T - Z

T - V

T´Pau
Die Pop-Band T’Pau wird 1986 gegründet und hat in den 80er und 90er Jahren einige Erfolge zu verzeichnen. 1987 hat die Band mit Heart And Soul und China In Your Hand sowohl in Europa wie auch in den USA Erfolg. Der Bandname ist der TV-Serie Star Trek entlehnt, in der eine hochrangige vulkanische Priesterin diesen Namen trägt.
Die Band besteht ursprünglich aus den Musikern Carol Decker (*10. 09. 1957 in London), Ronnie Rogers (*13. 03. 1959 in Shrewsbury), Michael Chetwood (*26. 08. 1954 in Telford), Paul Jackson (*08. 08. 1961 in Telford), Tim Burgess (*06. 10. 1961 in Macclesfield bei Manchester) und Taj Wyzgowski. Nach dem ersten Album verläßt letzterer die Band und wird durch Dean Howard (*07. 05. 1961 in Greenwich/London) ersetzt.
Nach dem Album The Promise zerfällt die Band, weil Carol Decker eine Solokarriere startet. 1998 gründet sie T’Pau mit neuen Musikern erneut. Die Gruppe besteht bis heute.

T. Rex

Marc Bolan (v/g/org - 30.09.1947 - +16.09.177, als Marc Feld) und Steve Took (28.07.1949 - *27.10.1980) gründen 1967 das Folkduo Tyrannosaurus Rex und werden 1968 vom David-Bowie-Produzenten Tony Visconti entdeckt. Marc Bolan nennt sich am Anfang seiner Karriere Toby Tyler und bringt 1965 mit The Wizzard seine erste Single heraus, der noch zwei weitere folgen. 1967 ist er für ein Jahr Star der Gruppe John´s Children. Ab Oktober 1969 greift Marc immer öfter zur Elektrogitarre was auch zur Trennung von Steve Took führt. Micky Finn wird sein neuer Partner. Sie kürzen den Namen in T. Rex und gehören bis Mitte der 70er zu den erfolgreichsten Glamrockgruppen und stehen mit Ride A White Swan (1970), Hot Love, Get It On und Jeepster (1971), Telegram Sam, Debora, Metal Guru, Children Of The Revolution und Solid Gold Easy Action (1972) sowie 20th Century Boy und The Groover (1973) elf Mal in den Top-10.

Teach-In

Die niederländische Formation Teach-In, gewinnt 1975 mit Ding-a-dong den Eurovision Song Contest für die Niederlande.
Die Band entsteht im Jahre 1969 in Enschede. Zur ersten Besetzung gehören Hilda Felix (Vocals), Henk Westendorp (Vocals), John Snuverink (Vocals, Guitar), Frans Schaddelee (Bass), Koos Versteeg (Vocals & Keyboard) und Rudi Nijhuis (Schlagzeug).
1972 verlassen alle Mitglieder bis auf Versteeg und Nijhuis die Gruppe; ersetzt werden sie durch Getty Kaspers (Gesang), John Gaasbeek (Bass), Chris de Wolde (Gitarre) und Ard Weeink. In dieser Besetzung gewinnt die Gruppe den Eurovision Song Contest 1975.
1976 gibt es wiederum eine Umformierung: Kaspers, Gaasbek und Weeink verlassen die Gruppe, neu dazu kommen Hans Nijland (Bass), Betty Vermeulen (Gesang) und Marianne Wolsink. 1977 wird Nijland durch Nick de Vos ersetzt. Also eine Band mit häufigem Mitgliederwechsel. Teach-In haben bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1979 noch drei kleinere Hits (darunter Dear John, eine Homage an John Travolta).

Tee Set

Eines der vielen One-Hit-Wonder der 60er und 70er Jahre ist die holländische Formation Tee Set, gegründet 1966 in Delft. Mit Ma Belle Amie haben Peter Tetteroo, Hans van Eijck, Dil Bennink, Franklin Madjid und Joop Bloom einen Top-10-Hit u.a. in den USA und Deutschland. Die Aufnahme erreicht Goldstatus. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die Band auf Plattenaufnahmen vorwiegend Cover-Versionen englischer Hits veröffentlicht. Ende der 70er trennt sich die Gruppe. Am 05.09.2002 stirbt der Sänger Peter Tetteroo im Alter von 55 Jahren an Leberkrebs.

