihnen der große Wurf. Bend Me, Shape Me steht im November `67 auf Platz Nr. 5 in den USA. In England haben Amen Corner mit dieser Aufnahme einen Top-10-Hit. Mit Green Light hat die Gruppe noch eine Top-40-Notierung, danach haben sie keinen Erfolg mehr.

The Animals

Die Animals formieren sich 1962 in New Castle, als Eric Burdon zur Alan Price Combo kommt. Die Urbesetzung der Animals: Eric Burdon (*11.05.41, v), Alan Price (*19.04.41, key), Bryan „Chas“ Chandler (*18.12.38 - +17.07.96 an Herzversagen, b), John Steel (04.02.41, d) und Hilton Valentine (*21.05.43, g). Auch für die Animals ist der Hamburger *Star-Club das Karrieresprungbrett, dort treten sie 1963 für zwei Monate auf. Zurück in London unterschreibt die Band 1964 einen Plattenvertrag und landet mit Baby Take You Home ihren ersten Hit. Die Aufnahme erreicht Platz 21 in den UK-Charts. Im Juli des gleichen Jahres will die Plattenfirma das Stück House Of The Rising Sun nicht veröffentlichen, weil es ihnen mit viereinhalb Minuten zu lang erscheint. Man befürchtet, die Aufnahme wird deshalb in den Radiostationen nicht eingesetzt, doch die Animals können sich schließlich durchsetzen. Die Single ist in GB und den USA Spitzenreiter und kommt Deutschland auf Platz 10. Den Namen Animals gibt sich die Band wegen ihrer damals tierischen Bühnenshow. Weitere Top-10-Hits hat die Gruppe mit I´m Crying (1964), Don´t Let Me Be Missunderstood, Bring It On Home To Me, We Gotta Get Out Of This Place, It´s My Life (1965) und Don´t Bring Me Down (1966). Bereits 1965 verlässt Alan Price die Animals und wird durch Dave Rowberry ersetzt. Nach diversen Umbesetzungen fällt die Gruppe Ende 1966 auseinander. Eric Burdon die Stimme der Animals (er gilt als der beste weiße Blues-Interpret) nennt die Band mit neuen Mitgliedern Eric Burdon & The Animals und hat mit San Franciscan Nights einen weiteren Top10-Hit. 1968 das Ende der Band und Eric gründet die Gruppe War.

Animotion

Die Urformation der Gruppe Animotion um die Sängerin Astrid Plane besteht aus: Bill Wadhams (v/g), Charles Ottavio (b), Frenchy O´Brien (d) und Paul Antonellie (key). Mit dem Titel Obsession gelingt dem Techno-Pop-Quintett im Januar 1985 ein erster Top-10-Hit. Diesem Erfolg rennt die Gruppe mehrere Jahre hinterher - zumindest in Deutschland erreichen sie 1986 mit I Engineer noch einmal Platz zwei. 1988 werden vier der fünf Mitglieder ausgewechselt. Neuer Sänger wird Paul Engeman und der weibliche Blickfang der Band ist Cynthia Rhodes. Diese hat in den Filmen Dirty Dancing und Stayin´ Alive mitgespielt und heiratet 1989 ihren Kollegen Richard Marx. Im gleichen Jahr erreicht Animotion mit Room To Move aus dem Spielfilm My Stepmother Is An Alien (Meine Schwiegermutter ist ein Alien) noch einmal die Top-10. Danach verschwindet die Gruppe in der Versenkung.

The Archies

Zu den ganz großen Machern hinter der Bubblegum- und Teeniemusik Ende der 60er Jahre gehört Don Kirshner. Er ist es, der z. B. die Monkees erfand. Die Monkees setzt er zusammen um damit im TV kleine Geschichten zu erzählen, durchsetzt mit Musik. Das Rezept geht bekanntlich auf. Die Archies dagegen sind eine Comic-Serie. Lange Zeit wird gerätselt, welche Stimmen und Gesichter stecken dahinter? Die Musikzeitschrift "Bravo" lüftete schließlich das Geheimnis. Die realen Künstler hinter den Figuren sind: Ron Dante, (Leadstimme bei dem Nr.1-Hit "Sugar, Sugar", *22.08.1945 in Staten Island, New York, USA als Carmine Granito), Andy Kim, (Gitarre, Gesang *05.12.1945 in Montreal, Kanada als Andrew Joachim) Toni Wine, Gesang, Reggie Mantle (Gitarre), Jughead Jones (Schlagzeug), Betty Cooper (Tambourin) und Veronica Lodge (Keyboard). Die Formation nimmt die Stücke zu den jeweiligen Episoden auf. Nach einigen kleineren Erfolgen erscheint 1969 "Sugar, Sugar". Diese Aufnahme wird eine der meistverkauften Singles in der Geschichte von RCA-Records - und die haben zu jener Zeit immerhin Elvis Presley unter Vertrag. Nach diesem weltweiten Erfolg gelingt den Archies mit "Jingle, Jangle" ein weiterer Top-10-Hit. Ron Dante ist danach mit anderen Projekten, wie z.B. mit der Gruppe Cuff Links, erfolgreich. Andy Kim ist auch als Solokünstler überaus erfolgreich. Die Single-Charts-Erfolge Baby, I Love You (1969), So Good Together (1969), Be My Baby (1970) und Rock Me Gentely (1974) sind noch heute im Radio zu hören.