Them
Die irische R&B-Grupe Them wird 1963 gegründet. Die Mitglieder zur Gründungszeit sind: Van Morrison, John Wilson, Billy Harrison, Alan Henderson und Ronnie Millings. Im Laufe der nächsten Jahre ändert sich die Besetzung von Them so häufig, dass es schwer nachvollziebar ist, wer auf welcher Aufnahme mitspielt. Die erste Single-Veröffentlichung ist eine Neuaufnahme von Slim Harpos Don´t Start Crying Now. Mit dem Nachfolge-Titel Baby Please Don´t Go steht die Gruppe 1965 auf Platz zehn in den UK-Charts. Im gleichen Jahr schaffen sie mit Here Comes The Night einen Nr.2-Hit in England. 1967 trennt sich Van Morrison von Them, geht nach Amerika und beginnt eine erfolgreiche Solo-Karriere. Den grössten Hit in Deutschland hat die Band 1974 mit der Bob Dylan-Nummer It´s All Over Now Baby Blue. Bis auf Platz 13 kommt die Aufnahme. Sie ist als Hintergrundmusik in dem TV-Krimi Die Rocker gelaufen.

The Three Degrees

Mitte der 70er Jahre schwappt eine neue Musikwelle über den großen Teich von den USA nach Europa. 'TSOP' – The Sound Of Philadelphia. Mit auf dieser Welle schwimmt auch das Damentrio The Three Degrees - in der Besetzung – Fayette Pinkney, Sheila Ferguson und Valery Holiday. Bereits Anfang 1965 erreicht die Formation die US-Charts, allerdings noch mit Linda Turner und Shirley Porter, die jedoch später ausgetauscht werden. Es dauert allerdings bis Mitte der 70er als sich der Erfolg einstellt. Der Titel TSOP, der unter dem Gruppen-Namen MFSB (Mother, Father, Sister, Brother) feat. The Three Degrees auf den Markt kommt, wird im Frühjahr 1974 Nr.1 in den USA und ein Millionseller. Die Aufnahme ist so etwas wie die Erkennungsmelodie für diese Musik. Für die drei Sängerinnen folgen etliche Top-10-Notierungen, die bis in die 80er gehen. In Deutschland tauchen The Three Degrees in den 90ern wieder auf. Zusammen mit Thomas Anders von Modern Talking veröffentlichen sie 1993 ihren Nr.1-Hit When Will I See You Again noch einmal.

Thunderclap Newman

John 'Speedy' Keen schreibt für das Album Sell Out der Who den Titel Armenia, City In The Sky. Who-Boss und Gitarrist Pete Townshead stellt ihm daraufhin die Musiker Andy Newman, Jimmy McCulloch, Jack McCulloch und Jim Pitman-Avory zur Seite und produziert die Band Thunderclap Newman. Mit dem Titel Something In The Air belegt die Band 1969 Platz eins in GB. Es bleibt trotz etlicher Bemühungen ihr einziger Hit. Die Band fällt auseinander, Keen und Newman machen Solo-Aufnahmen, Jimmy McCulloch geht zu Stone The Crows und ist von 1975-1977 Mitglied der Wings. Er ist auf Platten von Nick Gilder, Roy Harper und Roger Daltry zu hören. Gerade hat Jimmy seine Band The Dukes gegründet, stirbt er am 27.09.1979 an einer Überdosis Herion im Alter von nur 27 Jahren.

The Tokens

Hank Madress, Neil Sedaka, Eddie Rabkin und Cyntia Zoltin gründen im Mai 1954 die Tokens. 1956 machen sie ihre ersten Plattenaufnahmen, die sich aber nicht durchsetzen. Rabkin verlässt die Band und wird durch Siegel ersetzt. 1958, die Gruppe ist immer noch erfolglos, verlassen auch Zoltin und Sedaka die Tokens. Neil Sedaka startet wenig später seine sehr erfolgreiche Solo-Karriere. 1961, die Band besteht nun aus Hank Madress, Jay Siegel, Philip Margo und Mitch Margo, der erste Hit für die Formation. Tonight I Fell In Love erreicht in Amerika die Top-20. Mit dem südafrikanischen Zulu-Song Wimoweh, der als The Lion Sleeps Tonight auf den Markt kommt, ist im November 1961 auf Platz eins in den USA. Bis 1970 gelingen der Band noch neun weitere Erfolge. Madress wird danach Produzent für die Formation Dawn.

The Tornados

Die Tornados sind in Ihren Anfängen die Begleitband von Billy Fury. Alan Caddy, George Bellamy, Roger Jackson, Heinz Burt und Clem Cattini haben 1962 ihren ersten Hit. Telstar, produziert von Joe Meek, wird gleich ein Nr.1-Hit in GB und den USA, sowie Nr.6 in Deutschland. Mit Telstar beginnt ein neues Zeitalter der Telekomunikation zwischen den USA und Europa. Der Satelit wird am 10.07.1962 hochgeschossen und kann Fernsehsignale zwischen den beiden Kontinenten übermitteln. Die Tornados sind die erste- und einzige Band vor den Beatles, die einen Platz eins in den USA schafft. Anfang 1963 folgt mit Globetrotter eine weitere Hitnotierung in GB, und nach drei weiteren Aufnahmen verlassen die Original-Mitglieder nach und nach die Tornados. Heinz Burt (*24.06.1942 in Detmold als Heinz Schwartz, +07.02.2000) startet unter dem Namen Heinz eine Solokarriere und hat mit Don´t Like Eddy einen Top-10-Hit.

Traffic

Als Steve Winwood im Alter von 19 Jahren Traffic gründet, hat er schon eine erfolgreiche Karriere mit der Spencer Davis Group hinter sich. Die anderen Mitglieder sind – Dave Mason, Chris Wood und Jim Capaldi. Mitte 1967 erscheint die erste Single Paper Sun, die gleich auf Platz fünf in GB kommt. Noch im gleichen Jahr kommen Hole In My Shoes und Here We Go Around The Mulberry Bush in die Top-10. Insgesamt besteht die Gruppe sieben Jahre. Ende 1967 verlässt Dave Mason die Gruppe, kommt aber im Mai 1968 zurück um im Oktober des gleichen Jahres erneut zu gehen. 1969 fällt die Gruppe für eine Zeit auseinander, kommt aber wieder zusammen. Traffic bringt einige hervorragende LPs auf den Markt, drei davon werden in USA vergoldet. 1983 stirbt Chris Wood nach längerem Leberleiden. 1994 ist die Band zur Überraschung ihrer Fans wieder da. Mit Far From Home gibt es eine neue CD von Traffic. Mitglieder sind allerdings nur Winwood und Capaldi. Jim Capaldi, der am 28.01.2005 stirbt, war der erste Schlagzeuger der vor der Band spielt und nicht im Hintergrund.

Toto

Die 1977 in Los Angeles gegründete kalifornische Rockband Toto ist bis zu ihrer Auflösung 2008 weltweit erfolgreich.
Insgesamt veröffentlicht die Band bislang 17 Alben und wird mit sieben Grammys ausgezeichnet. Bekannteste Stücke von Toto sind Rosanna, Africa und Hold the Line.
Die Musik der Band lässt sich in den Stilrichtungen des kommerziell ausgerichteten, so genannten Mainstream einordnen. Bei der als Westcoast-Style bezeichneten Musik der Band spielen Keyboards und Klavier eine wichtige Rolle. Die in Triolen auf dem Klavier gespielten Akkorde des Liedes Hold the Line wurden beispielsweise oft kopiert.
Die Lieder werden größtenteils in mittlerem Tempo gespielt und von einer eingängigen Melodie geprägt. Großen Einfluss auf die Wirkung der Songs hat zudem das Schlagzeugspiel. So wechselt zum Beispiel Jeff Porcaro im Titel Rosanna von einem kraftvollen ternären Shuffle-Rhythmus zu einer binären Spielweise, um nach einem Break mit einer die Spannung steigernden Pause wieder den Shuffle-Rhythmus aufzunehmen.
Extrem schnelle Nummern oder gar Hardrock spielt Toto eher selten, obwohl Steve Lukather ab und zu harte handfeste Rocksoli einstreut.
Die Band tourt über 30 Jahre lang durch die Welt und kommt dabei regelmäßig nach Europa bzw. Deutschland. Die Live-Konzerte von Toto sind musikalisch auf einem ähnlich hohen Niveau wie die Studio-Aufnahmen, da alle Mitglieder der Band als Studiomusiker in der Lage sind, den Sound der Studioaufnahmen live bei Bedarf beinahe identisch wiederzugeben.
Gründungsmitglieder der Band:
- Bobby Kimball (bis 1984 und ab 1998)
- Steve Lukather
- David Hundgate (bis 1982)
- Steve Porcaro (bis 1988)
- David Paich
- Jeff Porcaro (gest. am 05.08.1992)
Letzte Besetzung:
- Bobby Kimball
- Steve Lukather
- Mike Pocaro (seit 1982 - gest. 15.03.2015)
- Simon Phillips (seit 1992)
- David Paich
- Greg Phillinganes (seit 2004)

The Trammps

The Trammps aus Philadelphia sind eine der ersten Disco-Bands.
Ihren ersten größeren Erfolg haben sie 1972 in den USA mit „Zing! Went the Strings of My Heart“ (Das Original stammt aus den 40ern von Judy Garland). Der erste echte Discosong, den sie herausbringen, ist „Love Epidemic“ (1973). Am bekanntesten jedoch ist wohl ihr „Disco Inferno“ (1976), das 1977 auf dem Soundtrack zu „Saturday Night Fever“ erscheint und im Mai 1978 in den Billboard-Charts auf Platz 11 klettert.
Andere Hits sind u. a. „Hold Back the Night“ (1975) und „That’s Where the Happy People Go“ (1975). 1977 veröffentlichen die Trammps den Song „The Night the Lights Went Out“, als Erinnerung an den Stromausfall in New York City am 13. Juli 1977.
Am 19. September 2005 wird Disco Inferno in die Dance Music Hall of Fame aufgenommen.