Asia

Als sich die britische Gruppe Asia im Frühjahr 1981 zusammenfindet, ist wieder mal von einer Supergruppe die Rede. In der Tat haben die Musiker schon etliche Erfolge aufzuweisen. John Wetton (*12.07.1947 in Derby - v/b - gest. 31.01.2017) war Mitglied bei UK, Roxy Music, Uriah Heep und King Crimson; Steve Howe (*08.04.1947 in London - g/v) ist ehemaliges Mitglied von Yes; Carl Palmer (*20.03.1947 in Birmingham - d) kam von der Supergruppe Emerson, Lake & Palmer. Fast ein Jahr dauert es, bis 1982 das Debütalbum erscheint. Es findet weltweite Beachtung und beinhaltet mit Heat Of The Moment den größten Single-Erfolg von Asia. Obwohl 1983 auch das zweite Album der Band recht erfolgreich ist, steigt John Wetton aus. Er wird durch Greg Lake (*10.11.1947 in Bournemouth - v/b) ersetzt. Dieser war neben Emerson, Lake & Palmer bei Yes und den Buggles. 1985 steigt Steve Howe aus, für ihn kommt Krokus-Gitarrist Many Meyer. Trotz der Rückkehr von John Wetton fällt die Band 1986 zunächst auseinander und hat im Laufe der Zeit 21 Mitglieder verschlissen. Sie findet jedoch immer wieder zusammen. Aktuelle Bestzung: Geoff Downes, John Wetton, Steve Howe und Carl Palmer (Stand: 06.11.08)


B

Bachman-Turner Overdrive
Randy Bachman ist in den 60ern Mitglied der sehr erfolgreichen kanadischen Formation The Guess Who.
1969 steigt er aus, produziert eine Solo-LP und gründet dann zusammen mit seinem Bruder Robbie, Chad Allan (Guess Who) und C.F. "Fred" Turner die Formation Brave Belt. Die Band nimmt 1971/72 zwei erfolglose Alben auf, woraufhin sich Chad Allan verabschiedet. Für ihn kommt mit Tim Bachman ein weiterer Bruder hinzu, gleichzeitig erfolgt die Umbenennung in Bachman-Turner Overdrive kurz "B.T.O.". Den Overdrive entleiht man einem Trucker-Magazin. Musikalisch bewegt sich die Band auf Hard-Rock-Pfaden - 24 Plattenfirmen lehnen die Demobänder ab - dann kommt endlich eine Zusage. 1973 erscheint die erste LP als B.T.O. und hinterlässt wiederum wenig Eindruck. Jetzt geht Tim Bachman, für ihn kommt Blair Thornton - und damit auch der Erfolg. Die Single Takin´ Care Of Business geht in die Hitparaden, dann erscheint mit You Ain´t Seen Nothing Yet ein Millionseller, der Nr. 1 in den US-Charts wird. Weitere Top-Hits gelingen allerdings nicht. Randy Bachman trennt sich 1977 von Bachman-Turner Overdrive, die Band fällt jetzt endgültig in die Bedeutungslosigkeit, denn auch Live ist die Band nicht gerade das gelbe vom Ei. 1984 wollen Randy, Tim und C.F. erneut auf die Überholspur - der Overdrive stottert aber nur müde und säuft ab.

Bananarama

Die englische Vokalgruppe Banarama wird 1981 in Bristol, GB gegründet. Sarah Dallin (*17.12.1961), Siobhan Fahey (*10.09.1957) und Karen Woodward (02.03.1961) werden 1988 als erfolgreichstes Frauen-Trio der Welt in das Guiness-Buch der Rekorde eingetragen. Als Vorläufer und Vorbilder der Girlie-Groups der 90er, tragen sie charmant und und schwungvoll ihren Vokal-Pop vor. Nach einer Babypause von Karen Woodward beteiligen sie sich 1987 an dem Hilfsprojekt Ferry Aid, müssen dann am Ende des gleichen Jahres Siobhan Fahey ersetzen (sie heiratet Dave Stewart von den Eurythmics). Ihre Nachfolgerin wird Jaqui Sullivan, mit der das Trio nahtlos an die Hit-Erfolge anknüpfen kann. Bis 1991 bleibt Bananarama das erfolgreichste Projekt von dem Produzenten-Team Stock/Aitken/Waterman. 1991 steigt Sullivan aus, Dallin und Woodward machen als Duo weiter.