The Tremeloes

Nachdem sich Brian Poole im Januar 1966 von den Tremeloes getrennt hat sieht es so aus, als ob die Begleitband in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Neben Brian Poole verlässt auch Alan Howard die Band und wird durch Mike Clark ersetzt. Dieser bleibt nur ein Jahr, im Februar 1967 kommt Leonard „Chip“ Hawkes (*02.11.1946) als neuer Sänger, Bassist und Songwriter. Die Band besteht nun aus Alan Blakely (*01.04.1942), Ricky West (*07.05.1943), Dave Munden (*02.12.1943) und Chip Hawkes. Mit Chip kommt auch der Erfolg bei den Tremeloes. Mit Here Comes My Baby steht die Gruppe im Februar 1967 auf Platz zwei in GB. Silence Is Golden ist zwei Monate später der erste Nr.1-Hit. Es folgen bis 1970 fünf weitere Top-10-Notierungen. Die Karriere der Tremeloes ist also überaus erfolgreich, während die von Brian Poole eigentlich nie losgeht. 1974 verlässt Hawkes die Band. Die Plattenaufnahmen der Band reichen bis in die 90er. Auf All For One And One For All 1992 sind von der Originalbesetzung noch Munden, Blakely und West zu hören. Am 01.06.1996 stirbt Alan Blakely an Krebs.
siehe auch: Brian Poole & The Tremeloes

The Troggs

Sängerger Reg Presley gründet 1964 die Troglodytes. Zur Ur-Besetzung gehören neben ihm: Ronnie Bond, Dave Wright und Howard Mansfield. Zunächst sind sie eine Semiprofessionelle Gruppe, die überwiegend in und um Andover, der Heimatstadt von Reg Presley auftritt. Als es nicht so richtig vorwärts geht kommt es Mitte der 60er zu Umbesetzungen. Die neue Bestzung: Reg Presley, Ronnie Bond, Chris Britton und Pete Staples. Larry Page, der Manager der Kinks endeckt die Band und nimmt sie unter Vertrag. 1966 kürzen sie ihren Namen in Troggs und bringen ihre erste Single Lost Girl heraus im Februar 1966 heraus. Diese Aufnahme kommt allerdings nicht in die Charts. Zwei Monate später kommt Wild Thing und wird zum weltweiten Hit. Nr.2 in GB, Nr.1 in den USA und Nr.2 in Deutschland. Die Nachfolge-Single With A Girl Like You wird 1966 Nr.1 GB und Nr.2 in Deutschland. Es folgen bis 1968 vier weitere Top-10-Notierungen, wobei der letzte Top-10-Hit Love Is All Around aus der Feder von Reg Presley erst 26 Jahre später noch erfolgreicher werden soll als das Original. Die schottische Gruppe Wet Wet Wet nimmt für den Film Four Weddings And A Funeral neu auf und ist in GB 15 Wochen Nr.1. Diese Version wird zum Hit des Jahres. In einem Interview von 2004 hat mir Reg Presley erklärt, dass sich trotz anderslautender Meldungen in diversen Biographien die Troggs seit Bestehen der Band nie wirklich getrennt haben.

The Turtles

Mark Volman (*19.04.1947), Howard Kylan (*22.06.1947 als Howard Kaplan), Al Nichol (*31.03.1945), Jim Tucker (17.10.1946), Chuck Portz (*28.03.1945) und Don Murray (*08.11.1945) sind The Turtles. Die Gruppe wird 1961 von Kaylan, Nichols, Tucker und Portz als Nightriders gegründet. Die Band hat zunächst mit Surfbeat-Aufnahmen mäßigen Erfolg. 1965 stösst Murray zur Formation, sie erhalten einen Plattenvertrag, benennen sich in Turtles um und haben fortan beachtliche Erfolge mit Folk-Pop. 1966 gibt es weitere Wechsel. Portz und Murray (später in der Charlie Daniels Band) steigen aus, für sie kommen John Barbata und Jim Pons. 1970 erfolgt dann die Trennung der Turtles. Kaylan, Volman und Portz schließen sich der Formation Mothers Of Invention an. Barbata ist später bei Crosby, Stills, Nash und Young und danach bei Jefferson Starship. Seit den 90ern sind die Turtles wieder da. Von den Originalmitgliedern sind noch Volman und Kylan dabei. (Stand 12.2012)

Unit 4 + 2

1963 wird in Herfordshire von Buster Meikle, Tommy Moeller, Peter Moules und Howard Moules ein folkorientiertes Quartett gegründet, das sich Unit Four nennt. Mit der Zeit entwickelt sich die Gruppe mehr zum Pop-Rock hin und nimmt als Rhytm-Section Rodney Garwood und Hugh Halliday dazu. Um den Namen nicht ändern zu müssen nennt sich die Band jetzt Unit 4+2. Die erste Hitnotierung hat man im Früjahr 1964 mit Green Fields. Ein Jahr später steht die Formation mit Concrete And Clay auf Platz eins in GB und in der Top-30 in den USA. Nach zwei weiteren Hitnotierungen ist es Mitte 1966 wieder vorbei. Umbesetzungen wie z.B. mit dem bekannten Songschreiber Russ Ballard bringen keinen Erfolg. 1967 trennt sich Unit 4+2.

Uriah Heep

David Byron (*29.01.1947; +28.02.1985), Mick Box (*08.06.1947), Ken Hensley (*24.08.1945), Paul Newton (*1946) und Alex Napier sind die erste Besetzung von Uriah Heep. Byron und Box lernen sich 1964 in London bei den Stalkers kennen und gründen 1968 die Formation Spice und benennen sich kurze Zeit später nach einer Romanfigur von Charles Dickens in Uriah Heep um. Kommt man am Anfang ohne festen Drummer aus, engagiert die Band ab 1970 Keith Baker als festes Mitglied. Die bis heute über 30 Mal umbesetzte Gruppe konzipierte einen von Keyboards dominierten Heavy-Rock und bereicherte damit anfangs die Hardrockentwicklung um eine weitere Variante. Ab 1971 stossen Gary Thain (+19.03.1976) und als Drummer Lee Kerkslake zu Uriah Heep. Ein weiteres bekanntes Mitglied ist von 1977-1979 John Lawton (Ex-Les Humphries und Lucifers Friend). Zwischen 1972 und 1977 verkauft die Band über 30 Millionen Platten.
Die letzte Besetzung: Mick Box, Russell Gilbrook, Bernie Shaw, Trevor Bolder und Phil Lanzon (Stand Jan. 2013)

Vanilla Fudge

Von 1967 bis 1970 nimmt die amerikanische Psychedelic-Rockband Vanilla Fudge ihre ersten Alben auf.
Zu den Mitgliedern gehören Keyboarder und Sänger Mark Stein und Bassist Tim Bogert aus Long Island, sowie Gitarrist Vince Martell und Schlagzeuger Carmine Appice aus New York.
Sie produzieren einige erfolgreiche Singles, ihr größter Hit ist eine verlangsamte Hard Rock-Coverversion des Supremes-Songs You Keep Me Hangin’ On. Ein Nachfolgehit, Take Me For A Little While, ist eine Originalkomposition mit sehr ähnlichem Sound, der Text besagt aber genau das Gegenteil. Es wirkt aber nicht annähernd so gut. Jedoch ist es eines der seltenen Beispiele dafür, dass eine Band ihre eigene Arbeit parodiert.
Die Band löst sich 1970 erstmals auf. Bogert & Appice hatten mit dem Gitarristen Jeff Beck eine Zusammenarbeit vereinbart, die aber nicht eingehalten werden kann, da Beck aufgrund eines Autounfalls verhindert ist. Die bereits abgeschlossenen Verträge werden durch die Band Cactus erfüllt.
1999 kommt es zur Reunion. In der Besetzung Carmine Appice (Schlagzeug), Tim Bogert (Bassgitarre), Teddy Rondinelli (E-Gitarre) und Bill Pascali (Keyboards) tourt die Band auch in Europa. Zwei Konzerte davon werden als limitierte Live-CD veröffentlicht. 2007 kommt eine weitere Live-CD der Deutschlandtour mit dem Titel: Good Good Rockin’ – Live @ Rockpalast auf den Markt. Des weiteren veröffentlicht die Band in Original-Besetzung im Juni 2007 das neue Studio-Album Out Through The In Door, das ausschließlich aus Coverversionen von Led Zeppelin-Songs besteht.

Vanity Fare

Vanity Fare ist eine von vielen Gruppen in der zweiten Hälfte der 60er, deren Karriere nach ein oder zwei Hits wieder beendet ist. Trevor Brice, Tony Jarett, Tony Goulden, Barry Landeman und Dick Allix aus der englischen Grafschaft Kent stehen mit Early In The Morning im Juli 1969 auf Platz acht in GB. Mit Hitchin A Ride gelingt ihnen ein weiterer Erfolg. Im März1970 steht diese Aufnahme in den USA auf Platz fünf. Danach hört man nichts mehr von Vanity Fare.