Bangles
Die weibliche US-Band Bangles wird 1979 von Susanna Hoffs (*17.01.1962), Vicki Peterson (*11.01.1958), Debbi Peterson (*22.08.1961) und Anette Zilinkas (*06.11.1961) zunächst als Colors gegründet. Bei ihrer ersten Single Getting Out Of Head (1981) dann Umbenennung in Bangs und 1982 letztendlich in Bangles. Anfang 1983 steigt Anette Zilinkas aus und wird durch Michael Steele (*02.06.1954) ersetzt. Ab 1985 stellen sich dann die Erfolge für die Formation ein. Mit ihrem fröhlichen, von den Sixties geprägten Partysound steht man allein in Deutschland, GB und den USA von 1986 bis 1989 neun mal in den Charts. Bereits 1987 ist Susanna Hoffs in dem Film The Allnighter als Schauspielerin zu sehen. 1989 gibt Susanna Hoffs die offizielle Trennung der Band bekannt, sie selbst ist als Solistin erfolgreich, Vicki Petersen ist 1995 Mitbegründerin der renommierten Continental Drifters und Debbi Peterson steigt 1994 bei den Kindred Spirits ein. 1999 findet das Quartett wieder zusammen, die aktuelle Besetzung: Susanna Hoffs, Vicki und Debbi Peterson (Stand 12.2008), Michael Steel scheidet 2005 wieder aus.

Barclay James Harvest

In dem britischen Städtchen Oldham wird 1966 aus zwei aus dem Ort stammenden Gruppen die Formation Barclay James Harvest. 1967 wechseln Stewart Wolstenhome, John Lees, Les Holoroyd und Mel Pritchard ins Profilager. Ein Geschäftsmann stellt der Gruppe ein Bauernhaus zum Üben und Schlafen zur Verfügung. 1968 erscheint mit Early Morning die erste Single der Formation. In den Folgejahren werden viele Lp´s und und Singles veröffentlicht, der große Erfolg will sich aber nicht einstellen. Erst der Wechsel zu einer neuen Plattenfirma 1974 bringt die ersten Erfolge. Während die Band in GB am Ende der Top-50 herumdümpelt, feiert sie auf dem Kontinent große Erfolge. Viele Briten sind daher der Meinung, Barclay James Harvest sei eine deutsche Band. In der Tat; mit Hymn, Child Of The Universe, Dancing In The Moonlight und vor allem mit dem Titel Live Is For Living, der im Februar 1980 bei uns auf Platz zwei steht, feiern sie in Deutschland Riesenerfolge.

Bay City Rollers

Bereits 1967 gründen die Brüder Alan und Derek Longmuir in ihrer schottischen Heimatstadt Edinburgh die Bay City Rollers. Zur Anfangsformation gehört u.a. Billy Lyall, der 1973 die Gruppe verlässt um die Formation Pilot zu gründen und 1989 an Aids stirbt. Der Bandleader Tom Paton hört die Tennieband und wird ihr Manager. Den Namen Bay City Rollers soll er gefunden haben, indem er eine Nadel wahllos auf eine amerikanische Landkarte steckt. Sie landet in Bay City, Utah. Bis 1971 gibt es häufige Wechsel in der Band. Dann erhält die Gruppe einen Plattenvertrag und nimmt den 65er-Hit Keep On Dancing von den Gentrys neu auf und landet damit im September 1971 in der englischen Top-10. Im gleichen Jahr kommt Eric Faulkner als neuer Gitarrist und 1973 stoßen Leslie McKeown als Sänger und Stuart Wood als Gitarrist zu der Gruppe. Die Musiker aus Schottland entwickeln sich zu den absoluten Teenager-Idolen der 70er, besonders die weiblichen Fans kippen bei Konzerten reihenweise um. In der Besetzung Alan und Derek Longmuir, Mc Keown, Faulkner und Wood landen die Bay City Rollers von 1973 bis 1977 Hit auf Hit. Allein in GB, USA und Deutschland schaffen sie 14 Top-10-Hits und sind dreimal auf Platz eins. 1976 verlässt Alan Longmuir die Gruppe und wird durch Ian Mitchell ersetzt. Ein Jahr später kommt für diesen Pat McGlynn. Die größte Fangemeinde hat die Formation in Japan. Daher wohl auch kein Zufall, dass eine Japanerin seine Lebensgefährtin und Mutter seines Sohnes ist.

The Beach Boys

Als am 08.12.1961 mit Surfin die erste Aufnahme der Beach Boys erscheint, kann niemand ahnen, dass sich die Gruppe bis in die 90er behaupten wird. Die Band besteht aus den Brüdern Brian Wilson (*20.06.1942, Voc/b/key); Carl Wilson (*21.12.1946 - +06.02.1998, voc/g); Dennis Wilson (+04.12.1944 - +28.12.1983, d/voc); Mike Love (*15.03.1941, voc); Al Jardine (*03.09.1942, voc/g) und Bruce Johnston (*27.06.1944, voc/g). Die Band beginnt als Carl & The Passions, nennt sich auch Pendletons oder Kenny & The Cadets. Unter dem Namen Pendletons will die Plattenfirma die Aufnahme Surf´in USA nicht herausbringen. Nach langem Hin und Her einigt man sich letztendlich auf den Namen The Beach Boys. Im März 1963 steht die Gruppe mit Surf´in USA zum ersten mal in den Top-10. Sie sind in der ersten Hälfte der 60er die absoluten Teenageridole in den USA, ähnlich wie die Beatles in Europa.
Trotz vieler Unstimmigkeiten innerhalb der Band schaffen die Beach Boys bis in die späten 80er eine durchgehende Präsenz auf der Bühne und in den Charts.
Auch der tragische Tod von Dennis Wilson 1983 kann daran nichts ändern. Von 1963 bis 1988 steht die Band insgesamt 24mal in den Top-10 und mit I Get Around (1964), Help Me Rhonda (1965), Sloop John B., Good Vibrations (1966), Do It Again (1968) und Kokomo (1988) sechsmal auf Platz eins. Die Beach Boys gelten als eine der einflussreichsten Gruppen in der Entwicklung der Beat- und Rockmusik.

The Beatles

Auch für die Beatles beginnt die Karriere im Hamburger *Star-Club, sie treten u.a. als Begleitband von Tony Sheridan auf. Aus den Quarrymen 1956, Moondogs und Silver Beatles werden schließlich The Beatles. Die Gruppe zählt zu den wichtigsten Exponenten des Liverpooler Mersey-Beats. Die Anfangsformation besteht aus John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stu Sutcliff und Pete Best. Stu Sutcliff bleibt in Hamburg, stirbt aber am 10.04.62 an einem Hirntumor, Schlagzeuger Pete Best wird offizell auf Betreiben von Manager Brian Epstein gegen Ringo Starr ausgetauscht (inoffiziell gibt es da eine andere Vewrsion). Zurück in England nehmen die Fab-Four 1962 die Single Love Me Do auf. Die Nachfolge-Single Please Please Me steht im Januar 1963 auf Platz 2 in GB und Platz 3 in den USA. Danach geht es bekanntlich Schlag auf Schlag. From Me To You ist im April 1963 der erste Nr.1-Hit. Von 1963 bis zur Trennung 1970 haben die Beatles 44-Top10-Hits, davon sind sie 24mal auf Platz eins in GB, USA oder Deutschland. Weltweit verkauft die Band über eine Milliarde Schallplatten. Ihre Aufnahmen werden von vielen bekannten Künstlern übernommen. Am 08.12.1980 wird John Lennon ermordet und am 29.11.2001 stirbt George Harrison an Krebs.

Jeff Beck Group

Wie viele Gitarristen der frühen 60er Jahre verdient auch Jeff Beck sein Geld als Sessionmusiker. 1965 steigt der damals 21jährige als Nachfolger von Eric Clapton bei den Yardbirds ein. Noch vor Jimi Hendrix führt er seine Leadgitarre in ungeahnte Höhen und zeigt was aus einer Elektrogitarre alles herauszuholen ist. Ende 1966 verlässt Jeff die Yardbirds, um 1967 die Jeff Beck Group zu gründen. Dabei sind: Rod Stewart (v), Ron Wood (b), Mick Waller (d) und Nicky Hopkins (key). Die Gruppe produziert zwei Alben, in die sie das Grundmuster für Heavy-Metal legen, der sich erst in den folgenden Jahren entwickeln soll. Ungeachtet dessen kommt es es zu Spannungen in der Gruppe. 1969 steigen Wood und Stewart aus und gehen zu den Faces. 1972 fällt die Band ganz auseinander und Jeff Beck gründet Beck, Bogert & Carmine. In den 80ern und 90ern bringt Jeff etliche vielbeachtete Alben heraus. Das Beck nie so bekannt geworden ist wie beispielsweise Eric Clapton oder Jimmy Page mag daran liegen, dass er nie das aus seinen Möglichkeiten gemacht hat, als er in der Lage gewesen wäre.