Village People

Der Disco-Produzent Jacques Morali hat 1977 in New York, USA die Idee zu einer schwulen Gesangsgruppe, die er in Kostüme eines Indianerhäuptlings, Bikers, Polizisten, Cowboys, Bauarbeiters und Gi´s steckt. Das Konzept setzt sich nach 18monatiger Anlaufzeit in den Discos und Pop-Charts durch. Mit Hits wie Y.M.C.A., In The Navy oder Go West stürmt die Gruppe in die Top-10. Bis 1980 verkaufen Village People 20 Millionen Singles und 18 Millionen Alben. Die Formtion bestand aus: Victor Willis (ab 1979 Ray Simpson), David Hodo, Felipe Rose, Randy Jones, Glenn Hughes und Alex Briley. Die Formation nennt sich Village People, weil Morali alle Mitglieder in dem New Yorker Künstlerviertel Greenich Village rekutiert. Mitte der 80er lässt der Erfolg der Gruppe nach.


W - Z

The Walker Brothers
Im August 1963 gründen Scott Walker (*09.01.44 als Noel Scott Engel), John Walker (*12.11.43 als John Maus) und Gary Walker (*03.09.44 als Gary Leeds) die Walker Brothers. Schon im Oktober 1964 nimmt die Formation vier Titel auf und erhält einen Vertrag beim Smash-Label von Mercury. Ende des Jahres 1964 gehen die Drei auf Drängen von John Maus nach England, weil man dort grössere Erfolgschancen sieht. In der Tat soll die Gruppe in den nächsten drei Jahren dort erfolgreicher sein als in den USA. Der Titel Love Her ist im Frühjahr 1965 die erste Hitnotierung. Es folgen Make It Easy On Yourself Nr.1 in GB und Top-20 in den USA, My Ship Is Coming ist im Dezember 1965 Platz Nr.3 in GB. Im Frühjahr 1966 dann der größte Erfolg der Walker Brothers. The Sun Ain´t Gonna Shine Anymore wird Nr.1 in GB und Nummer 13 in den USA und Platz 5 in Deutschland. Nach fünf weiteren Hitnotierungen bis 1967 trennt sich die Band und alle Drei versuchen sich als Solisten. Mitte 1975 kommen die Walker Brothers noch einmal zusammen und sind mit No Regrets im Januar 1976 in GB auf Platz sieben. Bis 1978 kommt es zu weiteren Projekten – jedoch ohne Erfolg.

Wallenstein

Die deutsche Rock-Gruppe Wallenstein rechnet man auch dem sogenannten Krautrock der 70er Jahre zu.
Die Formation wurde im Sommer des Jahres 1971 unter dem Namen "Blitzkrieg" von dem ambitionierten Viersener Kunststudenten Jürgen Dollhase gegründet, der bereits in klassischer Musik an Klavier und Kontrabass geschult war und in Skiffle- sowie Jazz-Formationen gespielt hatte. An der Gründung beteiligt waren außerdem Peter Giehlen und Corrado Faccioni. Wallenstein entsand als eine Art Retorenkind, suchten sich Dollhase und Faccioni die ursprüngliche Besetzung bei anderen Bands zusammen.
Da der Name Blitzkrieg schon von einer englischen Band benutzt wurde, benannte sich die Gruppe Anfang 1972 in Wallenstein um, nach dem bekannten Feldherrn gleichen Namens aus dem 30-jährigen Krieg. Ebenfalls 1972 erschien das Debüt-Album "Blitzkrieg" und noch im gleichen Jahr Album Nr. 2 mit dem Titel "Mother Universe".
Nachdem man mehrfach den musikalischen Stil gewechselt hatte, tauschte Dollhase 1978 alle Bandmitglieder aus. Durch einen Auftritt in der ZDF-Sendung Disco mit Ilja Richter, erreichte Wallenstein mit dem Single-Hit "Charline" 1979 Platz 17 in den deutschen Pop-Charts. Einen Nachfolgehit hatte die Band dann noch mit der Single-Auskoppelung "Don´t Let It Be" vom Album Blue Eyed Boys.
Von März bis Juni 1981 gingen die Musiker von Wallenstein das letzte Mal auf Tournee.
1982 löste sich die Gruppe dann endgültig auf.

Whistling Jack Smith

Die Nummer I Was Kaiser Bill´s Batman ist ein Stück der Songschreiber Roger Greeway und Roger Cook, die wie üblich zu der Zeit, von Studiomusikern aufgenommen wird. Die Platte kommt im März 1967 in die Charts, erreicht in GB Platz fünf, in Deutschland Platz vier und wird vergoldet. Deshalb muss nun schnell jemand gefunden werden, der gut pfeifen kann. Man findet ihn schliesslich in Billy Moeller, der den Song als Whistling Jack Smith präsentiert. Es soll der einzige Hit bleiben, eines der vielen One-Hit-Wonder.

White Plains

Eines der vielen Studioprojekte Anfang der 70er Jahre sind die White Plains. Leadsänger ist der am 14.04.1942 geborene Tony Burrows, der auch an vielen anderen Projekten beteiligt ist. Die anderen Mitglieder der Band – Robin Shaw, Pete Nelson und Roger Greenway. Im Februar 1970 kommt der Top-10-Hit My Baby Loves Lovin´ in die Charts. Julie Do Ya Love Me ist im Oktober 1970 ein weiterer Top-10-Erfolg. 1971 folgt When You Are A King und kommt immerhin noch in die Top-20. Anfang 1973 ist Step Into A Dream dann der letzte Hit für die White Plains.

The Who

Die Anfänge der Who gehen zurück bis Ende der 50er. Schon da spielen Pete Townshend und John Entwistle zusammen. 1962 holt Roger Daltry zuerst John Entwistle und wenig später auch Pete Townshend in seine Band Detours. Drummer ist der zehn Jahre ältere Doug Sandom, der später durch Keith Moon ersetzt wird. Im Herbst 1964 sucht der Regisseur Kit Lambert eine Gruppe für einen Film. Er sieht die Band die sich zu dem Zeitpunkt High Numbers nennt und so begeistert von ihnen ist, dass er sie mit 500 Pfund aus dem Vertrag kauft und in The Who umbenennt. Er fördert sogar die gelegentlichen Ausfälle der Band die ihr gesamtes Equipment auf der Bühne zu zerstören, weil er es für einen guten Promotiongag hält. Mit I Can´t Explain ihrer ersten Aufnahme unter dem Namen The Who, ist die Gruppe Nr.2 in GB. Mit Titeln aus ihren Anfangstagen wie I Can´t Explain, My Generation oder Subitute sind The Who das Sprachrohr der britschen Jugend jener Zeit. Bis 1981 hat man insgesamt zwölf Top-10-Hits. Die meisten Stücke schreibt Pete Townshend im Alleingang. Ihm sind auch die Rockopern Tommy (1969) und Quadrophonia (1973) zu verdanken. Den ersten Wechsel der Band gibt es, als der Drummer Keith Moon an einer Überdosis Drogen stirbt. Er wird duch Kenny Jones (Ex-Small Faces und Faces) ersetzt. Auf einer US-Tournee stirbt am 06.02.2003 völlig unerwartet der Bassist John Entwistle auf dem Hotelzimmer an Herzversagen. 1990 werden The Who in die Rock´n Roll Hall Of Fame aufgenommen.

Wishful Thinking

1963 gründen Roy Daniels (Gesang), Richard Taylor (Leadgitarre), Alan Elkins (2. Leadgitarre), Roger Charles (Bass) und Brian Allen (Schlagzeug) die Gruppe "The Emeralds". Bereits 1964 verläßt Elkins die Formation. 1965 wird Richard Taylor durch Terry New (Leadgitarre) ersetzt und 1966 erscheinen unter dem neuen Bandnamen "Wishful Thinking" die ersten 3 Singles. Mit dem Stück „Step by Step“ haben sie einen Achtungserfolg in der „Big L Fab 40“, einer Hitparade beim Piratensender Wonderful Radio London. 1967 verläßt Sänger Roy Daniels die Band. Das Band-Karussell dreht sich unaufhörlich.
1973 sind Wishful Thinking (von der Ur-Bestzung ist inzwischen keiner mehr dabei) am Soundtrack zum britischen Musikfilm That’ll be the day (mit David Essex und Ringo Starr) beteiligt. Sie steuern einen Song bei und sind neben Billy Fury bei einem Tanzwettbewerb zu sehen.
1980 löst sich die Gruppe auf. 25 Jahre später, im April 2005, kommt es in der Besetzung Kevin Finn, Brian Allen, Tony Collier und John Franklin zu einer Wiedervereinigung bei der RTL-Sendung „Die ultimative Chartshow“.
Von den Singles, die Wishful Thinking aufnimmt, wird nur Hiroshima richtig erfolgreich. Dieser bedrückende Song über den Atombombenabwurf wird 1969 von Dave Morgan (in den 1980er Jahren Mitglied beim Electric Light Orchestra) geschrieben. 1971 wird er als B-Seite der Single Clear White Light veröffentlicht. Die Single floppt in England. Mitte der 1970er Jahre entwickelt sich das Stück aber in Deutschland zu einem beachtlichen Erfolg und erreicht 1978 Platz-Nr. 8 der Charts. Insgesamt bleibt es 44 Wochen in der Hitparade. Auch zwei Coverversionen werden sehr bekannt. 1982 nehmen die Puhdys eine deutsche Version auf und 1990 kommt die deutsche Popsängerin Sandra mit der von Michael Cretu produzierten Fassung bis auf Platz-Nr.4 der Deutschen Hitparade.