The Bee Gees

1958 wandern Barry, Maurice und Robin Gibb mit ihrer Familie nach Australien aus. Sie machen in ihrer neuen Heimatstadt Brisbane da weiter wo sie in Manchester aufgehört haben – mit Musik. 1963 erscheint mit Kisses Of Love die erste Aufnahme der Bee Gees. Mit Spicks And Specks führen sie in Australien wochenlang die Hitparaden an. Sie werden nach diesem Erfolg von Robert Stigwood dem Direktor der Plattenfirma NEMS Enterprises zum Vorsingen nach England eingeladen.
Ab 1967 beginnen die Brüder Gibb einen musikalischen Siegeszug der bis in die späten 90er anhalten soll. Während der Anfangsjahre bestehen The Bee Gees aus fünf Musikern. Neben Barry Gibb (*01.09.1946) den Zwillingen Robin & Maurice Gibb (*22.12.1949) gehören noch Vince Melouny und Colin Peterson zur Band. Mit New York Mining Desaster 1941 haben sie im Juni 1967 ihren ersten Top-10-Erfolg. Drei Monate später ist Massachusettes der erste Nr.1-Erfolg in GB und Deutschland. 30 Top-10-Erfolge in GB, USA und Deutschland können die Bee Gees bis 1998 vorweisen. Darunter dreizehn Nr. 1-Notierungen. Alle Hits stammen aus der Feder von Barry, Robin und Maurice. Allein ihre LP´s werden über 100millionenmal verkauft. Am 12.01.2003 stirbt Maurice Gibb wenige Tage nach einer Darmoperation. Zuvor hatte er bereits einen Herzinfarkt erlitten und war reanimiert worden. Am 20.05.2012 stirbt sein Zwillingsbruder Robin an Darmkrebs.

The Bellamy Brothers

Die Brüder Howard Bellamy (*02.02.1946) und David Bellamy (*16.09.1950) absolvieren bereits 1958 ihre ersten Auftritte. Bis zum großen Erfolg soll es aber noch 15 Jahre dauern. Als Songschreiber hat David einen Millionseller mit Spider And Snakes, gesungen von Jim Stafford. 1976 gelingt den Bellamy Brothers mit Let Your Love Flow ein weltweiter Hit. Die Aufnahme ist neben den USA und Deutschland auch in vielen anderen Ländern Nummer eins. Bis 1979 bringen sie etliche Aufnahmen in die internationalen Charts. Danach tauchen sie fast ausschließlich in den US-Country-Charts auf. In den 90ern werden sie für kurze Zeit von Ralph Siegel produziert.

Cliff Bennet & The Rebel Rousers

Eine Mischung aus Rock´n Roll und R&B – das schwebt dem Briten Cliff Bennet vor, als er 1959 die Gruppe Rebel Rousers gründet, benannt nach einem Hit von Duane Eddy, einer der besten Gitarrenspieler der damaligen Zeit. Zur Band gehören zeitweilig Roy Young, Nicky Hopkins oder Frank Allen der spätere Leadsänger der Searchers. 1961 verändert Cliff den Sound der Band, indem er zwei Bläser aufnimmt und wird daraufhin von John Meek produziert, allerdings mit wenig Erfolg. Erst als die Liverpoolwelle abebbt, kommt Cliff Bennet in die Charts. 1964 mit One Way Love und mit dem Beatles-Cover Got To Get Into My Life 1966. Trennung der Gruppe 1968.

Berlin

Die kalifornische Pop-Band Berlin wird 1979 unter den Einflüssen von Blondie, Ultravox und Kraftwerk von John Crawford und Terri Nunn (geb. 06.06.1951) gegründet.
Die erste, selbst finanzierte Single heißt Matters Of Time. Die Aufnahme wird zum lokalen New Wave-Hit und verschafft der Band Jobs im Vorprogramm von Igy Pop und den Dieckies.
Die Gruppe trennt sich 1981, nachdem sich die erste LP Information schlecht verkauft. Die Gruppe formiert sich 1983 ein zweites Mal und hat mit Pop kurzfristig mehr Erfolg. In ihrer besten Phase besteht die Band aus Terri Nunn, John Crawford und Rob Brill (geb. 21.01.1956). Ihren größten kommerziellen Erfolg hat die Formation 1986 mit Take My Breath Away dem Soundtrack aus dem Kinofilm Top Gun. 1987 trennt sich Berlin erneut.
Terri Nunn formiert die Band in den 90er Jahren mit anderen Musikern neu.

Blackfoot Sue

Die britischen Zwillinge Tom und Dave Farmer (*02.03.1952) sowie Eddie Gogla (*04.09.1951) aus Birmingham lernen sich im Alter von 12 Jahren kennen und gründen die Schüler-Band Virus. 1970 kommt Alan Jones, ebenfalls aus Birmingham zum Trio, die sich nun in Gift umtaufen. Ihren endgültigen Namen bekommt die Band 1972. Sie nennen sich fortan Blackfoot Sue, wechseln die Plattenfirma und haben mit der selbstgeschriebenen Nummer Standing In The Road einen Nr.4-Hit in GB. Mit dem Titel Sing Don´t Speak hat die Band noch im gleichen Jahr eine weitere Hit-Notierung. Nach 1977 fällt Blackfoot Sue auseinander.

Black Sabbath

Die Ursprünge von Black Sabbath gehen zurück bis in das Jahr 1967, da gründen Tony Iommi, Terry, Butler, Michael "Ozzy" Osborne und Bill Ward in Birmingham die Bluesband Polka Tulk, die sich schnell in Earth umbenennt. Ab Februar 1969 heißt die Formation schließlich Black Sabbath und legt sich dazu ein passendes, makaberes Image zu. Im Januar 1970 erscheint die erste Single, wenig später die erste LP. Letztere kommt unter die ersten zehn. Mit Paranoid schafft die Band 1970 ihren ersten Top-10-Hit, in Deutschland klettert die Aufnahme sogar auf Platz eins. Diese Nummer gilt heute noch als Klassiker unter den frühen Heavy-Metal-Titeln. Ab 1974 spricht Ozzy Osborne immer stärker dem Alkohol zu, ist mit der Musikrichtung nicht mehr einverstanden und verlässt 1979 schließlich die Band. Für ihn kommt Ronny Dio als Sänger. Ozzy ist als Solo-Interpret sehr erfolgreich. Im November verlässt Bill Ward die Gruppe. Es kommt im Laufe der Jahre zu diversen Wechseln, 1983 ist sogar Ian Gillian für kurze Zeit bei Black Sabbath. 1986 ist von der Urbesetzung nur noch Tommy Iommi übrig. Zu den bekannteren Musikern die mit ihm zusammenspielen gehören Glen Hughes oder Cozy Powell. 1995 erscheint mit Forbidden ein neues Soloalbum. Die Besetzung: Iommi, Martin, Powell und Murray.

Blind Date

Die deutsche Pop-Band Blind Date wird 1984 in Frankfurt gegründet. Folgende Mitglieder gehören zur Band: Christian Felke (Saxophon, kam aus der Begleitband von Rainhard Fendrich), Peter Koch (Schlagzeug), Lothar Krell (Keyboards, beide von der Band Supermax), Uwe Schlürmann (Gitarre), Amy und Elaine Goff (Töchter eines amerikanischen Offiziers).
Der Name der Band geht auf den Umstand zurück, dass sich ihre Mitglieder eher zufällig treffen. Die Debüt-Single 'Your Heart Keeps Burning' wird 1985 in Deutschland ein Hit und erreicht Platz 17 in den Single-Charts. Die Nachfolgesingle 'Hit The Road Jack' floppt, woraufhin die Band auseinanderbricht. 1992 erscheint nochmals ein Remix mit allerdings nur mäßigem Erfolg.
Amy und Elaine Goff werden Backgroundsängerinnen bei Meat Loaf, Christian Felke Studio-Saxophonist und ist seit 1998 Mitglied der Rockjazzband Scales. Uwe Schlürmann ist seit 1996 Leadsänger der Countryband Tumbleweed.
Das deutsche Danceprojekt Lazard covert 'Your Heart Keeps Burning' im Frühjahr 2007 und kann sich damit an der Spitze der deutschen Dance-Charts platzieren.

Blood, Sweat & Tears

Der Name der amerikanischen Jazz-Rock-Band Blood, Sweat And Tears geht auf ein Zitat aus der Antrittsrede von Winston Churchill als Premierminister am Anfang des 2. Weltkrieges zurück.
Die Band hat ihren ersten Auftritt in New York als Vorgruppe von Moby Grape.
Das Publikum ist begeistert von der neuartigen Verschmelzung von Jazz-, Blues- und Rockmusik. Die ursprüngliche Besetzung besteht aus Al Kooper (Keyboards, Gesang), Jim Fielder (Gitarre, Bass), Steve Katz (Gitarre) und Bobby Colomby (Schlagzeug) sowie der Bläsersektion Fred Lipsius, Randy Brecker, Jerry Weiss und Dick Halligan.
Das erste Album „Child is Father to the Man“ (1968) wird hoch gelobt, verkauft sich jedoch nur schleppend. Es kommt zu ersten Umbesetzungen.
Das zweite Album „Blood, Sweat & Tears“ (1969) wird mit 3,8 Millionen verkauften Exemplaren auch ein kommerzieller Erfolg und gewinnt einen Grammy als Album des Jahres. Die nächsten beiden Alben können nicht mehr an den Erfolg anknüpfen und Sänger David Clayton-Thomas verlässt die Band und wird durch Jerry Fisher ersetzt. Er kehrt jedoch 1975 zurück, weil seine Solokarriere floppt. Ein kommerzielles Comeback von Blood, Sweat & Tears hält jedoch nicht lange an und die Plattenfirma kündigt 1976 den Vertrag mit der Band.
Von den Mitgliedern der ersten Alben ist nur noch David Clayton-Thomas dabei. Es gibt diverse Reunion-Versuche, allerdings sind diese wenig erfolgreich.
Im Jahr 2005 erhält Chuck Negron, früherer Sänger von Three Dog Night, die Rechte für den Bandnamen „Blood, Sweat & Tears“. Eine völlig neu formierte Gruppe spielt 2007 bei einigen Open-Air-Konzerten in Europa.

Blue Mink

Die Amerikanerin Madeline Bell und der Brite Roger Cook blicken bereits auf eine langjährige Karriere zurück, als sie 1969 mit einigen Studiomusikern die Formation Blue Mink gründen. In ihrem ersten Hit Melting Pot, was sich etwa mit Schmelztiegel übersetzen lässt, sollen alle Menschen, aller Hautfarben miteinander verschmelzen, eins werden. Diese Nummer erreicht im November 1969 Platz drei der UK-Charts. Es folgen mit Good Morning Freedom (1970), Banner Man (1971) und Randy (1973) drei weitere Top-10-Hits für Blue Mink. Danach fällt die Gruppe auseinander; wohl auch, weil so talentierte und erfahrene Musiker ihre eigenen Weg suchen wollten.

Bluebells

Die schottische Band wird Anfang der 1982 von Bobby Bluebell (v , * 6.6.1959 als Robert Hodgens), Lawrence Donegan (b, *13.7.1961 in Stirling), Craig Cannon (g, *30.7.1966), Russel Irvine (g), sowie den Brüdern Kenneth McCluskey (v, *8.2.1962) und David McCluskey (d, *13.1.1964) gegründet.
Die ersten Singles werden nur Achtungserfolge, bis Robert Hodgens gemeinsam mit seiner damaligen Freundin, der Bananarama-Sängerin Siobhan Fahey (*10.3.1958 in Irland), den Song Young At Heart schreibt. Er taucht zuerst 1983 auf dem Debütalbum des Mädchentrios auf, bevor die Bluebells dann ihre Version mit dem Studiogeiger Bobby Valentino aufnehmen. Damit hat die Band endlich den erhofften Top-Ten-Hit. Weil ihnen kein weiterer mehr gelingt, gehen die Musiker ab 1987 getrennte Wege.
Der Volkswagen-Konzern unterlegt 1993 einen Werbespot für den Golf 3 mit Young At Heart, was die Nachfrage in England dermaßen anheizt, dass die wieder veröffentlichte Single vier Wochen lang Spitzenreiter der Charts wird.

Blue Swede

Der schwedische Sänger Björn Skiffs gründet 1972 die Gruppe Blue Swede. Die Band besteht aus Musikern, die ausnahmslos in Tanzbands gespielt haben. Skifs ist zu diesem Zeitpunkt in Schweden kein Unbekannter mehr. Er wird 1966 Mitglied der Slamcreepers die mit ihrer Musik ein wenig an Slade erinnern. Ab 1970 versucht er sich als Solist, tritt in Nightclubs, TV-Shows und Musicals auf, z.B. in Goodspell. Zusammen mit dem Produzenten Bengst Palmer will er 1972 versuchen, den internationalen Markt zu knacken. Mit Hooked On A Feeling, 1968 schon ein Millionseller für B.J. Thomas und 1971 für Jonathan King, steht Blue Swede im Februar 1974 zum Erstaunen aller an der Spitze der US-Charts. Im August des gleichen Jahres hat die Formation mit Never My Love in Amerika eine weitere Top-10-Notierung. Danach ist die Gruppe nur noch in ihrem Heimatland erfolgreich, wo sie allerdings nie Blue Swede hießen, sondern Björn Skifs & The Blabus.

Boney M.

Als Boney M. 1975 ihre erste Single Baby Do You Wanna Bump auf den Markt bringen, hätte wohl niemand damit gerechnet, dass sich diese Formation zu einer der erfolgreichsten Gruppen der Disco-Ära entwickeln wird. Nach diesem wenig erfolgreichen Debüt kommt 1976 für Liz Mitchell, Marcia Barett, Mazie Williams und Bobby Farrell der große Durchbruch. Die von Frank Farian gegründete und produzierte Formation stürmt mit der Single Daddy Cool weltweit an die Spitze der Charts. Allein in Deutschland steht die Aufnahme 12 Wochen auf Platz eins der Hitparade und wird so zu einem der erfolgreichsten Titel aller Zeiten. Boney M. steht bis 1984 zwanzigmal in den Top-10, davon achtmal auf Platz Nr.1. Die gigantische Bilanz der Formation: 18 Platin- und 15 Gold-LP´s über 200 Gold- und Platin-Singles sowie über 150-Millionen verkaufte Tonträger. Markenzeichen von Boney M. war und ist die Stimme von Liz Mitchell. Die Jamaikanerin kommt Ende der 60er nach Deutschland und singt im Berliner Ensemble des Musicals Hair. Anfang der 70er wechselt sie zu den Les Humphries Singers und feiert mit dieser Gruppe bis Mitte der 70er große Erfolge, bis Frank Farian sie 1975 zu Boney M. holt. Liz Mitchell ist auch wohl die einzige, die bei Boney M. wirklich gesungen hat, was den Produzenten Frank Farian wohl auch zu der Aussage veranlasst hat: "Alle sind austauschbar, außer Liz".

Bonzo Dog Doo-Dah Band

Die Bonzo Dog Doo-Dah Band wird 1965 von den beiden Kunststudenten Neil Innes und Vivian Stanshall gegründet. Am Anfang spielt die Band satirische Jazz-Trad-Nummern. 1966 erscheint mit My Brother Makes Noise For The Talkies die erste Single. Der einzige Top-10-Erfolg der urigen Formation datiert aus dem November 1968. I´m The Urban Spaceman kommt bis auf Platz fünf in GB. Die Band produziert eine Menge Platten, die aber mehr im Comedy-Bereich angesiedelt sind. 1970 fällt die Band auseinander, Neil Innes spielt für einen kurzen Zeitraum bei McGuiness Flint und arbeitet ab 1973 als Solist, Sänger für Werbe-Jingles, spielt TV-Rollen und arbeitet als Komponist, so z.B. für Monty Python. Vivian Stanshall kommt 1995 bei einem Feuer in seiner Londoner Wohnung ums Leben.

The Box Tops

Die US-amerkikanische Band The Box Tops, aus Memphis, Tennessee, feiert Ende der 60er ihre großen Erfolge. Mit den Hits The Letter, Cry Like A Baby und Soul Deep, steht die Band in den Hitparaden ganz oben.
Die Geschichte der Box Tops beginnt 1963 in Memphis. Damals nennt sich die Gruppe noch The Devilles.
Zu dieser Zeit wechseln die Mitglieder als auch der Name des Öfteren. Um eine Verwechslung mit einer anderen Band zu vermeiden, wird 1967 der endgültige Name The Box Tops gewählt.
Der Song The Letter (geschrieben von Wayne Thompson) ist ein weltweiter Erfolg und wird für zwei Grammys nominiert.
Leadsänger der Band ist Alex Chilton (zum Zeitpunkt von The Letter 17 Jahre jung), der später mit der Powerpop-Band Big Star zwar keine Erfolge feiert, aber dafür Musikgeschichte schreibt.
So widmet die Band The Replacements ihm einen Song auf ihrem 87er Album „Pleased to meet you“ .

Brotherhood Of Man

Erstmals wird die britische Formation Brotherhood Of Man 1969 von dem Songschreiber Tony Hiller gegründet. Er nimmt den Session-Sänger Tony Burrows und baut um ihn herum Studiomusiker auf. Mit United We Stand hat die Gruppe im Februar 1970 einen Top-10-Hit. Danach hört man erst einmal nichts mehr von der Gruppe. 1976 sucht Tony Hiller eine Gruppe für seine Komposition um für GB am Grand Prix teilnehmen zu können. Völlig andere Sänger werden nun nach dem Vorbild von ABBA zusammengestellt. Zwei weibliche und zwei männliche Mitglieder. Die Rechnung geht auf, denn Brotherhood Of Man gewinnt den Wettbewerb. Der Titel Save Your Kisses For Me wird Nr.1 in GB und Nr.2 in Deutschland. Die männlichen Mitglieder Martin Lee und Lee Sheridan haben das Stück mitgeschrieben. Die weiblichen Mitglieder sind Nicky und Sandra Stevens (trotz des gleichen Nachnamens nicht verwandt). Mit Angelo (1977) und Figaro (1978) gibt es zwei weitere Nr.1-Erfolge. Die Band tourt heute noch in Originalbesetzung (Stand April 2017)

The Byrds

Die Folk-Rock-Band The Byrds wird 1964 gegründet und erhält noch im gleichen Jahr einen Plattenvertrag bei CBS. Die Formation besteht im Anfang aus Roger McGuinn, Gene Clark, David Crosby, Chris Hillman und Mike Clark. Als Debüt-Single erscheint 1965 Mr. Tambourine Man (USA Nr.1, GB Nr.1 und Deutschland Nr.2). Geschrieben wird das Stück von Bob Dylan. Von den Byrds soll auf dieser Platten-Aufnahme nur Roger McGuinn an der Gitarre zu hören sein. Der Gesang stammt von McGuinn, Crosby und Gene Clark. Es folgen im gleichen Jahr mit All I Really Want To Do und Turn! Turn! Turn! zwei weitere Top-10-Notierungen. Die Anfangsformation hält allerdings nur ein Jahr. Im Januar 1991 werden die Byrds in die Rock´n Roll Hall Of Fame aufgenommen.


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