Wonderland

Nach seiner Bundeswehrzeit und dem Ausstieg bei den Rattles gründet Achim Reichel 1968 in Hamburg die Band Wonderland.
Die erfolgreiche Debüt-Single Moscow, steigt am 1. August 1968 in Deutschland auf Platz 20 ein und klettert bis auf Platz 15. Es folgt eine ebenso erfolgreiche Tournee als Vorgruppe der Bee Gees. Die Gruppe landet 1969 bei der Wahl der besten deutschen Bands durch Fachjournalisten auf Platz 3. Mit am Erfolg beteiligt ist ihr Produzent - James Last.
1971 verliert Achim Reichel das Interesse an der Gruppe und widmet sich anderen Projekten. Les Humphries verläßt die Band 1969, um seine Erfolgs-Gruppe Les Humphries Singers zu gründen. Dicky Tarrach entwickelt sich zu einem gefragten Studiomusiker und macht in den 1980er Jahren sowohl als Solist (Tarracco) sowie auch als Mitglied von Moti Special (Cold Days - Hot Nights) von sich reden.
Mitglieder von Wonderland:
Achim Reichel, *28. Januar 1944
Reinhard „Dickie“ Tarrach, *21. September 1944
Les Humphries, *10. August 1940, †26. Dezember 2007
Frank Dostal, *16. Dezember 1945
Helmuth Franke, *17. Januar 1943
Später: Dieter Barth, 22. Juni 1954

Wizzard

Die britische Formation Wizzard ist ein weiteres Projekt von Roy Wood, der Anfang der 70er Jahre nach seinen großen Erfolgen mit Move nach einer neuen Herausforderung sucht. Die Eine heißt ELO, die Andere ist Wizzard. Beide Projekte laufen parallel und sind überaus erfolgreich. Schon die Anfänge von ELO zeigen das es mehr die Gruppe des Band-Kollegen Jeff Lynne werden soll. Also macht Roy mit Wizzard seinen eigenen Ableger von Move. Ball Park Incident ist 1972 der erste Top-10-Hit. 1973 folgen See My Baby Jive und Angel Fingers. Beide Aufnahmen kommen in GB auf Platz eins. Mit – I Wish It Could Christmas Everyday (1973), Rock´n Roll Winter und Are You Ready To Rock (1974) sind weitere Hits der Band. 1975 trennt sich die Formation.

The Yardbirds

1963, als GB der Rhytm & Blues blüht, werden die Yardbirds gegründet. Eine Band mit häufigem Mitgliederwechsel. So spielen im Verlauf der Bandgeschichte Keith Relf, Paul Samwell-Smith, Chris Drea, Tony Topham, Jim McCarty, Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page bei den Hinterhofvögeln. Schon im Gründungsjahr verlässt Topham die Band und wird durch Eric Clapton ersetzt. 1964 erhält die Band einen Plattenvertrag und bringt im gleichen Jahr die Debüt-Single I Wish You Would heraus. Good Morning Little Schoolgirl wird im Herbst des gleichen Jahres die erste Chartnotierung. Der erste Top-10-Erfolg ist im März 1965 For Your Love Nr.3 in GB und Nr.6 in den USA. Zu diesem Zeitpunkt geht Eric Clapton wieder, ihm gefällt diese Aufnahme und Art der Musik nicht, für ihn kommt Jeff Beck. Es folgen bis 1966 vier weitere Top-10-Notierungen. Am 07.07.1968 wird die offizielle Trennung der Yardbirds bekanntgegeben. Dreja wird Fotograf, Relf und McCarty planen eigene Bands und Jimmy Page gründet die New Yardbirds aus denen später Led Zeppelin werden. Keith Relf stirbt am 14.05.1976 an einem Stromschlag durch seine Gitarre. 1992 werden die Yardbirds in die Rock´n Roll Hall Of Fame aufgenommen.

The Zombies

Im Frühjahr 1963 gründet der 1945 geborene Keyboarder Rod Argent die Zombies. Zur Besetzung gehören Colin Blunstone, v (*1945), Paul Atkinson, g (*1946), Chris White, b (*1943) und Hugh Grundy, d (1945). 1964 erhält die Gruppe einen Plattenvertrag bei Decca. Mit ihrer Debütsingle She´s Not There erreichen sie in GB Platz zwölf und in den USA sogar Position zwei. Auch die Nachfolge-Single Tell Her No wird Anfang 1965 ein Top-10-Erfolg in den USA. Den Zombies gelingen im gleichen Jahr in den USA zwei weitere Hit-Notierungen, die nächsten Platten floppen aber. Mitte 1967 läuft der Plattenvertrag aus und wird nicht verlängert, auch Veröffentlichungen auf CBS bringen keinen Erfolg. Die Gruppe fällt auseinander. Im Frühjahr 1968 bringt CBS die LP Odyssey And Oracle heraus und die Singleauskoppelung Time Of The Season erreicht im Februar 1969 Platz zwei in den US-Charts.


Share by: